Interdisziplinäre Schmerztherapie

Bessere Behandlungsqualität für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen

In Deutschland leiden etwa dreiviertel der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens ein- oder mehrmals unter Rückenschmerzen. Mit anhaltender Dauer wirken sich diese Schmerzen beeinträchtigend auf die Psyche, aber auch auf Familie, Freundeskreis und die berufliche Situation aus. Wird das Leben von Schmerz geprägt, sind einfache Behandlungsmethoden oft wirkungslos.

Dagegen wollen wir in der Paracelsus-Klinik Bremen etwas tun: Die Betroffenen sollen trotz Rückenschmerzen durch unser Therapieangebot wieder mehr Lebensqualität erfahren. Mit unserem interdisziplinär angelegten Therapieprogramm möchten wir die für den Patienten größtmögliche Schmerzreduktion erreichen. Des Weiteren erlernen die Patienten den Umgang mit ihrem Schmerz und bekommen Möglichkeiten aufgezeigt, persönlich für eine langfristige Besserung zu sorgen.

Abgestimmte Behandlung von der Aufnahme bis zur Nachsorge

Der Vorteil der stationären Behandlung in der Paracelsus-Klinik für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen liegt in unserem ganzheitlichen Behandlungsansatz. Das Therapiekonzept sieht eine Kombination aus invasiven und konservativen Therapiemaßnahmen vor. Ein aufeinander abgestimmtes Netzwerk von Orthopäden, Schmerztherapeuten, Psychologen und Physiotherapeuten arbeitet eng zusammen und bietet den Patienten einen speziell auf ihr jeweiliges Krankheitsbild abgestimmten, umfassenden Therapieplan auf höchstem medizinischem Niveau. 

Von der Aufnahme über die Entlassung bis hin zur Rehabilitation besteht ein durchgängiger Informationsfluss zwischen allen Beteiligten. Dadurch können der Behandlungsablauf und die damit verbundenen therapeutischen Maßnahmen optimal koordiniert und organisiert werden. Wir möchten auf ganzheitliche Art - gemeinsam mit den Patienten und durch interdisziplinäre Zusammenarbeit unserer Abteilungen - eine Besserung der Beschwerden erzielen.

Das Case Management der Paracelsus-Klinik Bremen ist dafür zuständig, Abläufe bei der Behandlung der Patienten zentral zu koordinieren, um eine optimale und lückenlose Versorgung zu ermöglichen. Es ist deshalb als interdisziplinäre Anlaufstelle anzusehen, bei der alle erforderlichen Maßnahmen der zugehörigen Abteilungen zusammengefügt werden. Für den Patienten und die an der Behandlung Beteiligten ist das Case Management vor, während und nach dem stationären Aufenthalt Ansprechpartner.

Spezialisten sichern die Qualität der Behandlung

Eine wesentliche Aufgabe der Stationsärztin ist, mittels Diagnostik im Vorgespräch ernsthafte orthopädische Ursachen der Rückenbeschwerden des Patienten auszuschließen. Dies gelingt durch Erhebung der Krankengeschichte und Beschwerdeschilderung, sowie mit Hilfe klinischer und technischer Untersuchungen. Im Verlauf des stationären Aufenthalts führt die Stationsärztin die medikamentöse und interventionelle Schmerztherapie (Infiltrationen zur Austestung des Schmerzbildes) durch.

Weiterhin gilt es, die Funktionalität der Gelenke und der stützenden und aktiven Teile des Bewegungsapparates (z.B. Muskulatur, Sehnen und Bänder) sowie ihr Zusammenspiel zu untersuchen und zu behandeln. Hierfür erheben unsere Physiotherapeuten im Vorgespräch einen Befund und behandeln die Patienten während der Therapie sowohl einzeln als auch in Gruppen (z.B. Rückenschule, Entspannungstherapie).

Begleitet werden die Patienten außerdem von den erfahrenen Pflegekräften der Station. Mit unserer Pain Nurse (Schmerzmanagerin) findet ein tägliches Pflegegespräch, sowie eine Schmerzevaluation statt. Hier hat der Patient die Möglichkeit, sich aktiv am Behandlungsverlauf zu beteiligen. In einem abschließenden Entlassungsgespräch werden die Patienten zum Umgang mit ihren Schmerzen und über Möglichkeiten der persönlichen Einflussnahme auf die Schmerzentwicklung beraten.

Schmerzerhaltende Faktoren zu erkennen, zu verstehen und  Wege aus dem Schmerz zu  finden bzw. den Umgang mit diesem zu erlernen, ist im Einzelfall Aufgabe unserer Psychologin.

Therapieangebot

Während des stationären Aufenthalts sind verschiedene Therapiemodule vorgesehen, die jeweils persönlich auf unser Patienten abgestimmt werden. Die Therapiemodule umfassen:

  •     Physiotherapeutische Einzel-/Gruppentherapie
        (z.B. Krankengymnastik, Entspannung, manuelle Therapie)
  •     Physikalische Anwendungen
        (z.B. Schlingentisch, Elektrotherapie, Massagen)
  •     Medikamentöse Schmerztherapie
  •     Pflegerisches Schmerzgespräch
  •     ggf. psychotherapeutische Gespräche


Während des Aufenthaltes in unserer Klinik suchen wir regelmäßig das Gespräch mit den Patienten, um den Schmerzverlauf und die Erfahrungen mit den therapeutischen Maßnahmen zu erörtern.

Mit Hilfe der interdisziplinären Schmerztherapie soll eine Verbesserung der  Lebensqualität der Patienten erreicht werden, die sich in Form von verringertem Schmerz und verbesserter Mobilität äußert.

So nehmen Sie an der Interdisziplinären Schmerztherapie teil

  •     Ihr Facharzt meldet Sie zum Vorgespräch in der Paracelsus-Klinik Bremen an.
  •     Diese vorangestellte Untersuchungsphase gibt uns Aufschluss über
        Krankheitsursachen und Faktoren, die die Krankheit begünstigen.
  •     Wir entscheiden auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse aus
        dem Vorgespräch, ob das Programm eine sinnvolle Therapie für Sie
        darstellt.
  •     Ein individuelles Therapieprogramm wird für Sie ausgearbeitet.
  •     In der stationären Behandlungsphase wird schließlich das
        Therapiekonzept umgesetzt.

Haben Sie noch Fragen?

Wenden Sie sich gerne an unsere Case Managerin. Sie ist Ansprechpartnerin in der Paracelsus-Klinik und stimmmt im persönlichen Gespräch mit jedem Patienten individuell den ärztlich verordneten Behandlungsplan ab.

Nadine Tittel
Nadine Tittel
Leitung Case Management
+49 (0) 421 - 46 83 -575
+49 (0) 421 - 46 83 -576
Petra Gnirke
Petra Gnirke
Patientenbetreuung / Case Management
+49 (0) 421 - 46 83 - 242
+49 (0) 421 - 46 83 - 286