Hygiene

Zentralinstitut für Krankenhaushygiene

Hygiene im engeren Sinn bezeichnet die Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten, insbesondere die Reinigung, die Desinfektion und die Sterilisation. In der Alltagssprache wird das Wort "Hygiene" fälschlicherweise als Synonym für Sauberkeit verwendet. Hygiene ist die Wissenschaft und Lehre von der Erkennung und Verhütung von Gesundheitsrisiken, insbesondere von Infektionen, bei Patienten und medizinischem Personal im Krankenhaus und sonstigen medizinischen Einrichtungen.

Das 2015 gegründete Zentralinstitut für Krankenhaushygiene koordiniert als übergeordnete Instanz unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. habil. Johannes Hallauer die Hygienemaßnahmen der 17 Akut- und 13 Reha-Kliniken sowie der ambulanten Einrichtungen unter dem Dach des Paracelsus-Konzerns.

Die Aufgaben des Zentralinstituts fokussieren sich auf die Prävention von Infektionen. Hierzu gehören die Bereiche der technischen Hygiene (z. B. Belüftung mit keimarmer Luft, Aufbereitung von Instrumenten, etc.) sowie die Erfassung und Bewertung von Daten zu Infektionen und Antibiotikaverbrauch in den einzelnen Einrichtungen.

Das Hygieneteam der Paracelsus-Klinik Bad Ems

Hygienefachkraft in Ausbildung

Nicole Petmecky

Die wichtigsten Aufgaben umfassen:

  • allen Berufsgruppen der Einrichtung als zentrale Ansprechperson für Fragen der Hygiene und Infektionsprävention zur Verfügung zu stehen
  • die Erarbeitung von klinikspezifischen Hygieneplänen
  • die Mitarbeit bei der Erstellung von Pflegestandards

  • die Beratung zu speziellen Hygienefragen

  • de Mitwirkung bei der Auswahl und dem Einsatz von Desinfektions- und Reinigungsverfahren

  • die Beratung der Klinik bei Bau- und Umbaumaßnahmen

  • die Fortbildung der Mitarbeiter zu allen hygienerelevanten Themen wie:

    → Händehygiene

    → Individualhygiene

    → Vorgehen bei Patienten mit übertragbaren Infektionserkrankungen

    → Isolierungsmaßnahmen bei Trägern multiresistenter Keime und im Seuchenfall

    → Personalschutz

    → Infektionsschutz in Risikobereichen

  • Qualitätssichernde Maßnahmen

          →  Mikrobiologische Überprüfung von Reinigungs-, Desinfektions-,
                und Sterilisationsmaßnahmen und anderen Medizinprodukten

          →   Erkennung und Beseitigung von Infektionsketten

          →   Ermittlung von Infektionswegen und -quellen

          →   Erfassung von nosokomialen Infektionen (Führen einer Infektionsstatistik)