| Titel: | Nachgefragt bei Prof. Dr. Gerald Hüther: Singende Kliniken | |
| Datum: | 21.12.2009
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| Ort: | Scheidegg | |
| Einrichtung: | Paracelsus-Klinik Scheidegg |
Warum setzen Sie sich für das Singen in Kliniken ein?
Wie rasch Patienten genesen, hängt auch davon ab, wie gut es ihnen gelingt, ihre Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Dafür brauchen sie Kliniken mit einer salutogenetischen Atmosphäre. Und sie brauchen Erfahrungen, die sie stärken. Wenn es gelingt, Patienten einzuladen, die befreiende und angstlösende Wirkung des Singens zu erleben, ließe sich nicht nur die Effizienz medizinischer Behandlungen spürbar verbessern. Sie würden auch schneller und nachhaltiger gesund werden.
Welche heilsame Wirkung hat das Singen aus neurobiologischer Sicht?
Es gibt kein wirksameres Mittel, das psychoemotionale Belastungen auflöst, Lebensmut stärkt und Selbstheilungskräfte reaktiviert, als das Singen. Dies fängt schon damit an, dass man beim Singen eine Haltung einnimmt, die aufrichtet und somit angstlösend wirkt. Wir werden beim Singen neurochemisch „umgestimmt“. Zum Beispiel wird das „Kuschelhormon“ Oxytozin ausgeschüttet.
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Prof. Dr. Gerald Hüther
Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische, Präventionsforschung an den Universitäten Göttingen, Mannheim/Heidelberg, und Canto Initiative Singende Krankenhäuser
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