Degenerative Erkrankungen

Der Aufbau der Wirbelsäule ändert sich im Laufe des Lebens nicht. Trotzdem gibt es von Mensch zu Mensch Unterschiede in Gestalt und Funktion. Dies ist abhängig von der persönlichen Konstitution, von Haltungsgewohnheiten und von körperlichen Belastungen. Auch Alterungsprozesse sind an der Wirbelsäule natürlich. Nicht jede Veränderung hat also einen Krankheitswert und bedeutet das Auftreten von Beschwerden.

Werden durch die Abnutzung Aufbau und Funktion der Wirbelsäule aber nachhaltig gestört, entstehen Schmerzen. Je nach Ursache und Ort der Störung kommt es zu Beschwerden in der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule bzw. in den Armen oder Beinen.

Man kann die degenerativen Erkrankungen an der Wirbelsäule in zwei Gruppen einteilen:

Zum einen finden sich Störungen der Funktion der Wirbelsäule als Bewegungsapparat. Bewegungen sind eingeschränkt, Belastungen können immer weniger und immer kürzer ertragen werden. Die Betroffenen verspüren starke Schmerzen im Rücken oder im Nacken. Zu den Ursachen zählen Muskelverspannungen, Gelenkblockierungen, das Facettensyndrom und die Instabilität der Wirbelsäule.

Zum anderen können die im Wirbelsäulenkanal verlaufenden Nerven und das Rückenmark gedrückt und dadurch geschädigt werden. Folgen sind Schmerzen in Arm und Bein, Lähmungen, Muskelverkrampfungen, Gefühlsstörungen und Verlust der Kontrolle über die Blasenentleerung. Ursachen sind Bandscheibenvorfälle an der Halswirbelsäule, der Lendenwirbelsäule und Spinalkanalstenosen.