Düsseldorf :  Patientenforum
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Ejakulieren nach Innen
geschrieben von: Alfred
Datum: 15. April 2007 17:13

Bin 65 und habe vor ca. 5 Monaten ein Aneurysma der Bauchaorta operativ korrigieren lassen müssen (seitlicher Zugang).
Zur Zeit ist die Situation so, dass ich wohl gefühlsmäßig schon annähernd einen normalen Höhepunbkt erlebe, jedoch keinerlei Austritt von Flüssigkeit habe. Weder einen durch die Erregung bedingten Austritt von Gleitflüssigkeit noch einen Austritt von Ejakulat.

Mein Chirurg erklärte mir, dass bei einem Teil der Patienten, auch bei seitlichem Eingriff, eine derartige Situation eintreten kann. Das ejakulieren "nach Innen" ist gefahrlos und wird sich frühestens in einem Jahr, eher aber nichtmehr normalisieren.

Ich habe aus dieser Situation kein Problem mit meiner Ehepartnerin. Es würde mich aber doch die Ansicht eines Urologen der Paracelsus Klinik dazu interessieren.

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
Alfred

Re: Ejakulieren nach Innen
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 21. April 2007 12:35

Hallo Alfred,
Ihr Chirurg hat recht. Eine 'nach innen gehende Ejakulation', im medizinischen auch 'Retrograde Ejakulation' genannt, ist eine nicht ungewöhnlich Folge von Bauchoperationen, insbesondere nach Aneuryma-OP.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

Ejakulation nach Innen
geschrieben von: Frank Mensak
Datum: 01. August 2007 11:42

Hallo liebes Ärzteteam der Paracelsus Klinik Golzheim.

Auch bei mir ist das selbe Problem wie bei "Alfred" vorhanden. Ebenfalls nach einer Aneurysma- OP (rechtsseitig nähe Beckenboden), ist bei mir der Samenfluß nach außen unterbrochen bzw. nicht mehr vorhanden. Erklärt wurde mir, dass bei der OP wohl feine Nerverstränge, die eine gewisse Klappe vor der Blase steuern,beschädigt worden sind.
Desweiteren habe ich z.Zt. noch eine Ureterschiene in mir, die ebenfalls nicht förderlich für meine Libido ist, da sie einen gewissen Schmerz und Urindruck, in der Harnröhre des Penis verursacht.
Meine Frage ist nunmehr zweigeteilt.
1.) Ist es möglich die Fehlfunktion dieser Blasenklappe zu beheben?
2.) Wird der Urindruck nach Entfernung der Schiene wieder normal sein?
Zur weiteren Erklärung. Ich bin 44 Jahre alt zur Zeit leider Single und wie soll man so etwas einer möglichen neuen Partnerin erklären?
Es ist eine zusätzliche psychische Belastung, die den gesamten Heilungprozess nicht gerade begünstigt.
Ich hoffe auf eine Antwort und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Frank Mensak

Re: Ejakulation nach Innen
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 09. August 2007 18:20

Hallo Frank,
zu 1.: meist lässt sich das Problem nicht mehr korrigieren. Bei Kinderwunsch ist es möglich, einen Behandlungsversuch mit Medikamenten zu unternehmen, der aber nur selten erfolgreich ist. Oft ist eine künstliche Befruchtung notwendig.
zu 2.: Der Harndrang wird vermutlich nach entfernen der Sonde nachlassen.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

Re: Ejakulieren nach Innen
geschrieben von: Th. Schreier
Datum: 27. November 2008 18:14

Guten Tag,
ich leide seit einigen Jahren an den angeblich üblichen Altersproblemen (62 J.) im Zusammenhang mit der Prostata (Harndrang, jedoch gleichzeitig gebremster, schubweiser Harnfluss, etc.) und auch an erektiler Dysfunktion im leichteren Fall (Diabetes II) bei augenscheinlich nicht (!!) vergrößerter Prostata. Mein Urologe verschrieb mir ALNA, wies mich aber auf eine mögliche Ejakulation nach innen hin. Tatsächlich kommt es auch hin und wieder dazu. Hierzu habe ich 3 Fragen:

1. Ist damit zu rechnen, dass diese Ejakulation nach innen sich wieder normalisiert und unter welchen Umständen?
2. Wie kommt es zu dem Phänomen, dass beide Richtungen möglich sind, wie wird das ausgelöst, kann ich etwas tun, um die Richtung zu beeinflussen?
3. Kann ein anderes Medikament das Problem lösen?



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