Urologie

Im Verbund der Paracelsus-Kliniken stehen im Bereich der Urologie moderne Diagnostiken und Therapieverfahren für sämtliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege und der männlichen Geschlechtsorgane zur Verfügung. So werden alle bösartigen und gutartigen Erkrankungen von Nieren, Harnleitern, Blase, Prostata und Penis behandelt. Darüber hinaus werden plastisch-konstruktive Operationen des Harntraktes durchgeführt und Harninkontinenzen behandelt. Auch die Andrologie, also die Diagnostik, Behandlung und Beratung bei Fortpflanzungsstörungen des Mannes, fällt in das urologische Fachgebiet.

Urologische Krankheiten

Prostatakrebs

Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor bei Männern in Deutschland. 45.000 Männer erkranken jährlich an Prostatakrebs, die meisten davon nach dem 60. Lebensjahr. Ist die Diagnose mit Gewebeproben abgesichert, gibt es je nach Erkrankungsstadium unterschiedliche Behandlungsmethoden. Neben der offenen oder endoskopischen Prostataentfernung stehen die Brachytherapie und die HIFU-Therapie zur Verfügung. Bei lokal begrenztem Prostatakrebs wird in vielen Fällen die "Aktive Überwachung" empfohlen. 

Gutartige Prostatavergrößerung

Bei der benignen Prostatahyperplasie (BPH) kommt es zu einer Vergrößerung der Prostata. Die BPH betrifft bis zu 60 Prozent der Männer ab dem 50. Lebensjahr. In einem frühen Stadium lässt sich die Erkrankung sehr gut medikamentös behandeln. Bei schwerwiegenden Symptomen wie einer oberen Harnwegsstauung oder bei medikamentös nicht beeinflussbaren Blasenentleerungsstörungen wird eine operative Entfernung der Prostata favorisiert. Es stehen endourologische OPs, Laser-Operationen und offene Operationsverfahren zur Verfügung. 

Blasentumore

Mit der Photodynamischen Diagnostik (PDD) steht für die Früherkennung von Blasentumoren eine höchst verlässliche Technik zur Verfügung. Dabei werden kleinste Tumore mit einem Farbstoff gefärbt und durch eine spezielle Lichtquelle sichtbar gemacht, Grundlage für die vollständige Entfernung auch kleinster Blasentumore.

Kinderurologie

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und benötigen deshalb auch im Bereich der Urologie besondere Aufmerksamkeit. Im Verbund der Paracelsus-Kliniken wird der Arbeitsbereich der Kinderurologie vollständig abgedeckt. Es werden Vorhautverengungen, Hodenhochstand, Fehlbildungen der Harnröhre, des äußeren Genitals, des Harntraktes sowie der Blase und Hodentorsion (Verdrehung) behandelt, ebenso Blasenentleerungsstörungen und Einnässen. Die Behandlung erfolgt konservativ oder operativ und wenn möglich ambulant. 

Nierenkrebs

Beim Nierenkrebs ist eine steigende Erkrankungsrate erkennbar, die vermutlich auf Umweltgifte, Nikotin und starkes Übergewicht zurückzuführen ist. Nach der Diagnose mittels Computertomografie und feingeweblicher Untersuchung erfolgt eine operative Entfernung des Tumors. Je nach Größe erfolgt die OP nierenerhaltend oder die Niere wird mit dem Tumor entfernt. 

Nierensteine

Mit Hilfe der "Extrakorporalen Stoßwellentherapie" (ESWL) können Nierensteine schonend zerstört werden. Eine Schallwelle, die außerhalb des Körpers erzeugt wird, produziert im Körper eine Stoßwelle, die die Steine zertrümmert ohne dabei das Gewebe zu schädigen. Diese Methode kann bei größeren Steinen mit anderen Verfahren (z. B. endoskopische Verfahren oder Harnleiterschienen) kombiniert werden.