Düsseldorf :  Patientenforum
In unserem Forum haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu urologischen Sachverhalten und Problemen zu stellen und auf Beiträge zu antworten. Selbstverständlich können Sie dies anonym tun. Ausgewählte Fragen werden von einem Oberarzt unserer Klinik beantwortet. Bitte beachten Sie: Alle Anfragen werden nach aktuellem medizinischem Wissensstand beantwortet, dennoch kann ein Internetforum natürlich nicht den Besuch beim Arzt ersetzen!  
E-Mail Adresse
geschrieben von: Dr. Oliver Moormann
Datum: 25. März 2003 16:35

An Frau Doris Müller

Sehr geehrte Frau Müller,

Sie müssenmich bitte entschuldigen, aber ich habe Ihre Anfrage, die die Krankengeschichte Ihres Vaters enthält, aus dem Forum genommen, weil dieses Forum ja eher allgemeine Fragen klären soll.
Ich würde Sie bitten, mir Ihre E-Mail-Adresse zuzusenden, damit ich Ihnen direkt antworten kann.

Harnblasenschwäche
geschrieben von: Richard Petermann
Datum: 04. April 2003 00:20

Sehr geehrter Herr Dr. Moormann,
aufgrund Harnverhalts wurde eine Restharnmenge von 800 ml festgestellt.
Ich bin 55 und hatte vor 31 Jahren einen Lendenwirbelbruch. Wegen einer uU damit zusammenhängenden leichten neurogenen Störung und einer wohl völligen Erschlaffung der Blasenmuskulatur sowie einer vergrößerten Prostata führt dies nicht zum Entleeren der Harnblase, es wurde mir ein suprapubischer Katheder gelegt.
Eine Harnblasendruck-Messung hatte als Ergebnis, dass auch bei 500 ml noch keine nennens-werten Reaktionen (Harndrang, Ausschlag der Elektroden)erfolgten. Es wurde mir von meinem Urologen eine Operation der Prostata empfohlen.
Meine Fragen:
Gibt es noch eine andere, weniger gravierende Behandlungsmöglichkeit?
Baut sich der Blasenmuskel nach einer Operation an der Prostata wieder auf?
Inwieweit lässt sich die Blase wieder funktionsfähig machen? wenn nicht, was dann?
Vielleicht können Sie mir bald auf meine Fragen kurz im Rahmen Ihrer Möglichkeiten an meine e-mail-Adresse antworten, auf jeden Fall jetzt schon vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Richard Petermann

Re: Harnblasenschwäche
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 04. April 2003 16:18

Sehr geehrter Herr Petermann,
möglicherweise haben Sie ungerechtfertigte Befürchtungen vor einer Prostataoperation. Die operative Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung (durch offenen Operation oder endoskopisch durch die Harnröhre) ist ein Standard-Therapie Verfahren.
In der Paracelsus Klinik Golzheim führen wir jährlich mehrere hundert Eingriffe dieser Art durch und erreichen damit eine hohe Patientenzufriedenheit bei geringen Komplikationsraten.
Es wird eine Vielzahl von Alternativbehandlungen angeboten, deren Aufzählung den Rahmen des Forums sprengen würde; zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich bisher kein alternatives Behandlungskonzept gegenüber den Standard-Operationen durchsetzen konnte. Die bei uns eingesetzten Verfahren gelten, bei der Abwägung der Risiken gegen den Behandlungserfolg, weltweit als ?Goldstandard?.
Die Erfahrung zeigt übrigens, das sich auch Blasenmuskeln, die durch eine langjährige Blasenentleerungsstörung erschlafft sind, sich nach Beseitigung des Abflusshindernisses wieder erholen können; regelmäßige Kontrollen sollten Sie allerdings auch nach einer Operation durchführen lassen.
Falls bei Ihnen zusätzlich eine neurogen verursachte Blasenentleerungsstörung vorliegt, ist gegebenenfalls noch eine medikamentöse Therapie notwendig. Um dies beurteilen zu können, ist jedoch die genaue Kenntnis Ihrer Untersuchungsergebnisse notwenig.
Mit freundlichen Grüssen

Dr. Martin J. Petsch
Oberarzt
dr.martin.petsch@pk-mx.de



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