Düsseldorf :  Patientenforum
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Refertilisation
geschrieben von: Nicole Engel
Datum: 03. Januar 2006 17:49

Her Herr Dr. Petsch,

unter www.androdoc.de steht, das eine Mikrochirurgische beidseitige Vaso-Vasostomie in Zweischichttechnik einschl. Narkose, Beratungsgespräch, Untersuchungen, Labor sowie aller übrigen ärztlichen Leistungen 1800 Euro kostet.

Bei meinem Mann wurde eine Vasektomie von einem Samenleiter durchgeführt, da der andere Samenleiter durch einen Leistenbruch in der Kindheit nicht mehr arbeitete. Ist die OP dann genauso teuer?

MFG
Nicole Engel

Kosten der Refertilisation
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 04. Januar 2006 08:04

Hallo Frau Engel,

bisher hatten wir noch keinen Fall, bei dem die Refertilisierung nur an einem Samenleiter durchzuführen war.
Die Abrechnung der Operation richtet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte, ich werde Ihre Anfrage daher an unsere Abrechnungsabteilung weiterleiten und Sie erhalten Nachricht, ob sich die Kosten verringern. Ich vermute mal dass ja.
Bitte beachten Sie aber, dass zu den eigentlichen OP Kosten noch die Krankenhauspauschale von Euro 500,- zu addieren sind, die von Verwaltungsseite sicher immer in voller Höhe angesetzt werden.

Ich erhalte öfter Anfragen, ob eine Finanzierung der OP möglich ist: Grundsätzlich sollten Sie versuchen, die OP vollständig zu bezahlen. In Einzelfällen ist es sicher möglich, eine Ratenzahlung mit unserer Verwaltungsabteilung zu vereinbaren. Ansprechpartner in der Verwaltung ist die Leiterin der Buchhaltung und Abrechnung Frau Thamm. Ich leite Ihre Anfragen gerne an Frau Thamm weiter.

An alle übrrigen Interessierten: Die Kosten für eine Refertilisierungsoperation sind in einer Pauschalen zusammengefasst. In dieser Pauschale sind sämtliche Kosten einschließlich aller Übernachtungskosten (für den Patienten) enthalten. Eine einseitige Refertilisierungsoperation führe ich nur aus medizinischen Gründen durch, also wenn z.B. ein Samenleiter nicht vorhanden ist. Wir bieten keine einseitige Refertilisierungsoperation zur Kostenersparnis an - ich halte so ein Angebot auch für unseriös. Es ist m.E. nicht sinnvoll, nur eine Seite zu rekonstruieren, wenn eine beidseitige OP möglich ist.

Sie finden hier im Forum übrigens weitere Informationen zum Thema Refertlisierung bei erneutem Kinderwunsch nach Sterilisation des Mannes.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
www.androdoc.de
www.paracelsus-kliniken.de/duesseldorf



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.06.08 08:50.

Re: Kosten der Refertilisation
geschrieben von: Susanne Klein
Datum: 23. Januar 2006 15:55

Sehr geehrter Herr Dr. Petsch,

ich bin 40 Jahre alt, habe 3 Kinder und habe mich vor 9 Jahren sterilisieren lassen. Da ich seit einigen Jahren einen neuen Partner habe,mit dem der Kinderwunsch sehr groß ist, haben wir es mit künstlicher Befruchtung versucht.
Nach nunmehr 4 erfolglosen Embryo-Transfers (haben noch zwei weitere Versuche, 4 weitere befruchtete Eizellen eingefroren) fragen wir uns nun, ob, sollten diese Versuche auch zu keinem Erfolg führen, es sinnvoll wäre eine Refertilisation bei mir vorzunehmen.
Wir leben in Stuttgart. Vielleicht können Sie uns ja Ärzte in der Umgebung nennen, die Erfahrung bei der Refertilisation bei Frauen haben.

Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Susanne Klein

Refertilisation bei Frauen
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 23. Januar 2006 17:13

Hallo Frau Klein,
ich werde versuchen, mich über Refertilisation bei Frauen zu informieren, da ich viele Anfragen zu dem Thema erhalten.
Aber es bleibt dabei:
Wir sind eines der führenden Zentren für mikrochirurgische Refertilisationsoperationen (Vasovasostomy, vasectomy reversal) bei Männern, nicht bei Frauen.
Wir führen keine Refertilisationen bei Frauen durch und ich kann Ihnen leider auch keine Experten für diesen Eingriff nennen.
Ein sehr informatives Patientenforum zu diesem Thema finden Sie unter
www.runnersworld.at/kinderlos, dort auch Adressen von Spezialisten für Refi bei der Frau.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie

Re: Refertilisation
geschrieben von: Cristiane Nöll
Datum: 23. Juli 2006 03:11

Hallo,

mein Freund hat in seiner damaligen Ehe eine Sterilisation vornehmen lassen, da er bereits drei Kinder hat. Die Zwillinge sind nun 2 1/5 Jahre alt. Nun wollte ich jedoch nicht auf Kinder verzichten, zumindest ein Kind hätte ich gerne. Es reicht mir nicht alle zwei Wochen seine Kinder zu haben. Jetzt haben wir nicht die finanziellen Mittel um diese Sterilisation rückgängig machen zu lassen, da ihm ja nach Abzug des Unterhaltes nur knapp 750 Euro im Monat bleiben.
Nun meine Frage: Gibt es auch noch andere Möglichkeiten an ein Kind zu kommen durch diesen Mann? Habe ich es richtig verstanden, daß Samen trotzdem produziert werden und nur nicht weiter geleitet werden können? Kann man diese Samen nicht irgendwie entnehmen um eine künstliche Befruchtung zu versuchen?

Vielen Dank

Christiane

Re: Refertilisation
geschrieben von: Yvonne
Datum: 09. April 2008 21:59

Guten Abend Herr Dr. Petsch,

mein Freund hat sich vor 10 Jahren sterilisieren lassen! Unser Kinderwunsch ist derweil sehr gross geworden.

Wir möchten die Sterilisation nicht rückgängig machen, da wir nur ein einziges Kind haben möchten (möchte auch weiterhin auf die Pille verzichten)!!

Ist es möglich den Samen meines Freundes aus dem Hoden zu ziehen und bei mir künstlich einsetzten zu lassen??

Wenn ja, wer kann so einen Eingriff veranlassen? Der Urologe oder Gynäkologe??
In welcher Klinik oder welcher Arzt für dies durch??

Übernimmt die Krankenkasse einen Teil oder soger den Gesamtbetrag, da Frau "RECHT" auf Nachwuchs hat???

Kann ein solcher Eingriff bei mir und meinem Partner zur gleichen Zeit, Tag, selber Raum durchgeführt werden??

Wie hoch werden die Kosten sein??

Vielen Dank im voraus

Re: Refertilisation
geschrieben von: Cora
Datum: 11. April 2008 15:09

Sehr geehrter Herr Dr. Pertsch,

wir haben uns schon viel über dieses Thema infomiert und sind uns auch sicher diese OP durchführen zu lassen, in Stuttgart. Allerdings kommen einem doch immer wieder Fragen, welche ich hoffe sie uns beantworten können. Mein Mann ist seit 8 Jahren sterilisiert und nun haben wir einen gemeinsamen Kinderwunsch. Laut meines FA steht einer Schwangerschaft nichts im Wege, von meiner Seite. Nun meine Fragen: wird während der OP ein Spermiogramm gemacht und wenn ja, was ist wenn man unbewegliche Spermien vorfindet würde man dann weiter operieren? Oder besteht die Chance das die Spermien wieder aktiv werden?

Vielen Dank für die Antwort

Cora

Re: Refertilisation
geschrieben von: heike
Datum: 08. Januar 2009 19:06

Hallo sehr geehrter Herr Dr.Martin Petsch

Mein Freund 52 hat sich vor ca. 15 Jahren einer Vasektomie unterzogen, jetzt besteht der kinderwunsch bei uns beiden.
Ich bin 25 und habe noch keine kinder meine frage, besteht bei einer refertilisation die aussicht auf eine schwangerschaft????

Mein Freund hat bereitz drei Erachsene Kinder!!

Ich habe noch eine kleine bitte!
gebe es die möglichkeit informations material über die OP und die Kosten zu bekommen.

Ich möchte mich schonmal im vorraus bei Ihnen bedanken!!

Ich würde mich sehr über eine antwort freuen

Mit freundlichen Grüßen
heike

Re: Refertilisation
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 17. Januar 2009 14:39

Hallo Heike
Sie erhalten Infos per Mail.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
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Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

Re: Refertilisation
geschrieben von: Ines
Datum: 21. Januar 2009 20:57

Sehr geehrter Herr Dr. Petsch,

ich habe das gleiche Problem wie die anderen Frauen auf dieser Seite. Mein Partner hat vor ca. 6. jahren eine Vasektomie durchführen lassen. Ich selbst bin 30 Jahre alt und wünsche mir ein Kind. Mein Partner auch, ist aber unsicher ob er nochmal Vater werden kann. Welche Möglichkeiten (Refertilisation/künstliche Befruchtung) gibt es, wie hoch ist die Chance auf eine Schwangerschaft und können Sie Informationen zu den Kosten geben?

Vielen Dank im Voraus,
Ines

Re: Refertilisation
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 22. Januar 2009 07:57

Hallo Ines,
Sie erhalten ausführliche Infos per Mail.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
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[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

Re: Refertilisation
geschrieben von: silvana geißler
Datum: 28. Januar 2010 11:12

Sehr geehrter Herr Dr. Petsch

Mein Mann hat sich vor einem jahr sterilisieren lassen nun erwägen wir diese wieder rückgängig machen zulassen.Welche kosten kommen auf uns zu da wir auch nur begrenzt die finanzellen Mittel haben.Kann man auch eine Ratenzahlung vereinbaren.Welche kliniken gibt es in bayern die so einen Eingriff machen.Wir wohnen in Deggendorf. Über Informationen würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Familie Geißler

Re: Refertilisation
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 08. Februar 2010 15:40

Hallo Familie Geissler,
Sie erhalten weitere Infos per Mail.
Sorry, aber Finanzierungen können wir leider nicht anbieten.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
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[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

Re: Refertilisation
geschrieben von: Ramona
Datum: 02. Januar 2011 23:15

Hallo Dr. Petsch,

mein Mann hat sich 2008 einer Vasektomie in der Leistengegend unterzogen. Er wird 42 und ich bin 36 jahre alt. Mein Mann hat bereits 2 Kinder im Alter von 14 und 6 Jahren. Ich habe eine 11jährige Tochter. Aufgrund der Sterilisation und meiner Endometriose wurde uns nahegelegt eine icsi durchführen zu lassen. Leider war der 1. Versuch erfolglos und dementsprechend teuer. Jetzt überlegen wir, die Vasektomie rückgängig machen zu lassen - allerdings mit der Frage, ob eine natürliche Schwangerschaft aufgrund meiner Krankheit generell möglich ist.
Wir wohnen zwischen Bremerhaven und Bremen und hätten die Frage, ob es hier im Norden auch eine führende Klinik mit Spezialisten gibt. Die Kryotese meines Mannes wurde von Prof. Schulze in der Hamburger Uniklinik vorgenommen.
Wie hoch wären evtl. die Erfolgschancen bei unseren Vorgeschichten in Sachen Schwangerschaft und was würde der Eingriff kosten?
Meine OP der Endometriose erfolgte übrigens im Juni 2009.
Für Ihre Mühe und Rückantwort bedanke ich mich bereits sehr herzlich im voraus.

Mit freundlichen Grüßen


Ramona



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.01.11 10:21.

Refertilisation - Vasektomie in der Leiste, Endometriose
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 03. Januar 2011 10:21

Sehr geehrte Ramona,
danke für Ihren Beitrag.
Ich führe auch Refertilisierungen bei Patienten durch, deren Vasektomie in der Leiste durchgeführt wurde. Vorraussetztung für das Gelingen der Refertilisierung ist natürlich, dass ich bei Enden den Samenleiters (also das Ende vom Hoden und das Ende, dass im Köper weitergeht) auch wirklich finden kann. Wenn dies gelingt (was meist der Fall ist) so ist die Prognose für einer erfolgreiche Wiederherstellung der Fruchtbarkeit Ihres Partner nach meiner Erfahrung sehr günstig. Einschränkung: Patienten, welche die Vasektomie im Rahmen einer laparaskopischen Leistenhernien OP haben durchführen lassen, kann ich normalerweise nicht refertilitieren. Wenn es Ihnen möglich ist sollten Sie bitte versuchen, den OP Bericht der Vasektomie bzw. Leistenbruch OP zu bekommen und mir zuzusenden, damit ich die Prognose einschätzen kann.
Bleibt das 'Problem' Endometriose. Ich kann natürlich als Androloge nicht ganz sicher einschätzen, wie die Fertilität der Partnerin einzustufen ist. Diesbezüglich sollten Sie sich ggf. nochmals von Ihrem Gynäkologen beraten lassen. War die Stimulation für die ICSI kein Problem? Sind schon weitere Maßnahmen bzw. Untersuchungen erfolgt?
Weitere Infos erhalten Sie noch per Mail direkt an Ihren Account, Ihren Nachnamen habe ich aus Ihrem Beitrag gelöscht (Sie sind hoffentlich einverstanden).
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
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[www.androdoc.de]
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Re: Refertilisation
geschrieben von: Lothar
Datum: 01. März 2011 09:09

Sehr geehrter Dr. Petsch,

ich habe mich bereits vor zwei Jahren in der Hamburger Uniklinik zwecks Refertilisierung einer Voruntersuchung unterzogen. Mir wurde mitgeteilt, das mein FSH-Wert mit 8,0U/l im Normbereich liegt und einer OP nichts im Wege steht. Leider musste ich die OP wegen der hohen Kosten (knapp 5000 ?) erstmal verschieben. Daher jetzt meine Frage an Sie: Wie hoch sind die aktuellen OP-Kosten in Ihrer Klinik und auf welche Wartezeit muss ich mich einstellen? Kann ich mich schriftlich anmelden, da ich aus dem Hamburger Raum komme?
Vielen Dank im Vorraus!

Mit freundlichen Grüßen

Lothar

Re: Refertilisation
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 24. März 2011 16:09

Sehr geehrter Lothar,
danke für Ihren Beitrag und bitte entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt dazu komme, Ihnen zu antworten.
Ich hatte eine ähnliche Anfrage via Email, ich vermute daher, dass ich Ihre Fragen bereits beantwortet habe.
Sie haben sicherlich Verständnis, dass ich hier im Forum keine Kostenauskünfte erteilen möchte.
Ich kann Ihnen aber mitteilen, dass wir die Refertilisierung zu einem Komplettpreis anbieten, der ganz erheblich geringer als die von Ihnen genannten Summe liegt.
Bitte wenden Sie sich ggf. mit Ihren Anfrage nochmals individuell per mail an mich, ich übersende Ihnen dann gerne detaillierte Auskünfte.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
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dr.petsch@androdoc.de

Re: Refertilisation
geschrieben von: bimy2002
Datum: 19. April 2011 11:44

Hallo Dr. Petsch

Mein Mann hatte ca. 6 Jahre eine Steri. und hat sich im Oktober 2007 bei Ihnen Operieren lassen. Seitdem probieren wir das ich Schwanger werde. Er nimmt täglich orthomol fertil. Zwei Speriogramme hat er bis jtzt auch machen lassen. Das letzte am 19.04.2010 volumen 5 ml. ph 7,2. Verflüssigung 30 min. Leukozyen 3. Spermienzahl 19,5 Mio./ml Motilität: 7 % gut, 19% mäßig, 39% ortsständig, 35% unbeweglich. Eosintest: 44 % tote Spermien. Im Differentialspermiogramm 26% normale konfigurierte Spermien.
Jetzt weiß ich natürlich nicht ob das gut oder schlechte voraussetzungen sind. Zu welchen weiteren möglichkeiten würden Sie uns raten?

Re: Refertilisation
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 15. Mai 2011 20:07

Hallo Bimy
bitte melden Sie sich nochmals direkt per Mail bei mir, ich werde Ihre Frage dann ggf. individuell beantworten.
Danke.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
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Re: Refertilisation
geschrieben von: Alexandra
Datum: 08. September 2011 17:05

Hallo Herr Dr.Petsch,

mein Mann wurde vor gut 20 Jahren sterilisiert und bekommt seit einem halben
Jahr Testosteronspritzen. Wir würden gerne mal wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit nach so einer langen Zeit besteht, ob noch "brauchbares Material"vorhanden ist. Der Urologe hat uns wenig Hoffnung gemacht und sprach von ca.10%. Wir sind junggebliebene 56 und 42 Jahre alt und haben jeweils aus erster Ehe gesunde Kinder.

Über ihre fachkundige Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit bestem Dank voraus,verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

Alexandra

Re: Refertilisation
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
Datum: 19. Dezember 2011 10:17

Hallo Alexandra,
bei Ihnen kommen mehrere Aspekte zusammen die zu berücksichtigen sind.

Zum einen ist die Vasektomiedauer von 20 Jahren relativ lang, die Prognose für eine erfolgreiche Refertilisierung ist daher vermindert.
Ich habe allerdings eine Reihe von Patienten, die auch nach einer Vasektomiedauer von über 20 Jahren wieder auf normalem Weg Vater geworden sind, mein 'Spitzenreiter' war 30 Jahre sterilisiert und hat nach der Refertilisierung auf natürlichem Weg zwei Kinder bekommen. Ein anderer Patient (schauen Sie mal mit den Suchwörtern 'Refertilisierung' und 'Petsch' bei you tube nach) hat nach 23 Jahren Vasektomiezeit und Refertilisung auch zwei Kinder bekommen und sich sogar wieder von mir sterilisieren lassen.

Bei Ihrem Partner allerdings kommt noch die Testosteronbehandlung hinzu. Diese wird Ihrem Mann sicherlich gut tun, allerdings wird die Samenzellproduktion dadurch vermutlich deutlich gedrosselt - die Testosteronspritzen sollten auf jeden Fall gestoppt werden.

Sie sind mit 42 Jahren in einem Alter, bei dem eine Schwangerschaft auch mit einem Mann, der nicht sterilisiert und refertilisiert wurde, schon langsam etwas unwarscheinlicher wird.

Also alles in allem sehe ich die Prognose für Sie beide als nicht so optimal - dies würde leider auch für eine alternativ mögliche künstlich Befruchtung gelten.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung,
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
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