Parkinsontherapie

Behandlungsmöglichkeiten bei Morbus Parkinson

Dank verschiedener Therapiemöglichkeiten können Morbus Prakinson Betroffene viele Jahre lang ihren Alltag selbstständig gestalten und eine Verbesserung der Symptome erleben.

Tabletten und Pflaster
In frühen und mittleren Stadien werden oft Tabletten und Pflaster zur Therapie eingesetzt. Diese müssen jedoch auf das individuelle Bewegungs- und Befindlichkeitsprofil des Patienten abgestimmt werden. Eine solch differenzierte Medikamenteneinstellung erfolgt bei uns während eines stationären Aufenthalts.

Medikamentenpumpen und Tiefenhirnstimulation
In späteren Stadien können Medikamentenpumpen (z.B. Duodopa- und Apomorphin-Pumpe) und Hirnstimulatoren eingesetzt werden. Bei einer Tiefenhirnstimulation betreuen wir die Patienten im gesamten Verlauf.

Komplextherapie
Zusätzlich steht jedem Parkinsonpatienten zweimal im Jahr eine Komplextherapie zu. Hier werden die medikamentösen Möglichkeiten mit therapeutischen Behandlungen verknüpft, die auf jeden Patienten individuell zugeschnitten sind.
Die Patienten werden 21 Tage stationär von Fachärzten und von Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten sowie Neuropsychologen behandelt.

Ziel der Behandlung

Das Ziel dieser Therapien ist es, den Patienten einen Teil ihrer verlorenen Lebensqualität zurückzugeben und dem Verlust weiterer Fähigkeiten vorzubeugen.

  • Bestmögliche Beweglichkeit mit möglichst wenigen Nebenwirkungen herstellen
  • Nicht-motorische Begleiterscheinungen, wie Schlaf-störungen, Depressionen, kognitive Leistungsminderung, Blutdruckprobleme und Verdauungsschwierigkeiten erkennen und behandeln
  • Selbständige Teilhabe am Alltag erhalten und fördern

Komplextherapie bei Morbus Parkinson

Die Parkinsonsche Erkrankung kann oft über mehrere Jahre erfolgreich medikamentös behandelt werden.
Im fortgeschrittenen Stadium ist die pharmakologische Therapie allein jedoch häufig nicht ausreichend. Dann wird es umso wichtiger zusätzlich krankengymnastische, ergotherapeutische und logopädische Therapien in Anspruch zu nehmen.
Damit Patienten diese Therapien wahrnehmen können,wird heutzutage in einigen spezialisierten Zentren die Parkinson-Komplextherapie angeboten.
Die Paracelsus-Klinik Bremen ist ein solches Zentrum, dass ein intensives Behandlungsprogramm unter stationären Bedingungen anbietet.
Das bedeutet im Einzelnen: diagnostische und spezielle medikamentöse Möglichkeiten werden mit einem therapeutischen Behandlungsangebot kombiniert.

Die Parkinson-Komplextherapie der Paracelsus-Klinik Bremen ist ein stationäres Behandlungsprogramm, das eine sinnvolle Verbindung zwischen stationärer Krankenhausbehandlung und stationärer Rehabilitation ermöglicht.
Dabei werden die diagnostischen und medikamentös therapeutischen Möglichkeiten eines Akutkrankenhauses mit einem intensiven, nicht medizinischen Behandlungskonzept verbunden. Zusätzlich zur medizinischen, fachärztlichen Betreuung beinhaltet dies im Einzelnen intensive physiotherapeutische, logopädische, ergotherapeutische und neuropsychologische Behandlungseinheiten

Das Besondere an der Parkinson-Komplexbehandlung in der Paracelsus-Klinik Bremen ist der intensive interdisziplinäre Behandlungsansatz.
Die stationäre Behandlungsdauer beträgt dabei 21 Tage. Wir ermöglichen pro Woche insgesamt7,5 Stunden angeleitete Therapie. Das sind täglich mehr als 1,5 Stunden gezielte Behandlung. Das Behandlungsteam steht unter fachärztlicher neurologischer Leitung.
Zusätzlich stehen unsere Räumlichkeiten und Geräte für eigene weitere Aktivitäten während des gesamten Aufenthaltes zur Verfügung.
Bis zu zweimal im Kalenderjahr übernehmen Krankenkassen die Kosten für eine Komplexbehandlung bei der Parkinson-Krankheit bzw. parkinsonähnlichen Erkrankungen.

Individuelle Therapie

Je nach individuellem Beschwerdebild wird in unserem Team eine auf den Patienten abgestimmte Therapie festgelegt.
Insofern können sich von Patient zu Patient unterschiedliche Behandlungsschwerpunkte ergeben:
Zum Beispiel logopädische Sprechübungen und Schlucktherapie bei Schluckeinschränkungen,
Ergotherapie bei Einschränkungen der Feinmotorik und Koordination beziehungsweise Gedächtnistraining bei kognitiven Defiziten.
Einen Schwerpunkt bildet die Physiotherapie zum Beispiel mit einem Training zur Sturzprophylaxe, BIG-spezifische Bewegungstherapie und MOTOmed-Gangtraining.
Parallel dazu verläuft je nach aktuellem Befinden
die ärztlich geleitete, medikamentöse Einstellung.
Elemente des Behandlungsplans:

  • Einzel- und Gruppentraining in den Bereichen
    - Ergotherapie
    - Logopädie
    - Psychotherapie/Neuropsychologie
    - Physiotherapie
    - Sporttherapie
  • Psychologische Begleitung/Neuropsychologische Diagnostik:
    - Neuropsychologische Testung
    - Ggf. Hirnleistungstraining
    - unterstützende Einzelgespräche
    - Entspannung (z. B. PMR nach Jacobson)
  • Regelmäßige Betreuung durch:
    - Fachärzte für Neurologie mit langjähriger
    Erfahrung im Parkinson-Bereich
    - Speziell ausgebildete Pflegekräfte und eine
    Parkinson-Fachschwester

Ziel

Wir wollen Ihnen dabei helfen, Ihre Selbstständigkeit wieder zu vergrößern, indem wir Sie dabei unterstützen, Ihre alltags- und berufsrelevanten Fähigkeiten zu verbessern und sie durch Strategien zur verbesserten Krankheitsbewältigung zu stabilisieren.
Zielist die Wiedereingliederung in das private und wennmöglich berufliche Umfeld durch:

  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Verminderung der parkinsonbegleitenden Symptomatik (Verdauungs-, Schluck- und Schlafstörungen sowie Stimmungsschwankungen)
  • psychische Bewältigung der Krankheitsfolgen

Bei Bedarf beziehen wir die Angehörigen in die Therapie mit ein und geben ihnen praktische Anleitungen.
Außerdem beraten wir Sie bei der Suche nach weiteren Hilfsmöglichkeiten