Prostataentzündung

Im Wesentlichen unterscheidet man bei der Prostataentzündung (Prostatitis) zwei Formen: die akute und die chronsiche Prostatitis.

Bei der akuten Prostatitis zeigen sich meist typische Beschwerden.Die Betroffenen leiden unter:

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • starkem Krankheitsgefühl
  • Schmerzen in der Dammgegend
  • häufigen Toilettengängen
  • unangenehme Blasenentleerung
  • Schmerzen während der Blasenentleerung

Diese Form der Prostataentzündung kann durch eine aufsteigende Infektionen mit bestimmten Bakterien ausgelöst werden, sie tritt aber auch häufig abakteriell auf, d.h. es können keine Erreger nachgewiesen werden. Die Behandlung erfolgt medikamentös, wobei zunächst zwischen der bakteriellen und abakteriellen Form unterschieden werden muss. Nach Gabe eines hoch dosierten Antibiotikums kommt es rasch zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden.

Im allgemeinen heilt eine akute Prostataentzündung in 10-14 Tagen aus. Sie kann jedoch auch in ein chronisches Stadium übergehen. Bei der chronischen Prostatitis handelt es sich um eine bakteriell bedingte Prostataentzündung, die aus einer nicht ausgeheilten akuten Prostatitis entstanden ist. Sie betrifft meist Männer in jüngeren oder mittleren Jahren.

Typische Krankheitszeichen sind ein leichtes Spannungs -oder Druckgefühl in der Dammgegend mit Ausstrahlung in die Hoden und Leisten. Auch Rückenschmerzen beim Aufrichten nach längerem Sitzen können ein Hinweis auf die Erkrankung sein ebenso wie eine Verstärkung der Beschwerden bei Kälte sowie verschiedenartige Störungen der Sexualfunktion.

Diagnostik bei Prostataentzündung

Zur Diagnosefindung erfolgen zunächst eine Tastuntersuchung der Prostata und Laboruntersuchungen von Urin, Prostatasekret und gegebenenfalls Sperma. So können in Kulturen die Erreger bestimmt und auf ihre Widerstandsfähigkeit (Resistenz) gegen Medikamente getestet werden. Bei unklaren Befunden und zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen sind eventuell weitere Untersuchungen nötig

Neben Antibiotika, die entsprechend der Laborergebnisse zu verordnen sind, werden beruhigende und durchblutungsfördernde, oft pflanzliche Präparate sowie krampflösende und schmerzlindernde Medikamente eingesetzt.