19. Januar 2022

Chefarzt Dr. Ulrich Müller zum Jahreswechsel verabschiedet

Renommierter Internist der Paracelsus-Klinik Hemer ging in den wohlverdienten Ruhestand / Engagierte Persönlichkeit setzte Zeichen beim Ausbau der Inneren Medizin unter widrigen Bedingungen der Pandemie

Er stand nur rund zwei Jahre an der Spitze der Inneren Medizin der Paracelsus Klinik Hemer, hat aber die Entwicklung des Hauses geprägt wie kaum ein anderer Mediziner vor ihm: Dr. med. Ulrich Müller, renommierter Internist und beliebter Chefarzt, ist zum Jahreswechsel in den Ruhestand gegangen. „Ich habe mich in den Jahren in Hemer immer sehr wohl gefühlt“, zieht der 63-Jährige Bilanz. „Das lag vor allem an dem sehr familiären Team mit drei fachlich ausgesprochen kompetenten Oberärzten und vielen hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Herzlichen Dank in diesem Zusammenhang an alle, die in den schwierigen Zeiten der Pandemie mit großem Engagement so viel für unsere Patienten getan haben.” Seinem Nachfolger Dr. med. Yavuz Yildirim-Fahlbusch hinterlässt Dr. Müller eine gut funktionierende Internistische Abteilung, die mit ihren 70 Betten, 12 ärztlichen Mitarbeitern und rund 2.500 stationären Patienten im Jahr einen weit über die Region hinausgehenden guten Ruf genießt. „Wir haben Herrn Dr. Müller viel zu verdanken, konnten ihn aber aufgrund der Corona-Pandemie nicht im gebührenden Rahmen feierlich verabschieden”, bedauert Klinikmanagerin Barbara Bieding. „Wir haben ihm jedoch alle sehr herzlich und persönlich für sein Engagement hier in Hemer gedankt“. In seinem Ruhestand will sich Dr. Müller vor allem seinen Hobbys widmen, dem Wandern, Radfahren und Lesen – aber auch seiner heimlichen Liebe der Oper.

Die Innere Medizin ausgebaut und gestärkt

Dr. Ulrich Müller hatte im November 2019 die Leitung der Inneren Medizin an der Paracelsus-Klinik Hemer übernommen. Der erfahrene Facharzt für Innere Medizin, Angiologie, Intensivmedizin und Infektiologie mit dem Arbeitsschwerpunkt Gastroenterologie war zuvor fast zwei Jahrzehnte Klinikdirektor der Inneren Medizin und Ärztlicher Direktor im Marienhospital Letmathe gewesen, das 2019 vom Träger geschlossen wurde. Bewusst hatte sich Dr. Müller seinerzeit für die Position an der Paracelsus-Klinik in Hemer entschieden. „Das Haus bot damals die besten Möglichkeiten, um meine Arbeit in der Region auf hohem Niveau fortzusetzen”, berichtet der Mediziner. „Vor allem die Ausstattung des Hauses und die fächerübergreifende Patientenversorgung haben mich seinerzeit überzeugt.“ Mit großer Umsicht brachte er während seiner Amtszeit seine Erfahrungen und Kontakte in die neue Führungsposition ein und stärkte damit nachhaltig die Paracelsus Klinik Hemer in den schwierigen Jahren der Covid-19-Pandemie. Insbesondere der Erfolg des viszeralmedizinischen Zentrums geht auf das herausragende Engagement von Dr. Müller zurück, dessen Erfolgsgeheimnis und großes Anliegen stets die enge Zusammenarbeit mit den zuweisenden niedergelassenen Ärzten der Region war.

Der Region treu geblieben

Während seines Berufslebens blieb der zweifache Familienvater seiner westfälischen Heimat eng verbunden. Der gebürtige Hagener studierte Medizin in Bochum, Essen und Marburg und kehrte nach seiner Approbation und Promotion 1984 wieder zurück in die Region. Vier Jahre lang arbeitete er als Assistenzarzt der Inneren Medizin am Evangelischen Krankenhaus in Hagen-Haspe, wechselte dann für ein Jahr zum St. Johannes Hospital in Hagen. Ab 1989 war er Oberarzt und Vertreter des Chefarztes Innere Medizin am Evangelischen Krankenhaus Hohenlimburg-Elsey in Hagen. Im Jahr 2000 schließlich ging er dann als Klinikdirektor Innere Medizin an das Marienhospital Letmathe in Iserlohn. 2019 wechselte er zu Paracelsus Klinik Hemer.