Geschichte

50 Jahre lang Engagement für die Gesundheit

Die "Klinik zur Vahr" im Jahre 1957

Am 1. Februar 1957 öffnete die Klinik erstmals ihre Pforten – damals für gerade einmal 28 Patienten. Als erstes Krankenhaus des Stadtteils verfügte die „Klinik zur Vahr“, so der damalige Name, über eine chirurgische Station und eine Privatabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Die Leitung übernahm das Ärztepaar Marlies und Claus Steineck aus Hannover. Bereits zu Beginn fiel die angenehme Atmosphäre des Krankenhauses auf. So schrieb der Weser Kurier zur Eröffnung von „freundlich eingerichteten Zimmern“ und der „Bemühung um Harmonie in Form und Farbe“.

Stetiger Wandel. Nur fünf Jahre später, im November 1962, wurde das Leistungsspektrum um die Hals- Nasen-Ohren- und Augenheilkunde erweitert. Der Augenarzt Dr. Carl-Julius Heuberger übernahm die Leitung, die Anzahl der Betten erhöhte sich auf 40 und die Klinik hieß fortan Kurfürsten-Klinik. Als erstes Krankenhaus in Deutschland bekam die Bremer Klinik im selben Jahr einen vollautomatischen Operationstisch und verfügte auch sonst über zahlreiche technische Neuerungen. Selbst für großstädtische Verhältnisse stellte die Ausstattung eine Ausnahme dar. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Kurfürsten-Klinik beständig.

Auch auf technischer Ebene blieb sie stets auf dem modernsten Stand. 1969 lobte Gesundheitssenator Karl-Heinz Jansen die Kurfürsten-Klinik: „Die Tatsache, dass diese relativ kleine Klinik ein operationstechnisches Großgerät anschafft, das erst im Frühjahr 1970 in Serie geht – das nenne ich progressives Handeln.“ Auch über die Stadtgrenzen hinaus erlangte die Kurfürsten- Klinik hohes fachliches Ansehen, besonders im Bereich der Augenheilkunde. Mit Dr. Heuberger verfügte die Klinik viele Jahre über einen ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet. In den 1970er-Jahren wurde das Krankenhaus auf bis zu 200 Betten erweitert. Außerdem setzte die Klinik weiterhin auf technischen Fortschritt und erprobte als erste medizinische Einrichtung in Deutschland Augenoperationen mittels Laser. 1988 übernahmen die Paracelsus-Kliniken die Trägerschaft für das Krankenhaus In der Vahr.

Überregionales Renommee. Die Klinik setzte mit zeitgemäßen Entwicklungen in der Patientenversorgung Maßstäbe. So unterzeichnete sie 2001 als erste norddeutsche Klinik einen Vertrag zur Integrierten Versorgung mit der AOK Bremen/Bremerhaven. Die jüngste Neuerung: Im September 2007 wurde eine Intermediate-Care-Einheit eröffnet, auf der Patienten nach Operationen betreut werden. 50 Jahre nach der Gründung hat sich die Klinik in der Bremer Vahr zu einem Krankenhaus mit vielfältigen Schwerpunkten und überregionalem Ansehen entwickelt. Getreu dem Motto „Gesundheit aus einer Hand“ steht die optimale Verknüpfung ambulanter und stationärer Behandlung durch die Fachärzte der Klinik. Für die Patienten stellt die Einbindung niedergelassener Fachärzte einen entscheidenden Vorteil dar, da sie vor, während und nach dem Krankenhausaufenthalt von einem Facharzt ihres Vertrauens behandelt und betreut werden – sowohl in der Praxis als auch im Krankenhaus.

Daten zur Geschichte der Paracelsus-Klinik Bremen

1957 Einweihung der „Klinik zur Vahr“ mit 28 Betten durch das Ehepaar Steineck
1962 Umbenennung in „Kurfürstenklinik“ unter Leitung von Dr. Heuberger Bettenzahl: 40
1969 Erste Ausbaustufe: Erweiterungsbau Bettenzahl: 100
1970 Zweite Ausbaustufe: Bettenhaus, Wohnheim, Friseur, Cafeteria Bettenzahl: 169
1971 Dritte Ausbaustufe: Ärztehaus Sonneberger Straße
1972 Umwandlung in eine Personengesellschaft
1973 Bettenanzahl: 200
1988 Kurfürstenklinik wird durch Paracelsus-Kliniken übernommen
1990 Aufnahme in den Landeskrankenhausplan mit 165 Betten
1994 Umbau OP-Abteilung
1996 Reduzierung Fachabteilungen Bettenzahl: 125
1997 Bettenzahl: 100
2001 Vertrag Integrierte Versorgung Hüft-/Knie-TEP mit der AOK Bremen/Bremerhaven
2006 Neugestaltung der Physiotherapie
2007 Einrichtung einer IMC-Einheit Bettenzahl: 96
2007 Gründung des Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ)
2008 Erweiterung des MVZ um eine D-Arzt-Praxis
2009 Umstellung auf Integrative Fachabteilungen
2012 Umbenennung in "Paracelsus-Klinik Bremen" Bettenzahl: 87