Nierenerkrankungen

Diagnose und Therapie werden optimal gebündelt.

Im Nierenzentrum der Paracelsus-Klinik Golzheim werden sämtliche Nierenerkrankungen behandelt:

  • Nierensteine
  • Nierenzysten
  • Nierenbeckenentzündung

Nierensteine

Nierensteine oder Nephrolithen sind Ablagerungen (Harnsteine) in den Nierengängen oder ableitenden Harnwegen. Letztere werden als Ureter- und Blasensteine bezeichnet. Andere Namen sind Nierenkonkrement oder Calculus renalis. Nierensteine können sich im Nierenbecken bilden, es kann aber auch zu einer Auskristallisation im Nierengewebe kommen, zum Beispiel bei der Uratniere. Durch Nierensteine kann die Funktion der Niere beeinträchtigt werden und es kann zu einer Nieren-Dysfunktion kommen, zum Beispiel durch Rückstau des Harns in die Nierenkanäle. Am häufigsten bestehen Nierensteine aus Calcium-Oxalat. Die Bildung von Nierensteinen kann durch erhöhte Oxalsäure-Werte begünstigt werden, die in einigen Nahrungsmitteln wie Rhabarber oder Roter Bete enthalten sind. Nierensteine entstehen vor allem in Zeiten mit vermehrtem Flüssigkeitsbedarf, wie im Sommer.

Nierensteine werden entweder von außen zertrümmert oder mithilfe eines Endoskops entfernt. Die Steinzertrümmerung erfolgt mit der Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL). Bei diesem nicht invasiven Verfahren werden die Steine durch fokussierte Stoßwellen, die außerhalb des Körpers erzeugt werden, zerstört. Die ESWL ist seit Jahrzehnten das schonendste Verfahren zur Behandlung von Harnsteinleiden. An der Paracelsus-Klinik Golzheim steht eine ESWL-Einheit modernster Bauart zur Verfügung. Nähere Informationen zum ESWL-Verfahren finden Sie hier.

Ist eine extrakorporale Steinzertrümmerung nicht möglich, wird heute bei der Therapie von Nierensteinen Fällen die perkutane Nephrolithotomie (PCNL) angewandt. Dabei handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren mit kleinsten Hautschnitten und endoskopischem Zugang in die Niere. Nähere Informationen zur perkutanen Nephrolithotomie finden Sie hier.

Nierenzysten

Unter Nierenzysten versteht man einzelne, flüssigkeitsgefüllte und von einer Kapsel umgebene Hohlräume im Parenchym der Niere, die in der Regel keine Beschwerden machen. Einzelne Nierenzysten liegen in der Nierenrinde, wobei kleine Zysten meist zeitlebens unbemerkt bleiben oder im Rahmen einer Untersuchung zufällig entdeckt werden. Manchmal können sie aber auch sehr groß werden und unbestimmte Druckschmerzen in der entsprechenden Nierengegend durch Verdrängung der Niere verursachen. Einzelne Nierenzysten können bei jedem Menschen auftreten und sind in der Regel harmlos. Sie verursachen normalerweise keine Beschwerden und müssen auch nicht behandelt werden.

Wenn sehr große Nierenzysten Beschwerden hervorrufen, müssen sie unter Umständen operativ entfernt werden. Auch in diesen Fällen kommt in der Hauptsache ein laparoskopisches OP-Verfahren zur Anwendung.

Nierenbeckenentzündung

Bei der Pyelonephritis handelt es sich um eine Entzündung des Nierenbeckens, die in den meisten Fällen durch Bakterien verursacht wird. Eine akute Nierenbeckenentzündung stellt eine häufige Komplikation der Blasenentzündung dar. Eine schwere akute Nierenbeckenentzündung mit Fieber und schlechtem Allgemeinbefinden muss stationär mit Antibiotika behandelt werden.