Palliativstation

Was ist eine Palliativstation

Nach der European Association for Palliative Care (EAPC) versteht man unter Palliativmedizin die angemessene medizinische Versorgung von Patienten mit fortgeschrittenen und progredienten Erkrankungen, bei denen die Behandlung auf die Lebensqualität zentriert ist, und die eine begrenzte Lebenserwartung haben. Die Definitionen der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) sind inhaltlich nahezu identisch, bringen aber den Aspekt der Angemessenheit nicht so deutlich zum Ausdruck, der im Zusammenhang mit der Einrichtung einer Palliativeinheit an der Paracelsus-Klinik Adorf von besonderer Bedeutung ist.

Die Belastung, die unsere Patienten, durch die Erkrankung erfahren, ist eine andere, als die, die seine Angehörigen empfinden. Beides ist jedoch eng miteinander verbunden.

So entlastet jede Verminderung des Leidens des Patienten die Angehörigen. Gleichzeitig führt jede Entlastung der Familie zu einer erhöhten Lebensqualität des Kranken. Deshalb werden in der Palliativversorgung der Patient und seine Angehörigen stets als eine Einheit gesehen. Angehörige benötigen das gleiche Maß an Unterstützung wie der Patient selbst. So empfinden auch sie intensive Gefühle wie Angst oder Niedergeschlagenheit. Die Sorge um den Kranken, die Belastung durch die Pflege, die Regelung organisatorischer Belange, aber auch existentielle Fragen und die Bedrohung des bisherigen Lebensentwurfes führen die Angehörigen oft an den Rand der Erschöpfung. In dieser Zeit sind wir für Sie da. Wir hören Ihnen zu und entwickeln mit Ihnen und dem Team gemeinsame Möglichkeiten.