Akutschmerzmanagement

Eine besonders wichtige Rolle in unserer Klinik spielt die Verhütung und Behandlung von akuten Schmerzen nach dem "Golzheimer Schmerzkonzept".

„Weniger Schmerzen – schneller gesund...“®

Eine besonders wichtige Rolle in unserer Klinik spielt die Verhütung und Behandlung von akuten Schmerzen nach dem "Golzheimer Schmerzkonzept". Das gesamte pflegerische und ärztliche Team ist in das Akutschmerzmanagement eingewiesen. Unsere engagierten und sehr gut ausgebildeten Pflegenden sind rund um die Uhr erster Ansprechpartner für unsere Patienten.

Golzheimer Schmerzkonzept

Das Golzheimer Schmerzkonzept wurde zuletzt im April 2015 durch die CERTKOM - Gesellschaft für qualifizierte Schmerztherapie e.V. rezertifieziert.  Erstmals wurde das Golzheimer Schmerzkonzept 2012 durch die CERTKOM zertifiziert – als erste Klinik in Düsseldorf und als erste Klinik innerhalb der Paracelsus-Gruppe. Dabei wurde unserem Konzept der beste Therapieeffekt bescheinigt, den bis dahin jemals eine zertifizierte Klinik erreicht hatte.

Unsere Pflegenden sorgen bei Schmerzen für:

  • Rat und Information
  • Schmerzarme Lagerung und Mobilisation
  • Eingehen auf Ihre persönlichen Bedürfnisse
  • Gabe der Schmerzmedikamente
  • Schmerzbefragung und -dokumentation
  • Information der Ärzte bei Überschreitung von Schmerz-Grenzwerten
  • Weiterleitung bedeutsamer Informationen an Ihre weiterbetreuende Einrichtung

Was tun wir gegen Ihre Schmerzen?

Die Schmerzbehandlung beginnt bei uns immer parallel zur urologischen Behandlung, wenn diese mit Schmerzen verbunden sein sollte. Für die Anästhesie – also die Narkose im weitesten Sinne – bedeutet das, dass wir im Vorfeld jeder Behandlung, also zum Beispiel vor einer Operation, Ihre künftigen Schmerzen berücksichtigen. Man nennt diese moderne Vorgehensweise »präventive Schmerztherapie«. Sie kommt bereits bei der Auswahl der Narkosemedikamente zum Einsatz.

Auf den Stationen verwenden wir Schmerzmedikamente, die als Tabletten oder Tropfen eingenommen werden. Oft werden wir Ihnen Schmerzmedikamente anbieten, obwohl sie noch gar nicht danach gefragt haben. Dies soll dazu dienen, Schmerzen gar nicht erst stark werden zu lassen (Basismedikation).

Darüber hinaus können Sie sich jederzeit melden, wenn Schmerzen eine Stärke von mehr als 2 auf der Schmerzskala Ihres Schmerzlineals entwickeln. Sie erhalten dann rasch ein noch stärker wirksames Schmerzmedikament (Bedarfsmedikation).

Bei besonders schmerzhaften Eingriffen verwenden wir Schmerzkatheter, die am Rücken (PDA) oder in der Wunde selbst (LIA) angelegt werden und über mehrere Tage Schmerzen wirksam lindern. Wir bieten ebenfalls Patienten-kontrollierte Schmerzmittelpumpen an (PCIA), die Sie bedienen lernen und mit denen Sie sich durch Knopfdruck Schmerzmittel selbst verabreichen können.

Schmerzen messen mit dem Schmerzlineal

Weil jeder Mensch Schmerzen unterschiedlich wahrnimmt und es bisher keine Methode gibt, die Schmerzstärke so exakt zu messen, wie z. B. den Puls oder den Blutdruck, sind wir auf Ihre ganz persönliche Einschätzung Ihrer Schmerzen angewiesen. Hierzu verwenden wir ein Schmerzlineal mit einer numerischen Rating-Skala von 0 bis 10. "0" bedeutet, dass Sie gar keine Schmerzen haben, "10" bedeutet den stärksten Schmerz, den Sie sich vorstellen können.

Wir fragen unsere Patienten regelmäßig nach Ihrer Schmerzstärke in Ruhe und bei Bewegungen. Wir streben grundsätzlich eine Schmerzstärke von weniger als "3" auf der Schmerzskala an.

Unser Schmerzflyer

Bereits bei der pflegerischen Krankenhausaufnahme erhalten Sie eine Informationsbroschüre, die Ihnen unser Schmerzbehandlungskonzept gut verständlich erklärt.