Düsseldorf :  Patientenforum
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Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Anonym
Datum: 05. Februar 2007 23:52

Hallo,

also morgen sind es 4 wochen als ich an meiner Leiste operiert wurde (einseitig, links). Ich habe mich für die offene Methode nach Shouldice ohne Netz entschieden. Naja bis jetzt bereue ich leider diese Entscheidung. Bin 19 Jahre alt und jetzt nach 4 wochen habe ich immernoch eine Art Taubheitsgefühl aber auch Schmerzen an der Innenseite meines Oberschenkels und abwärts der Operationsnarbe auf Höhe des linken Hodens. Außerdem ist noch mein linker Hoden leicht Druckempfindlich sowieso sämtliche Stränge die vom linken Hoden wegführen. Wie typisch wusste ich davon vorher nichts und dachte nur aufschneiden, reparieren und wieder zu, aus. Ich habe aber keine Lust, dass ich für den Rest meines Lebens an der Stelle Druckempfindlich oder sonstige Beschwerden habe. Ein Arzt wenn mir ins Gesicht sagen würde ich müsste mich damit abfinden dem würde ich pauschal Schmerzen zufügen (nichts gegen Ärtze). Nur mit 19 finde ich mich mit garnichts ab. Jetzt denk ich halt darüber nach ob ich mit der endoskopischen Variante auch solche Probleme hätte. Nerven werden ja beiden Methoden durchtrennt.

Resümee:

1. Werde ich für immer die oben genannten Beschwerden haben (Taubheit, Schmerzempfinden, Druckempfindlich) besonders beim Hoden?
2. Hätte ich diese Bechwerden auch mit der endoskopischen Variante?

Was ist gegen die Schmerzen bei Hoden und Hodensträngen möglich?

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: ralph lorenz
Datum: 19. Februar 2007 20:38

hallo unbekannter
versuch mal einen termin mit dem operateuer zu kriegen.das kanns ja wohl nicht sein.normalerweise sollte eine op besserung verschaffen , was in deinem fall nicht zutrifft, lass das nicht hängen, erwähne im gespräch einen gutachter
zu konsultieren.das könnte vielleicht helfen. ärtzte sind menschen , und menschen machen auch mal fehler.ärtzte geben diese aber nicht zu, das ist fakt.
treib ihn in die enge. dr. petsch kann dir in so einem fall nicht helfen,
keine krähe hackt einer anderen die augen aus , wenn du verstehst was ich meine.
wünsche dir trotzdem gute besserung.
ralph lorenz

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 26. Februar 2007 09:32

Hallo Anonym,
zu 1. wann die Beschwerden besser werden, kann ich natürlich auch nicht sagen - hab Sie weder untersucht noch operiert noch.....
Allerdings ist es vielleicht schon eine Ermutigung für Sie wenn ich Ihnen mitteile, dass solche Beschwerden nicht selten sind und in den meisten Fällen innerhalb von 3 Monaten verschwinden.
zu 2.: auch bei der endoskopischen OP können solche Beschwerden auftreten ( siehe auch die anderen Beiträge).
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Leisten Hernie
Datum: 16. April 2007 01:20

viele gruesse an den unbekannten.
meine symptome - und ob du (ich erlaube mir das mitleidender) es glaubst oder nicht, sind nahezu identisch. Nur ist mein problem beim betroffenen hoden (also ehem. bruch links und hoden links), dass er nun eine etage tiefer und auch irgendwie anders sitzt als vorher. Ein total unangenehmes gefuehl zumal sich das taubheitsgefuehl bei mir auch noch auf den hoden selbst ausstreckt. ich dachte zuerst er waere abgestorben. mir wurde gesagt, dass bei der op am samenstrang gezogen werden muss, damit alles entsprechend "verarbeitet" werden koenne. das interessante ist, dass sich die menge meines ejakulats verringert hat. ich moechte keine leistungsthematik anstreben aber auch die weite der ejakulation hat sich halbiert. wenn mir dazu vielleicht tipps geben koennte, denn eine basis mit der ich weiterleben und auch kinder zeugen moechte, ist das nicht. da pflichte ich dir voellig bei, auch wenn ich knapp 10 jahre aelter bin. aber richtig informationen bekommt man wirklich keine. das stimmt.
mein vertrauen hat das auf keinen fall gestaerkt.
Mit freundlichen gruessen und bestem dank im voraus

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Markus
Datum: 16. April 2007 06:45

Hallo zusammen.
Bin auch in der 4. Woche danach - OP bei mir rechts, sonst ähnliche bzw. gleiche Symptome. War bereits beim Urologen. Diagnose und Aussagen:
Leichte Schwellung durch Wasserbildung im Nebenhoden bedingt durch Eingriff (Dehen und Strecken der Bachschichten/Leistenkanal/Samenstränge); D.h., dass der Hoden durch die Belastung und Schwellungen nicht mehr so gut zirkulieren kann (Blut/Wasser) => Druckempfindlichkeit. Empfehlung: Hochlagerung auch in der Nacht durch Slips (keine Boxer Shorts, weil Gewicht der Hoden dann an den Samensträngen zieht) + Tabletten: Diclofenac-ratiopharm 75 SL (wichtig: maximal 2 pro Tag!!!, nicht länger als 5 Tage).
Ejakulatsveränderung in den ersten drei Monaten durch "Schock der Hoden" generell zu erwarten (Körper reagiert wie nach einem Unfall). Viskostät sinkt, regeneriert sich aber wieder. Vorsicht: Verhütung beibehalten, kein Unfruchtbarkeitszustand!
Dass die Schmerzen und Ausstrahlung bis zu 3 Monaten dauern können und nur langsam abheilen scheint Gang und Gebe zu sein. Habe auch Druckschmerz bis zum Bauchnabel und in Ausstrahlung bis in die Kniekehle/After.
Wichtig: Geduld und Schonung. Sexuelle Betätigung nach 14 - 21 Tagen; 6 Wochen nicht mehr als 5 kg, 3 Mo nicht mehr als 10kg heben.
Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen und bitte um ein wenig Feedback.
Beste Grüße

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Leisten Hernie
Datum: 20. April 2007 22:37

Hallo Markus,

ich danke dir vielmals für deinen Beitrag. Der Tipp mit den Slips ist Gold wert. Außerdem hab ich noch einen weiteren Tipp für euch von einem ebenfalls vor einem Jahr operierten Leidtragenden (seine OP war aber nach Lichtenstein). Falls auch ihr Probleme mit Schmerzen über dem Bachnabel oder über dem äußeren Beckenknochen habt, probiert mal die Ernährungsgewohnheiten zu ändern, damit sich der Darm nicht mehr stark füllt. Im Klartext war der Tipp meines Bekannten folgendermaßen: wenn möglich öfter und kleinere Portionen am Tag essen. Die, wie ich nun durch sorgfältige Selbstbeobachtung rausgekriegt hab, 'schlimmste' Variante ist eine etwas größere Portion zu essen, bevor man den Gang zur Toilette wahrgenommen hat. Normalerweise hilft ausreichend Flüssigkeit, den Stuhlgang auch evtl. etwas weicher zu halten. Ist der Magen- und Bauchraum aber schon gefüllt, verstärkt das Schmerzen. Solltet ihr ähnliches an euch bemerken oder meine Vermutungen bestätigen können und noch weitere Tipps haben, dann wäre ich dafür natürlich dankbar.
P.S.: deine 6 Wochen-5 kg und 3Mo.-10kg Regel hat mich geschockt. Da hab ich schon ein paar Fehler gemacht. Falls dabei etwas 'passiert' sein sollte, würde man das doch aber unmittelbar feststellen nehme ich an doch an...oder?

Danke und gute Besserung an alle derzeit Leidtragenden !!!

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Markus
Datum: 22. April 2007 22:06

Hallo "Leisten Hernie".

Danke für den Tipp mit den Essensgewohnheiten. Habe seit drei Tagen immer wieder Stechen und Zwicken über dem Beckenknochen. Bin ein wenig beunruhigt, weil ich dachte/denke, dass etwas aufgerissen ist. Aber ein Aufreißen soll - lt. Arzt - ziemliche Schmerzen verursachen. Könnte also tatsächlich vom vollen Darm kommen, oder?
Komisch ist nur, dass ich eben dieses Stechen und Zwicken schon vor meiner OP immer wieder hatte???
Tragen habe ich bisher ziemlich vermieden. Angeblich merkt man bei stärkerer Belastung das Ziehen an der Innennaht. Nach der vierten Woche kann man ja nicht alles vermeiden - Bremsen, Haushalt, Liebesleben...
wieviel kg-Blastung hast du dir bisher zugemutet?
Zur Info: Bin am 20.03. operiert worden. Hodenschmerzen/-schwellung kommen und gehen, eben seit drei Tagen Zwicken und Stechen über äußeren Beckenknochen. Sonst leichte Schwellungen/knorpelartige Verhärtungen im Bauchraum zwischen OP-Narbe und Bauchnabel - evtl. Blutergüsse, verhärtetes Gewebe.
Was ist deine Erfahrung / Meinung zu den Syptomen? Kann ein Internist evtl neue Riße feststellen?

Gruß,
Markus

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Leisten Hernie
Datum: 23. April 2007 06:08

HI Markus,

das mit dem Zwicken war bei mir auch, weil eben die ganze Geschichte schon lädiert war. Ich hatte zwar keinen richtigen Leistenbruch, sondern nur eine Vorwölbung, die man aber nicht mehr zurückschieben konnte (reponieren, jaja, hab ich mich voll schlau gemacht winking smiley . Jedenfalls vermute ich, dass es bei dir ähnlich sein wird. Auch ich habe auf einmal, als es im Bekanntenkreis viele Leute kennengelernt, die das auch hatten, aber nie davon erzählten. Teste es doch einfach mal aus. Ich weiß von mir, dass ich seit der OP und den Taubheitsgefühlen in dem ganzen Bereich "da unten" auch Schwierigkeiten habe, zu fühlen, ob ich auf die Toilette muss. Iss mal auf bereits gefüllten Darm (also bevor du Stuhlgang hast) noch was. Dann ist der Magen (auch durch zugeführte Flüssigkeiten, die ihr Volumen einfach haben) noch zusätzlich gefüllt. Würde mich nicht wundern, wenn sich evtl. schon während des Essens Schmerzen einstellen würden.
Was das Gewicht angeht hab ich mir schon 23 kg (Flugzeug-> Koffer) zumuten müssen. Hab aber mit Hebeln (übers Knie wälzen) getrickst. Schmerzen hatte ich dabei keine, aber ich denke auch, dass man das Reißen direkt fühlen müsste. Was mir mehr Kummer macht, sind immer noch Niesen, Husten etc. Die OP ist jetzt exakt 6 Wochen her und der Bauchraum wölbt sich beim Niesen immer noch vor. Nun weiß ich nicht, ob ich nun nur zu sensibel auf den Bereich da unten reagiere oder ob das normal ist. Denn im Vergleich dazu wölbt sich bei der Niesanspannung auch meine nicht-operierte/ intakte rechte Seite vor. Halt nicht so stark, weil kein Gewebe vernäht/ übernäht wurde. Leider haben mir meine Bekannten aber auch gesagt (auch der Lichtenstein-Operierte), dass die Beschwerden bis zu einem Jahr dauern können.
Was mich nur momentan viel mehr stört, ist das Gefühl in den Hoden. Die Sensibilität und dass der Hoden auf der operierten Seite tiefer hängt. Angeblich wird während der OP am Samenstrang auch gezogen und der Muskel, der den Hoden zum Körper ziehen sollen, wenn die Umgebungstemperatur zu kalt ist (Auskühlung des Hodens muss ja auch vermieden werden) teilweise entmantelt werden muss, damit die Nahtstelle um den Samenstrang eng genug ist, damit nach der OP keine "Hodenhernie" (weiß nicht, ob der Terminus so stimmt) entsteht. Jedenfalls sei es auch möglich in dieser Übergangszeit ein Rausdrücken des Darms in den Hodensack zu bekommen. Und darauf hab ich weiß Gott keine Lust.
Ich hoffe, ich konnte ein bisschen weiterhelfen und freue mich auf weitere Beiträge. Tut gut, das mal loszuwerden und mit mehr Leidtragenden auszutauschen.

Gruß Axel

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Markus
Datum: 26. April 2007 06:33

Hallo.
Leider bin ich etwas im Stress.
Mein Stechen über dem Beckenknochen hält an. Symptome halten weiter an. Die gleichen Schmerzen hatte ich vor der OP. Was ist das? Wie erklären sich diese Schmerzen, da der Bruch ja jetzt zu ist?
Hoden sind immer noch leicht empfindlich. Meiner hängt jetzt allerdings höher als vorher.
Das mit dem Tragen wundert mich. Mein Arzt hat das als wichtigsten Faktor aufgezählt. Kannst vom Glück sprechen, wenn bei 20kg nichts passiert ist.
Weiterhin gute Besserung.
Markus

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Axel Hernienfan
Datum: 21. Mai 2007 11:09

Hi Markus,

das mit dem Stress kenn ich doch irgendwoher winking smiley Aber zum Thema. Bin nun in der 10. postoperativen Woche auf den Tag genau und habe auch noch immer das Zwicken über dem Beckenknochen, was aber mehr Richtung Körpermitte gewandert ist (3-4 cm vielleicht). Das Ziehen am Hoden ist immer noch und jetzt - da die Temperaturen steigen - noch schlimmer, weil der Hodensack erschlafft um die Hoden besser von der Körpertemperatur wegzubekommen. Leider ist das meinem Samenstrang wohl nicht so recht. War beim Arzt, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe und bin jetzt wieder auf Schmerzmitteln. Hab gesagt bekommen, dass ich eigentlich 3 Monate lang gar nicht hätte belasten dürfen. Hätte ich mich 3 Monate etwa krankschreiben lassen sollen? AN ALLE: aufgepasst bei Novalgin, ist indiziert für evtl. Abhängigkeit Ibuprofen-Derivate sollen schwächer und sollen - was Abhängigkeit angeht - sicherer sein.
Was ich ganz wichtig finde, ist dein Satz "die gleichen Schmerzen hatte ich vor der OP" - ganz genauso fühle ich mich momentan. Ich halte noch immer beim Husten/ Niesen/ lauten Sprechen die Hand in der Hosentasche dagegen - genau wie vor dem Bruch. Die Narbe unter der Haut wird weicher und vielleicht kommt damit auch wieder Elastizität zurück - aus meinen Ärzten krieg ich leider keine definitven Antworten auf meine Fragen. Aber einen leichten Job haben die Ärzte nicht - also bitte nicht als Anklage verstehen!!!!
Was ich nicht genau weiß, ist, ob wirklich nichts passiert ist beim Koffertragen. Eigentlich glaub ich es ja nicht, definitv weiß ich wohl erst kommenden Freitag Bescheid. Da ist nun Ultraschall angesetzt um Rückfall oder Narbenbruch zu untersuchen. Wünsch mir Glück, wenn du das hier noch rechtzeitig liest. Ich bin gespannt auf das Ergebnis, ein bisschen Fracksausen hab ich aber auch, denn ich will nicht nochmal aufgeschnitten werden.
Nimmst du eigentlich noch Schmerzmittel? Denn ohne kann ich noch immer nicht sauber aufrecht gehen oder mich zurücklehnen. Mein Rücken dankt mir meine Schonhaltung mit Schmerzen. Klasse Wahl, aufrecht gehen, damit die Rückenschmerzen aufhören - aber dafür tut dann wieder der Rumpf vorne weh winking smiley
Ich bin aber auch ein Jammerlappen - oder doch nicht?

viele Grüße
Axel

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Markus
Datum: 21. Mai 2007 14:17

Hallo.
Meine Beschwerden haben sich im Grunde komplett gelegt (9 KW nach OP). Hin und wieder ein wenig Zwicken, Narbe noch ein wenig hart, aber laut Internist sehr gut verheilt. Muss allerdings sagen, dass ich mich sehr geschont habe. Seit der OP nicht mehr als 10 kg getragen, 7 Wochen nicht mehr als 5 kg. Jetzt fange ich langsam mit Joggen an und hoffe, dass alles langfristig hält.
Viel Glück bei der Nachuntersuchung!
Gruß,
Markus

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Leisten Hernie
Datum: 26. Mai 2007 11:33

HI Markus,

ich wünschte, dass es mir auch so ginge. Ich gebe ehrlich zu, dass ich dich beneide. War beim Doc und das Tiefenultraschall hat nicht viel genutzt. Es sind noch Blutergüsse da und Wasser im Hoden. Hab CT Termin. Ich hab echt Schiss. Ich wünsche dir alles Gute. Für mich wirds hart. Hoffe, dass es nichts Schlimmes ist. Aber die Schmerzen neben dem Schamhügel sind abartig. Ich fürchte, dass mein Arbeiten mir das eingebrockt hat. Die 5 und 10 kg konnte ich nie einhalten. Nun bezahle ich wohl meinen Preis, obwohl mir nichts direkt durchgeknallt ist. Ich bete einfach nur, dass es bald vorüber ist. Drück mir die Daumen.
Axel

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: mike182
Datum: 19. November 2007 22:31

Leisten Hernie schrieb:
-------------------------------------------------------
> HI Markus,
>
> das mit dem Zwicken war bei mir auch, weil eben
> die ganze Geschichte schon lädiert war. Ich hatte
> zwar keinen richtigen Leistenbruch, sondern nur
> eine Vorwölbung, die man aber nicht mehr
> zurückschieben konnte (reponieren, jaja, hab ich
> mich voll schlau gemacht winking smiley . Jedenfalls vermute
> ich, dass es bei dir ähnlich sein wird. Auch ich
> habe auf einmal, als es im Bekanntenkreis viele
> Leute kennengelernt, die das auch hatten, aber nie
> davon erzählten. Teste es doch einfach mal aus.
> Ich weiß von mir, dass ich seit der OP und den
> Taubheitsgefühlen in dem ganzen Bereich "da unten"
> auch Schwierigkeiten habe, zu fühlen, ob ich auf
> die Toilette muss. Iss mal auf bereits gefüllten
> Darm (also bevor du Stuhlgang hast) noch was. Dann
> ist der Magen (auch durch zugeführte
> Flüssigkeiten, die ihr Volumen einfach haben) noch
> zusätzlich gefüllt. Würde mich nicht wundern, wenn
> sich evtl. schon während des Essens Schmerzen
> einstellen würden.
> Was das Gewicht angeht hab ich mir schon 23 kg
> (Flugzeug-> Koffer) zumuten müssen. Hab aber mit
> Hebeln (übers Knie wälzen) getrickst. Schmerzen
> hatte ich dabei keine, aber ich denke auch, dass
> man das Reißen direkt fühlen müsste. Was mir mehr
> Kummer macht, sind immer noch Niesen, Husten etc.
> Die OP ist jetzt exakt 6 Wochen her und der
> Bauchraum wölbt sich beim Niesen immer noch vor.
> Nun weiß ich nicht, ob ich nun nur zu sensibel auf
> den Bereich da unten reagiere oder ob das normal
> ist. Denn im Vergleich dazu wölbt sich bei der
> Niesanspannung auch meine nicht-operierte/ intakte
> rechte Seite vor. Halt nicht so stark, weil kein
> Gewebe vernäht/ übernäht wurde. Leider haben mir
> meine Bekannten aber auch gesagt (auch der
> Lichtenstein-Operierte), dass die Beschwerden bis
> zu einem Jahr dauern können.
> Was mich nur momentan viel mehr stört, ist das
> Gefühl in den Hoden. Die Sensibilität und dass der
> Hoden auf der operierten Seite tiefer hängt.
> Angeblich wird während der OP am Samenstrang auch
> gezogen und der Muskel, der den Hoden zum Körper
> ziehen sollen, wenn die Umgebungstemperatur zu
> kalt ist (Auskühlung des Hodens muss ja auch
> vermieden werden) teilweise entmantelt werden
> muss, damit die Nahtstelle um den Samenstrang eng
> genug ist, damit nach der OP keine "Hodenhernie"
> (weiß nicht, ob der Terminus so stimmt) entsteht.
> Jedenfalls sei es auch möglich in dieser
> Übergangszeit ein Rausdrücken des Darms in den
> Hodensack zu bekommen. Und darauf hab ich weiß
> Gott keine Lust.
> Ich hoffe, ich konnte ein bisschen weiterhelfen
> und freue mich auf weitere Beiträge. Tut gut, das
> mal loszuwerden und mit mehr Leidtragenden
> auszutauschen.
>
> Gruß Axel

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: wolfgang118
Datum: 20. November 2007 15:58

Hi,
hatte zwar hier schonmal was geschrieben aber mein Beitrag iss wohl untergegangen.
Meine Frage:
Habe wenn ich pressen muss manchmal das Gefühl das in der linken Seite/Bruchpforte jemand mit dem Finger von innen gegen die Bauchwand drückt.Ist manchmal auch kurz in der Ruhephase.
Auch stellte ich fest, das der linke Hoden sich beim pressen Richtung Bauch hochzieht.
Habe machnmal auch ein leichtes ziehen im linken Hoden. Kann es sein, das auch die Ejakulation schwächer wird?
Der Urologe meinte ich hätte ne weiche Leiste aber die Bruchpforte wäre noch geschlossen.Ist da vielleicht eine Leistenhernie im Anmarsch?

Leistenbruch nach laparoskopischer op
geschrieben von: Bernd
Datum: 24. August 2008 14:24

Bin ein Tag nach einer laparoskopischen op entlassen worden. keine wesentlichen Schmerzen. Der Hodensack füllte sich allerdings prall mit Flüssigkeit, nach dem vierten Tag färbt er sich Blutergussartig. Heißt das, dass Flüssigkeit nach der op sich dort noch ansammelt? Wie geht sie weg? Könnten es auch Nachblutungen sein? Gibt es eine Versorgungsmethode?
An der Stelle am Oberschenkel, wo ein Elektro??? Pfalster klebte, ist meine Haut großflächig taub. Warum ist das so? Wie lange wird das bleiben?
Alles andere war reibungslos, ich kann mich auch schon nahezu schmerzfrei bewegen, z.b. 90 minuten nordic walken.
Danke für kompetente Antworten

Bluterguß, Schwellung, Taubheitsgefühl - alles super???
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 24. August 2008 20:19

Hallo Bernd,
'alles ohne Probleme, super gut - nur mein Hodensack ist geschwollen und blau und mein Bein ist taub'
'egal, gehe trotzdem 90 Minuten walken.....'
Sie sollten mal schleunigst 1. aufhören sich so stark zu belasten unmittelbar nach OP und 2. sich bei Ihrem Operateur melden und persönlich untersuchen lassen!

Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
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Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

Re: Leistenbruch, Leistenhernie, 4. postoparitve Woche
geschrieben von: Reinhard
Datum: 23. Oktober 2008 20:07

Hallo
Vielen Dank für die vielen Berichte, dass es auch nach 4 Wochen noch schlecht ist.
(Meine Ärzte hatten nach 2 Wochen Arbeitsfähigkeit prognostiziert, was aber nicht so war)
Nach 4 Wochen hab ich Wasser im Operationsgebiet (beidseitige offene Hernie OP, davon kann ich wenns irgend gehtnur abraten)

Frage: Ist es gegen das Wasser eher gut stillzuhalten, oder ist Bewegung besser?

Reinhard



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