Perkutane Nephrolithotomie

Bei der Therapie von Nierensteinen wird heutztage in vielen Fällen die perkutane Nephrolithotomie (PCNL) angewandt, insbesondere dann, wenn Steine durch ihre Größe, ihre Lage, ihre Zusammensetzung oder durch Anomalien der ableitenden Harnwege ein unbefriedigendes Therapieergebnis mittels ESWL  erwarten lassen.

Was ist die perkutane Nephrolithotomie?

Die perkutane Nephrolithotomie ist ein endoskopisches Verfahren ("Schlüsselloch-Chirurgie") zur Entfernung von Nierensteinen. Dabei erfolgt die Entfernung der Steine durch eine Punktion der betroffenen Niere durch die Haut. Der Eingriff erfolgt prinzipiell in Vollnarkose. Durch die winzigen Operationsschnitte in der Flanke des Patienten wird das Endoskop unter Sicht in die Niere eingeführt. Am Ende des Endoskops befindet sich eine Lichtquelle und eine Kamera; dem Operateur ist es so möglich, die Niere von innen zu begutachten und den Stein genau zu lokalisieren. Durch den Arbeitskanal des Endoskops werden anschließend feinste Instrumente (Ultraschall- oder Lasersonden) an den Stein herangeschoben. Der Stein wird zerkleinert und mit winzigen OP-Instrumenten (Zange oder Körbchen) entfernt. Abschließend wird vorübergehend eine Nierenfistel (Harnableitung nach außen) oder eine Harnleiterschiene (innere Harnableitung) eingelegt.

Wie verläuft die perkutan-endoskopische Behandlung der Nieren-Steine?

  • Wir nehmen unsere Patienten am Tag vor der Operation auf.
  • Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose.
  • Die Patienten können wenige Stunden nach der Operation normal essen und trinken.
  • In der Regel bleiben die Patienten 4 - 7 Tage bei uns in der Klinik.
  • Die Nierenfistel bzw. die Harnleiterschiene kann am Ende des stationären Aufenthaltes bei uns in der Klinik oder durch den niedergelassenen Urologen entfernt werden.