Endoprothetik des Kniegelenks

Der Einsatz einer Kniegelenksprothese bildet einen der Schwerpunkte der Abteilung für Orthopädie und spezielle orthopädische Chirurgie. Priv.-Doz. Dr. med. Steffen Höll, Chefarzt der Abteilung, kann auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen. Es werden Erst- und Wechseleingriffe durchgeführt.

Grund für den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks ist in den meisten Fällen eine (oft altersbedingte) Arthrose, also der Gelenkverschleiß. Ursache der Arthrose können Übergewicht, Achsfehlstellungen, dauerhafte sportliche Fehlbelastung oder eine vorhergehende Verletzung des Kniegelenks sein.

Das künstliche Kniegelenk

Eine Knie-Endoprothese besteht aus der Femur-Komponente am Oberschenkelknochen und der Tibia-Komponente am Schienbeinknochen, zwischen denen  ein Gleitkörper (Inlay) liegt. Die einzelnen Prothesenkomponenten bestehen aus Stahl, Titanlegierungen oder speziellen Kunststoffen.  Bei bekannter Nickelallergie stehen nickelfreie Implantate zur Verfügung. Faktoren wie Gewicht, Alter, Geschlecht, Knochenqualität oder Lebensgewohnheiten bestimmen die Auswahl der individuell optimalen Prothese. Es werden zementierte und hybride Verankerungen angeboten.

Je nach Knochenqualität und Grad der Bandschädigung kommen Prothesen mit unterschiedlichen Kopplungsgraden zum Einsatz. Der Kopplungsgrad beschreibt den Grad der mechanischen Verbindung zwischen Tibia- und Femurkomponente:

  • Femororpatellarer Gelenkersatz
  • Einfache Schlittenprothese (Unikondyläre Prothese)
  • Bikondylärer Oberflächenersatz
  • Revisionsimplantate verschiedener Kopplungsgrade

Implantation eines künstlichen Kniegelenkes

Schauen Sie bei einer virtuellen Operation zu! Der Film zeigt anschaulich, wie die einzelnen Komponenten einer Knie-Endoprothese eingesetzt werden.

© 2014 Smith & Nephew GmbH

Die NOZ berichtete

Ein Beitrag in der "Mensch & Medizin", Gesundheitsbeilage der NOZ, beleuchtet die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten bei Kniegelenkverschleiß.