Patienten-Umfrage

Chronische Wunden

Wunden, die trotz adäquater Behandlung innerhalb von sechs Wochen nicht abgeheilt sind, bezeichnet man als chronische Wunden. Für betroffene Personen stellen chronische Wunden aufgrund von Schmerzen, Mobilitätseinschränkung, Geruchsbelästigung und Beeinträchtigung des sozialen Lebens eine erhebliche Belastung und Einschränkung der Lebensqualität dar. Auch Angehörige leiden darunter.

Ursachen

Meist liegt eine Erkrankung der Gefäße, also der Venen und Arterien, zugrunde. Für eine vollständige Wundheilung ist eine Behandlung der Ursache von entscheidender Bedeutung. Bei jeder chronischen Wunde muss eine Untersuchung zu einer möglichen Gefäßerkrankung erfolgen – je früher, desto besser.

Bei einer arteriellen Durchblutungsstörung wird das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff- und Nährstoffen versorgt. Ursache ist meist die Arteriosklerose, sodass dort Engstellen oder auch Gefäßverschlüsse entstehen.

Diabetische Fußsyndrom

Das Diabetische Fußsyndrom ist die Spätfolge einer häufig bereits jahrelang bestehenden, nicht bzw. nicht ausreichend behandelten Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Es entsteht durch Fehlstellungen, Fehlbelastungen und Druckbelastungen bei gleichzeitigem Verlust des Schmerzempfindens. Kleine Verletzungen können zu Wunden führen, die oftmals lange unbemerkt bleiben, da das Schmerzempfinden erloschen ist.

Diagnostik und Behandlung

Da in den meisten Fällen einer chronischen Wunde eine Gefäßerkrankung zugrunde liegt, ist es unbedingt erforderlich, einen Gefäßspezialisten aufzusuchen. Dieser untersucht meist per Ultraschall das Gefäßsystem. Bestätigt sich hierbei der Verdacht auf einen Gefäßerkrankung, können weitere Untersuchungen, z.B. eine Kernspinangiographie oder eine Angiographie notwendig und hilfreich sein.

Bei arteriellen Durchblutungsstörungen muss eine Verbesserung der Durchblutung erreicht werden. Dies lässt sich heutzutage in vielen Fällen durch sehr schonende, sogenannte endovaskuläre Eingriffe erzielen (siehe paVK).

Nachbehandlung

Neben der Ursachenbehandlung ist auch eine stadiengerechte und leitlinienkonforme Lokaltherapie notwendig, um eine Wundheilung zu gewährleisten.

Im Regelfall sollte eine Behandlung mit sogenannten hydroaktiven Wundauflagen (u.a. Schaumstoffverbänden, Alginaten oder Hydrofasern und Hydrogelen) erfolgen. Diese modernen Verbandsmittel schaffen ein für die Wundheilung optimales Wundmilieu und müssen meist auch nicht täglich gewechselt werden. Teilweise können die Verbände bis zu einer Woche belassen werden.
Welche Lokaltherapie die für Sie geeignete ist, entscheidet der Gefäßspezialist oftmals gemeinsam mit speziell ausgebildeten Wundmanagern.

Ihr behandelnder Gefäßchirurg kann Ihnen Diagnostik und Therapie einschließlich aller verfügbaren operativen und endovaskulären Behandlungsmethoden als auch OP Verfahren zur plastischen Defektdeckung aus einer Hand anbieten und wird Sie gern ausführlich zur gegebenenfalls erforderlichen Behandlung beraten.

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