Nierenkrebs - Urologie Düsseldorf

Der Nierenkrebs an sich ist relativ selten und macht etwa 1% - 2% der Krebserkrankungen aus. Die Mehrzahl der bösartigen Nierentumore sind so genannte Nierenzellkarzinome, wobei Männer etwa doppelt so häufig davon betroffen sind wie Frauen. In den letzten Jahrzehnten verzeichnet man in den Industriestaaten ein deutliches Ansteigen der Fälle von Nierenzellkarzinomen, das mutmaßlich auf die steigende Belastung mit Umweltgiften (Kadmium, Blei) zurückzuführen ist. Als weitere Risikofaktoren gelten Nikotin, starkes Übergewicht und übermäßiger Schmerzmittelkonsum. 

Ablauf einer Nierenkrebs-Erkrankung

Im Frühstadium ist die Erkrankung zumeist unauffällig und verursacht keine Symptome. Oft wird sie zufällig im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes entdeckt. In einem weiter fortgeschrittenen Stadium kann der Tumor Blut im Urin und  Schmerzen in der Leiste verursachen. Wie bei allen onkologischen Erkrankungen sind die Heilungschancen am größten, je früher der Tumor erkannt wird. Klarheit über die Diagnose schaffen eine Computertomografie /CT) und eine feingwebliche Untersuchung.

Behandlung und Operation von Nierenkrebs

Die Behandlung erfolgt in aller Regel durch operative Entfernung der tumortragenden Niere. Bei kleineren Tumoren ist es auch möglich, nur den Tumor zu entfernen und die Niere zu erhalten. Die Operation an sich ist zumeist mit nur wenigen Komplikationen verbunden und wird an unserer Abteilung für Urologie als Routineeingriff durchgeführt.

Hat sich der Tumor bereits organübergreifend ausgebreitet, gestaltet sich die weitere Behandlung schwieriger, da Nierenzellkarzinome weder auf eine Chemotherapie noch auf eine Hormon- oder Strahlentherapie positiv reagieren. Die Prognose hängt stark vom primären Tumorstadium und dem Vorliegen von Fernmetastasen ab. Bei einem kleinen, organbegrenzten Tumor liegt die Heilungschance bei etwa 95% und auch bei großen, aber noch auf das Organ begrenzte Tumoren erreicht man Heilungsraten von 85 - 90%. Beim Auftreten von Fernmetastasen können noch ca. 30% der Patienten geheilt werden.