Re: Harnblasenschwäche
geschrieben von:
Dr. Martin Petsch
Datum: 04. April 2003 16:18
Sehr geehrter Herr Petermann,
möglicherweise haben Sie ungerechtfertigte Befürchtungen vor einer Prostataoperation. Die operative Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung (durch offenen Operation oder endoskopisch durch die Harnröhre) ist ein Standard-Therapie Verfahren.
In der Paracelsus Klinik Golzheim führen wir jährlich mehrere hundert Eingriffe dieser Art durch und erreichen damit eine hohe Patientenzufriedenheit bei geringen Komplikationsraten.
Es wird eine Vielzahl von Alternativbehandlungen angeboten, deren Aufzählung den Rahmen des Forums sprengen würde; zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich bisher kein alternatives Behandlungskonzept gegenüber den Standard-Operationen durchsetzen konnte. Die bei uns eingesetzten Verfahren gelten, bei der Abwägung der Risiken gegen den Behandlungserfolg, weltweit als ?Goldstandard?.
Die Erfahrung zeigt übrigens, das sich auch Blasenmuskeln, die durch eine langjährige Blasenentleerungsstörung erschlafft sind, sich nach Beseitigung des Abflusshindernisses wieder erholen können; regelmäßige Kontrollen sollten Sie allerdings auch nach einer Operation durchführen lassen.
Falls bei Ihnen zusätzlich eine neurogen verursachte Blasenentleerungsstörung vorliegt, ist gegebenenfalls noch eine medikamentöse Therapie notwendig. Um dies beurteilen zu können, ist jedoch die genaue Kenntnis Ihrer Untersuchungsergebnisse notwenig.
Mit freundlichen Grüssen
Dr. Martin J. Petsch
Oberarzt
dr.martin.petsch@pk-mx.de