10. November 2020

Ärzte mahnen: Achten Sie auf die Alarmsignale Ihres Herzens

  • Patienten kommen bei Beschwerden aus Corona-Angst häufig nicht zur Behandlung
  • Paracelsus-Kliniken unterstützen bundesweite Herzwochen zur Volkskrankheit Herzschwäche
  • Spezialisten der Paracelsus-Klinik Hemer warnen davor, Alarmsignale nicht ernst zu nehmen

Das ist nur das Alter, das gibt sich wieder“: Eine oft gehörte Ausrede, wenn beim Treppensteigen die Puste ausgeht, die Fußgelenke geschwollen sind und Schwindelanfälle gehäuft auftreten. Doch hinter diesen Alarmsignalen kann weitaus mehr stecken, warnen Herz-Experten. Denn die vermeintlich harmlosen Symptome können erste Anzeichen für eine Herzschwäche, im schlimmsten Fall sogar Vorboten von Herzinfarkt und Schlaganfall sein. „Wir beobachten in unserer Klinik, dass seit Beginn der Corona-Krise immer weniger Patienten bei Beschwerden zur kardiologischen Untersuchung kommen“, erklärt Dr. med. Ulrich Müller, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin an der Paracelsus-Klinik Hemer. „Und die, die kommen, sind in einem kritischeren Zustand, haben einen erhöhten Behandlungsbedarf.“ Das Phänomen tritt bundesweit an vielen kardiologischen Klinken auf. Offensichtlich aus Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 im Krankenhaus bleiben Patienten auch mit ernsten Symptomen lieber zu Hause. „Das kann lebensgefährlich sein“, warnt der Internist. „Wer unter Atemnot leidet, muss sofort zum Arzt, um die Herzschwäche und ihre Ursachen zu behandeln. Wir haben in unserer Klinik höchste Hygienestandards. Nicht zu kommen, ist der pure Leichtsinn.“

Bundesweiter Aktionstag informiert

Um vor dieser Gefahr zu warnen, hat sich die Klinik in Hemer in diesem Jahr dazu entschlossen, erneut die bundesweiten Herzwochen zu unterstützen. Die Aktion der Deutschen Herzstiftung, die bundesweit bis zum 30. November läuft, findet in diesem Jahr unter dem Motto „Das schwache Herz“ statt und stellt die Volkskrankheit Herzschwäche in den Mittelpunkt. Ihr Ziel ist es, umfassend über die Herzschwäche zu informieren. Denn je früher sie erkannt und behandelt wird, desto günstiger ist ihr Verlauf und desto besser ist vor allem die Lebensqualität der betroffenen Menschen. In Deutschland sind nach Schätzungen bis zu vier Mio. Menschen von einer Herzschwäche betroffen. 2017 gab es in Deutschland rund 465.000 vollstationäre Aufnahmen wegen der Erkrankung. 40.000 Menschen sind 2016 an einer Herzschwäche gestorben.

Über die Paracelsus Hemer

Die Paracelsus-Klinik Hemer ist ein Akutkrankenhaus für die Stadt Hemer und Umgebung. Fachlich breit aufgestellt, kooperiert das Haus eng mit anderen Fachkliniken und niedergelassenen Ärzten und stellt so eine optimale und ganzheitliche Betreuung der Patientinnen und Patienten sicher. Neben den allgemeininternistischen Erkrankungen sind die Hauptbereiche des Fachbereichs Innere Medizin in Gastroenterologie, Kardiologie, Neurologie, Palliativmedizin und internistische Intensivmedizin aufgeteilt. Ein engagiertes Team aus Ärzten und Pflegekräften versorgt die Patienten mit Herzerkrankungen. Besondere Expertise gibt es bei der Implantation von Herzschrittmachern. In Kooperation mit kooperierenden Krankenhäusern ist die Versorgung im Bereich der interventionellen Kardiologie abgedeckt

Neuer Ratgeber zur Herzschwäche

Für Patienten mit einer Herzschwäche und ihre Angehörigen bietet die Deutsche Herzstiftung den Ratgeber „Das schwache Herz“ an. In dem Band (180 Seiten) informieren renommierte Herzspezialisten leicht verständlich über Ursachen, Diagnose und Therapien der Herzschwäche und deren Vorbeugung. Der Ratgeber kann per Telefon unter 069 955128-400, per E-Mail unter oder unter www.herzstiftung.de/herzwochen2020 angefordert werden. Dort gibt es auch weitere Informationen zu den Herzwochen 2020.