Düsseldorf :  Patientenforum
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IPP OP per TAP um Verkürzung zu vermeiden?
geschrieben von: amar7
Datum: 21. November 2010 15:09

Hallo Dr. Petsch,

erstmal möchte ich Ihnen danken, dass Sie sich die Zeit nehmen hier unentgeltlich den Fragenden und Interessierten sich zur Beratung und Antwort zur Verfügung zu stellen, was keine Selbstverständlichkeit ist.

Meine Frage lautet, ob sie eine IPP OP mit der TAP-Methode anbieten oder der mikrochirurgischen Plaque-Entfernung, die eine Verkürzung verhindert und zusätzlich das Risiko einer Nervenschädigung/Venenschädigung mindert.
Bei mir ist bereits eine Verkürzung durch die IPP-Erkrankung entstanden, daher wäre eine weitere Verkürzung für mich nicht hinnehmbar, denn mit 2cm weniger wäre ich schon einem pathologischen Mikropenis mit 7.5cm erigiert ziemlich nahe, mehr will ich jetzt dazu nicht sagen.

Wenn Sie diese Operationsmethode anbieten, würde das auch die gesetzliche Krankenkasse übernehmen?

Gerne würde ich auch zum Ablauf mehr wissen. es ist ja eigentlich logisch dass eine Verkürzung eintritt. Diese wird vermieden, indem der Operateur anstelle der verkalkten stelle, die entfernt wird, irgendwas Körpereigenes einfügt, soweit ich verstanden hab.
Nur wie nimmt das der Körper auf und bekommt der Schwellkörper an der Kalk-entfernten Stelle dann wieder den vorherigen Umfang?

Gruß

Re: IPP OP per TAP um Verkürzung zu vermeiden?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 29. Dezember 2010 08:20

Hallo Amar,
danke für Ihren Beitrag und Ihre wichtigen Fragen.
Bei IPP Patienten ist das Thema 'Wiederherstellung der ursprünglichen Länge' besonders schwierig, da ja durch die Erkrankung selbst schon eine deutliche Verkleinerung und Verkürzung des Penis häufig stattfindet. Da ist es wichtig, dass durch die Aufrichtungsoperation keine zusätzliche Verkürzung eintritt sondern ggf. sogar eine 'Wiederverlängerung' erreicht werden kann.
In vielen Fälle ist dies möglich - ich entferne bei diesen Patienten das IPP Material aus dem Schwellkörpergewebe und setzte hier eine Deckungsmaterial ein (SIS) um den Defekt zu stabilisieren, die ursprüngliche Länger wiederherzustellen und um Einschnürungen zu vermeiden. Die ist auch fast immer möglich.
Ob diese OP Methode für Sie in Fragen kommt (wird übrigens von der Krankenkassen bezahlt) sollten wir in einem persönlichen Termin klären - bitte melden Sie sich telefonisch, dann können wir Ihnen eine Konsultation in der andrologischen Sprechstunde der Klinik anbieten.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de



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