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10. Mai 2020

Bei Schlaganfall-Warnsignalen: Trotz Corona sofort in die Klinik

Paracelsus-Kliniken erinnern daran, schon bei Verdacht schnell zu handeln / Angst vor Corona-Ansteckung in der Klinik ist dank Hygiene-Maßnahmen unbegründet

Jede Minute zählt: Wer einen Schlaganfall erleidet, muss so schnell wie möglich behandelt werden. Ob Corona-Pandemie oder nicht – schon bei verdächtigen Symptomen wie Sprachausfällen oder Lähmungen gilt es, sofort den Notarzt unter 112 anzurufen und in ein Krankenhaus mit einer Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) zu kommen. Darauf weisen die Paracelsus-Kliniken anlässlich des Tags gegen den Schlaganfall am 10. Mai hin. 

„Wir hören immer wieder seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie, dass Patienten Bedenken haben, ins Krankenhaus zu kommen, weil sie sich dort mit dem Corona-Virus anstecken könnten“, sagt Dr. Pieter Roelvink von der Paracelsus Klinik Hemer. Und sein Kollege Dr. Bert Winkler, leitender Oberarzt an der Paracelsus-Klinik Zwickau und dort Verantwortlicher für die zertifizierte Stroke Unit, ergänzt: „Das kann fatale Folgen haben. Werden Schlaganfall-Symptome ignoriert, kann das lebensgefährlich sein oder bleibende Behinderungen nach sich ziehen.“ Die Angst vor Ansteckung sei beim Einhalten der verstärkten Hygiene-Maßnahmen unbegründet, so der Experte. Die Kliniken achteten darauf, dass die „normale“ Notfallversorgung von der Aufnahme und Versorgung infizierter Patienten streng getrennt sei.

Große Kompetenz in der Neurologie

Die Paracelsus-Kliniken in Hemer und Zwickau verfügen über eigene Stroke Units, deren technische und personelle Ausstattung auf eine schnelle und umfassende Behandlung akuter Schlaganfälle ausgerichtet ist. Die neurologischen Fachärzte der Paracelsus-Klinik Bremen versorgen derzeit Schlaganfallpatienten aus anderen Bremer Krankenhäusern, die bereits wieder auf einer Normalstation behandelt werden können. Und sie entlasten so die Kollegen in den Kliniken der Stadt, die ein erhöhtes Aufkommen von COVID-19-Patienten zu versorgen haben.

Patienten können auf einer spezialisierten Stroke Unit rund um die Uhr behandelt und überwacht werden; eine umfangreiche Diagnostik mit Computertomographie, Angiographie und Ultraschall steht zur Verfügung, mit der ein diensthabender Neurologe die Ursache eines Schlaganfalls schnell feststellen kann. Gleichzeitig bieten die Kliniken alle medizinischen Optionen für eine schnelle Behandlung, denn bei einem Schlaganfall zählt jede Minute.

Auch nach der Notfallversorgung bieten die Paracelsus-Kliniken alle Möglichkeiten der nahtlosen Versorgung von Schlaganfall-Patienten an. Bereits in der Stroke Unit werden lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Körpertemperatur und Blutzuckerspiegel rund um die Uhr überwacht. Gleichzeitig werden in der neurologischen Frühmobilisation durch speziell geschulte Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten auch Maßnahmen eingeleitet, um eigene Reparaturvorgänge des geschädigten Gehirns zu fördern. Nach zwei bis sechs Tagen können die Patienten in der Regel bereits in normale Krankenzimmer verlegt werden. Anschließend folgt, je nach Gesundheitszustand, eine stationäre, teilstationäre oder ambulante Rehabilitation

Rechtzeitige und qualifizierte Behandlung notwendig

Im Rahmen des „Tages gegen den Schlaganfall“ am 10. Mai wollen die Paracelsus-Kliniken noch einmal die Dringlichkeit der schnellen Behandlung eines Schlaganfalls ins Bewusstsein rufen: Jährlich erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Bei rechtzeitiger und qualifizierter Behandlung sowie einer gut organisierten Versorgungskette lassen sich die oftmals schweren Folgen eines Schlaganfalls verhindern oder zumindest mindern. Hierfür setzen sich die Paracelsus-Kliniken bundesweit als qualifizierter Anbieter mit modernen Therapieansätzen ein.