Multimodale Schmerztherapie

Schmerztherapie in der Paracelsus-Klinik Osnabrück

Die Ursachen von chronischen oder immer wieder kehrenden Schmerzen sind vielfältig. Jeder unserer Patienten hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich, eventuell liegen zahlreiche Behandlungen hinter ihm, manch einer ist bereits operiert worden.

Um den Ursachen der Schmerzen "auf die Schliche zu kommen", liegt der Behandlung chronischer Schmerzen an der Paracelsus-Klinik Osnabrück ein multimodales Therapiekonzept zugrunde.

Was ist chronischer Schmerz?

In Deutschland leiden schätzungsweise 12 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen. Die Ursachen sind vielfältig. Chronische Krankheiten wie z.B. Rheuma oder Nervenverletzungen, entzündliche oder stoffwechselbedingte Nervenerkrankungen, Verschleißerkrankungen von Gelenken und Wirbelsäule können chronische Schmerzen hervorrufen. Und bei Kopfschmerzen stellen diese bereits die eigentliche Erkrankung dar.

Aus Angst vor weiteren Schmerzen, nehmen viele Patienten eine Schonhaltung ein. Die daraus folgende Schwächung von Muskeln und Gelenken verstärkt die chronischen Schmerzen noch. Und auch durch psychische Belastungen kann die Schmerzverarbeitung beeinflusst werden. Ganz wichtig zu wissen: Chronische Schmerzen sind niemals eingebildet.

Chronischer Schmerz ist eigenständiges Krankheitsbild

Im Gegensatz zum akuten Schmerz haben chronische Schmerzen ihre Warnfunktion verloren und können so zu einem eigenständigen Krankheitsbild werden. In der Folge leiden die Betroffenen in erheblichem Maße unter beruflichen und privaten Einschränkungen. So sind Leistungsfähigkeit, seelisches Befinden, soziale Aktivitäten, Partnerschaft und Sexualität oft sehr beeinträchtigt. Chronische Schmerzpatienten haben meist Vorerfahrungen mit unterschiedlichsten, oft frustrierenden und dauerhaft wenig erfolgreichen Behandlungsversuchen. 

Multimodale Schmerztherapie als neuer Behandlungsansatz

Die multimodale Schmerztherapie an der Paracelsus-Klinik Osnabrück ist ein stationärer Behandlungsansatz. Gemeinsam mit anderen Betroffenen durchlaufen die Patienten und Patientinnen ein bis zu 17 Tage dauerndes Therapieprogramm, das unterschiedliche Therapiemaßnahmen miteinander kombiniert. Es greifen spezielle medizinische, psychologische, physiotherapeutische und ergotherapeutische Maßnahmen ineinander, die durch verschiedene Entspannungsverfahren, Yoga und personenzentrierte Kunsttherapie ergänzt werden.

Was können wir mit der Multimodalen Schmerztherapie erreichen?

Gleich zu Beginn erarbeiten wir gemeinsam mit dem Patienten Ziele, die er mit der Multimodalen Schmerztherapie erreichen möchte. Dabei geht es darum, sich realistische Ziele zu setzen, die konkret und erreichbar sind. Und das bedeutet in manchen Fällen auch, den Schmerz zu akzeptieren, denn gänzlich ausschaltbar ist der Schmerz häufig nicht. Ziele können sein:

  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität
  • (Wieder)-Aufnahme von Hobby oder sportlicher Aktivität
  • Verbesserung der beruflichen Leistungsfähigkeit und Aktivität 
  • Erlernen von Fähigkeiten, die den alltäglichen Umgang mit dem Schmerz verbessern

Teilnahmevoraussetzungen

Für eine Behandlung in unserer Interdisziplinären Schmerzklinik müssen drei der fünf folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit
  • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • bestehende(r) Medikamentenabhängigkeit oder -fehlgebrauch
  • schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung
  • gravierende somatische Begleiterkrankung