Schmerztherapie
Eine ausreichende Schmerztherapie unserer urologischen Patienten ist für uns selbstverständlich. Schmerzen können bei verschiedenen Erkrankungen in der Urologie auftreten:
- Akute Schmerzen (z. B. Nierenkolik, Hodenverdrehung)
- Schmerzen nach Operationen
Im Rahmen einer Operation wird in Zusammenarbeit mit der Anästhesieabteilung das schonendste Narkoseverfahren für den Patienten ausgesucht. Dabei wird schon im Vorfeld darauf geachtet, inwieweit bei der Operation zusätzlich zur Narkose eine örtliche Betäubung mit durchgeführt wird, so dass der postoperative Schmerz geringer wird.
Auch nach der Operation sollen unsere Patienten schmerzfrei bleiben. Dies kann durch einen im Rückenmarkskanal liegenden Katheter (Periduralkatheter) geschehen, zum anderen können die Patienten über eine von ihnen selbst bedienbare Spritzenpumpe regelmäßig Schmerzmedikamente erhalten (patientenkontrollierte Analgesie).
- Chronische Erkrankungen
Im Bereich der Urologie treten zum Beispiel wiederkehrende Unterbauchbeschwerden auf, wo nach Ursachenabklärung häufig eine Schmerzbehandlung in Zusammenarbeit mit Psychosomatikern notwendig ist. Auch bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen kann manchmal eine Schmerztherapie notwendig werden.
Aktiv gegen Schmerzen
Die Angst vor Schmerzen ist für nahezu jeden Patienten eine der größten Sorgen bei einem Krankenhausaufenthalt. Um unsere Patienten möglichst schmerzfrei zu versorgen, hat die Paracelsus-Klinik Golzheim das Projekt „schmerzarmes Krankenhaus“ in den Klinikalltag implementiert. Berufsgruppenübergereifend arbeiten Anästhesisten, Urologen und Pflegepersonal Hand in Hand mit dem Patienten, um einen adäquaten Umgang mit dem Schmerz zu erreichen. So bekommen die Golzheimer Patienten im Rahmen dieses Projektes nach einer Operation mit der sogenannten „Schmerzpumpe“ die Möglichkeit, ihr Schmerzmittel selbst zu dosieren. Das bedeutet, der Patient bestimmt eigenverantwortlich wann und wie viel Schmerzmittel er benötigt und kann sich dieses auch jederzeit selbst zuführen. In den Stunden nach der Operation und besonders in der Nacht vermitteln diese Geräte den Patienten ein Gefühl der Sicherheit. Eine Zeitschaltuhr verhindert dabei wirksam eine Medikamentenüberdosierung. Die Ergebnisse dieser Methode zeigen, dass die Patienten weniger Schmerzen bei gleichzeitig geringerer Schmerzmitteleinnahme als bei fremdverordneter Dosierung empfinden.
Auch das Pflegepersonal der Klinik nimmt den Umgang mit Schmerzen sehr ernst; die Klinik Golzheim verfügt über eine sogenannte „Pain-Nurse“. Sr. Heike Fischer hat diese Zusatzausbildung der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) erfolgreich abgeschlossen. Hauptaufgabe der Pain-Nurse ist es, Patienten mit akuten oder tumorbedingten chronischen Schmerzen ein angemessenes Schmerzmanagement zu gewähren, das Schmerzen auf ein erträgliches Maß reduziert oder beseitigt.






