Datum: 11. April 2008 12:24
Hallo zusammen,
zunächst mal möchte ich sagen, dass ich froh bin diesen Thread gefunden zu haben, denn es hat mir geholfen zu sehen, dass seit 4 Jahren angeregt über das Thema geredet wird und ich bei weitem nicht der Einzige mit dem Problem bin. Kurze Beschreibung:
Symptome: wie von allen beschrieben Stechen im (meist linken) Hoden, gefühlt Nebenhoden, Schmerz strahlt bis in die Leiste aus. Oft Ziehen im Unterbauch (komischerweise rechts, ev auch 2 unabhängige Probleme).
Behandlung: jetzt kommts

ich bin bereits seit über 10 Jahren in Behandlung. Zunächst wurde ein Krampfaderbruch (Varicuzele o.Ä.) diagnostiziert. Diesbezüglich bin ich bereits 2 mal operiert worden. einmal wurde vor ca 10 Jahren durch einen Schnitt in der Leistengegend der linke Hoden operiert. das zweite mal wurde am Hoden selbst eine Verödung vorgenommen. Beide male ohne für mich spürbaren Erfolg.
Zum Zeitpunkt der ersten OP habe ich noch sehr sehr regelmässig (mind. 1x täglich) mehrere Stunden Sport getrieben. Zum Zeitpunkt der zweiten habe ich bereits sehr viel vor dem PC gesessen.
In den letzten Jahren wurden die Schmerzen im rechten Unterbauch häufiger und auch stressiger. Daraufhin bin ich vor 1 Jahr dann ins Krankenhaus als es mal sehr akut war, das Ziehen sich in einen starken Schmerz verwandelt hatte. Bin dann umgehend aufgenommen worden, und mir wurde der Blinddarm entfernt. Bei der OP hat sich auch eine leichte Entzündung des Blinddarms herausgestellt. Allerdings ist der SChmerz kurze Zeit später wieder aufgetreten, gleichbleibend in Art und Umfang. Naja, das war dann wohl die 3te OP die (fast) umsonst war.
Allerdings wurde bei der OP festgestellt, dass ich wohl schon seit unbestimmter Zeit beidseitig leichte Leistenbrüche hätte. Es wurde mir gesagt, die Probleme KÖNNTEN zusammenhängen, aber eine Besserung sei durch eine OP nicht garantiert. Im Gegenteil, weitere Probleme könnten auftreten.
Ich habe eigentlich aufgegeben. Das Problem ist nur, ich bin Hypochonder und kann nicht aufhören mir darüber (üble) Gedanken zu machen und mich selbst zu bemittleiden. Seit 2 Jahren leide ich zusätzlich unter Tinitus und anderen kleineren (wohl) stressbedingten Krankheiten wie Neurodermitis usw... Keine Ahnung ob das wegen dem ständigen Gestresse ist...
Um mal zum Ende zu kommen, ein wenig Hoffnung gibt mir der hier Zusammenhang zwischen Rückenproblemen und den Schmerzen im Hoden. Ich habe seit einigen Jahren auch starke Rückenprobleme. Nur hatte ich die erste OP ja bereits als ich noch völlig fit war... Ihr seht, egal wie ich es drehe,... Nicht wirklich zu verstehen.
Am meisten nervt, dass ich das Gefühl habe schon garnicht mehr ernst genommen zu werden von den Urologen. Sobald ich erzähle dass ich mal operiert wurde haken die das alle ab. Kurz ultraschall und dann Sprüche wie "gehen Sie mal zum Orthopäden" oder "machen Sie mehr Sport". Keinen interessiert, dass ich bereits Probleme hatte als ich noch (Leistungs-)Sportler war.
Für mich sind viele Ärzte nur noch bessere Automechaniker. Nummer aufn Schädel und der nächste bitte. Bei allen meinen Problemen höre ich nur Dinge wie "das werden Sie jetzt wohl für immer haben" (Tinitus) oder das kommt vom Stress (Neurodermitis) oder "da können wir zwar operieren aber bringen tuts nichts" (Hoden). Manchmal wünsche ich mir sowas wie eine Krebsdiagnose die alles erkären würde und wenigstens behandelbar ist. Etwas gegen das man wenigsten kämpfen kann, etwas was zu fassen ist. Aber diese unsichtbaren Gegner nerven.
Ich wünsche allen mit diesem Problem eine unkomplizierte Lösung. Wenn ich mir rausnehmen darf Tips zu geben,... Leute macht Sport soviel es geht, schmeisst Euren PC wenn möglich aus dem Fenster, und lasst euch in keinem Fall operieren.
Nur wenn ein eindeutiger Befund vorliegt, der von mehr als nur 2 Ärzten bestätigt wurde.
Liebe Grüsse und Gute Besserung,
Stephan