Datum: 29. Juli 2007 12:01
Hallo Katja,
von allen Verhütungsmethoden ist die Sterilisation des Mannes sicher die mit zuverlässigste überhaupt - und verglichen mit der Sterilisaiton der Frau natürlich technisch auch viel einfacher.
Wenn nach einer Sterilisation in mehrfacher Spermaanalyse (Spermiogramm) nachgewiesen wurde, daß der Samenerguß keine Samenzellen mehr enthält, ist eine Schwangerschaft sehr sehr unwarscheinlich.
Es gibt tatsächlich seltene Fälle von sogenannter 'spontaner Rekanalisierung', d.h. dass die Samenleiterenden 'von selbst' wieder Kontakt haben und Fruchtbarkeit eintritt. Ich kenne übrigens persönlich einen Urologen (!!!) dem genau dieses passiert ist...... trotzdem kann man allgemein sagen, dass es sich um sehr seltene Einzelfälle handelt.
Sie können ja im Zweifel nochmals ein Spermiogramm machen lassen.
Es gibt in der medizinischen Literatur ganz vereinzelte Fallberichte über eine Vaterschaft trotz Sterilisation und negativem Spermiogramm - diese Fälle sind aber solche Raritäten, dass über einzelne Fälle Berichte veröffentlicht werden.
So nach dem Motto: 50.000 Leute im Stadion....und einer kriegt den Ball an den Kopf...
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.07 12:02.