Datum: 19. November 2007 22:31
Leisten Hernie schrieb:
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> HI Markus,
>
> das mit dem Zwicken war bei mir auch, weil eben
> die ganze Geschichte schon lädiert war. Ich hatte
> zwar keinen richtigen Leistenbruch, sondern nur
> eine Vorwölbung, die man aber nicht mehr
> zurückschieben konnte (reponieren, jaja, hab ich
> mich voll schlau gemacht

. Jedenfalls vermute
> ich, dass es bei dir ähnlich sein wird. Auch ich
> habe auf einmal, als es im Bekanntenkreis viele
> Leute kennengelernt, die das auch hatten, aber nie
> davon erzählten. Teste es doch einfach mal aus.
> Ich weiß von mir, dass ich seit der OP und den
> Taubheitsgefühlen in dem ganzen Bereich "da unten"
> auch Schwierigkeiten habe, zu fühlen, ob ich auf
> die Toilette muss. Iss mal auf bereits gefüllten
> Darm (also bevor du Stuhlgang hast) noch was. Dann
> ist der Magen (auch durch zugeführte
> Flüssigkeiten, die ihr Volumen einfach haben) noch
> zusätzlich gefüllt. Würde mich nicht wundern, wenn
> sich evtl. schon während des Essens Schmerzen
> einstellen würden.
> Was das Gewicht angeht hab ich mir schon 23 kg
> (Flugzeug-> Koffer) zumuten müssen. Hab aber mit
> Hebeln (übers Knie wälzen) getrickst. Schmerzen
> hatte ich dabei keine, aber ich denke auch, dass
> man das Reißen direkt fühlen müsste. Was mir mehr
> Kummer macht, sind immer noch Niesen, Husten etc.
> Die OP ist jetzt exakt 6 Wochen her und der
> Bauchraum wölbt sich beim Niesen immer noch vor.
> Nun weiß ich nicht, ob ich nun nur zu sensibel auf
> den Bereich da unten reagiere oder ob das normal
> ist. Denn im Vergleich dazu wölbt sich bei der
> Niesanspannung auch meine nicht-operierte/ intakte
> rechte Seite vor. Halt nicht so stark, weil kein
> Gewebe vernäht/ übernäht wurde. Leider haben mir
> meine Bekannten aber auch gesagt (auch der
> Lichtenstein-Operierte), dass die Beschwerden bis
> zu einem Jahr dauern können.
> Was mich nur momentan viel mehr stört, ist das
> Gefühl in den Hoden. Die Sensibilität und dass der
> Hoden auf der operierten Seite tiefer hängt.
> Angeblich wird während der OP am Samenstrang auch
> gezogen und der Muskel, der den Hoden zum Körper
> ziehen sollen, wenn die Umgebungstemperatur zu
> kalt ist (Auskühlung des Hodens muss ja auch
> vermieden werden) teilweise entmantelt werden
> muss, damit die Nahtstelle um den Samenstrang eng
> genug ist, damit nach der OP keine "Hodenhernie"
> (weiß nicht, ob der Terminus so stimmt) entsteht.
> Jedenfalls sei es auch möglich in dieser
> Übergangszeit ein Rausdrücken des Darms in den
> Hodensack zu bekommen. Und darauf hab ich weiß
> Gott keine Lust.
> Ich hoffe, ich konnte ein bisschen weiterhelfen
> und freue mich auf weitere Beiträge. Tut gut, das
> mal loszuwerden und mit mehr Leidtragenden
> auszutauschen.
>
> Gruß Axel