Nierenzentrum

Allgemeine Sprechstunde:

Dienstag: 12.00 – 15.00 Uhr

Kontakt über:
T: 0211 4386-101

Im Nierenzentrum der Paracelsus-Klinik Düsseldorf Golzheim werden sämtliche Nierenerkrankungen behandelt, so unter anderem Nierensteine, Zysten und Nierenbeckenentzündungen. Besonderes Augenmerk legt die Klinik auf die Diagnose und Behandlung von Nierentumoren.

Diagnostik

Nierenerkrankungen können verschiedene Ursachen haben. Deshalb setzt die Paracelsus-Klinik Düsseldorf Golzheim eine Vielzahl von diagnostischen Maßnahmen ein. Insbesondere Nierentumoren werden häufig nur im Rahmen einer Routine-Ultraschalluntersuchung entdeckt. Zur Abklärung setzt die Paracelsus-Klinik Golzheim weitere diagnostische Maßnahmen ein:

  • Laboruntersuchungen
  • Computertomographie (CT)
  • Magnetresonanztomographie (MRT)

Krankheitsbilder und Therapieangebote

Im Nierenzentrum Golzheim werden sämtliche Erkrankungen der Nieren und Nebenniere behandelt. Die Therapieangebote sind vielfältig und richten sich nach den Ergebnissen der Diagnose und der Vorgeschichte des Patienten. Wichtige Krankheitsbilder sind dabei:

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Nierensteine werden entweder von außen zertrümmert oder mithilfe eines Endoskops entfernt. Die Steinzertrümmerung erfolgt mit der Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL). Bei diesem nicht invasiven Verfahren werden die Steine durch fokussierte Stoßwellen, die außerhalb des Körpers erzeugt werden, zerstört. Die ESWL ist seit JahrNierensteine oder Nephrolithen sind Ablagerungen (Harnsteine) in den Nierengängen oder ableitenden Harnwegen. Letztere werden als Ureter- und Blasensteine bezeichnet. Andere Namen sind Nierenkonkrement oder Calculus renalis. Nierensteine können sich im Nierenbecken bilden, es kann aber auch zu einer Auskristallisation im Nierengewebe kommen, zum Beispiel bei der Uratniere. Durch Nierensteine kann die Funktion der Niere beeinträchtigt werden und es kann zu einer Nieren-Dysfunktion kommen, zum Beispiel durch Rückstau des Harns in die Nierenkanäle. Am häufigsten bestehen Nierensteine aus Calcium-Oxalat. Die Bildung von Nierensteinen kann durch erhöhte Oxalsäure-Werte begünstigt werden, die in einigen Nahrungsmitteln wie Rhabarber oder Roter Bete enthalten sind. Nierensteine entstehen vor allem in Zeiten mit vermehrtem Flüssigkeitsbedarf, wie im Sommer.

Unsere Therapieangebote:

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL)
Nierensteine werden entweder von außen zertrümmert oder mithilfe eines Endoskops entfernt. Die Steinzertrümmerung erfolgt mit der Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL). Bei diesem nicht invasiven Verfahren werden die Steine durch fokussierte Stoßwellen, die außerhalb des Körpers erzeugt werden, zerstört. Die ESWL ist seit Jahrzehnten das schonendste Verfahren zur Behandlung von Harnsteinleiden. An der Paracelsus-Klinik Golzheim steht eine ESWL-Einheit modernster Bauart zur Verfügung.

Perkutane Nephrolithotomie (PCNL)
Ist eine extrakorporale Steinzertrümmerung nicht möglich, wird heute bei der Therapie von Nierensteinen Fällen die perkutane Nephrolithotomie (PCNL) angewandt. Dabei handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren mit kleinsten Hautschnitten und endoskopischem Zugang in die Niere.

Ureterorenoskopie (URS)
Bei der Harnleiter- und Nierenspiegelung (Ureterorenoskopie, URS) handelt es sich um ein endoskopisches Verfahren zur Spiegelung des Harnleiters (Ureter) und der Niere. Dieses Verfahren steht (neben der Nutzung als Diagnostikinstrument) auch für die Therapie von Nieren- und Harnleitersteinen zur Verfügung. Hierbei wird mit Hilfe einer Kamera über den Harnleiter in die Niere „geschaut“ und die Steine werden mittels Laser zerkleinert und anschließend mit Zange oder Körbchen entfernt.

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Unter Nierenzysten versteht man einzelne, flüssigkeitsgefüllte und von einer Kapsel umgebene Hohlräume im Parenchym der Niere, die in der Regel keine Beschwerden machen. Einzelne Nierenzysten liegen in der Nierenrinde, wobei kleine Zysten meist zeitlebens unbemerkt bleiben oder im Rahmen einer Untersuchung zufällig entdeckt werden. Manchmal können sie aber auch sehr groß werden und unbestimmte Druckschmerzen in der entsprechenden Nierengegend durch Verdrängung der Niere verursachen. Einzelne Nierenzysten können bei jedem Menschen auftreten und sind in der Regel harmlos. Sie verursachen normalerweise keine Beschwerden und müssen auch nicht behandelt werden.

Wenn sehr große Nierenzysten Beschwerden hervorrufen, müssen sie unter Umständen operativ entfernt werden. Auch in diesen Fällen kommt in der Hauptsache ein laparoskopisches OP-Verfahren zur Anwendung.

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Bei der Pyelonephritis handelt es sich um eine Entzündung des Nierenbeckens, die in den meisten Fällen durch Bakterien verursacht wird. Eine akute Nierenbeckenentzündung stellt eine häufige Komplikation der Blasenentzündung dar. Eine schwere akute Nierenbeckenentzündung mit Fieber und schlechtem Allgemeinbefinden muss stationär mit Antibiotika behandelt werden.

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Nierenkrebs ist relativ selten und macht etwa ein bis zwei Prozent der Krebserkrankungen aus. Die Mehrzahl der bösartigen Nierentumoren sind so genannte Nierenzellkarzinome, wobei Männer etwa doppelt so häufig davon betroffen sind wie Frauen. In den letzten Jahrzehnten verzeichnet man in den Industriestaaten ein deutliches Ansteigen der Fälle von Nierenzellkarzinomen, das mutmaßlich auf die steigende Belastung mit Umweltgiften (Kadmium, Blei) zurückzuführen ist. Als weitere Risikofaktoren gelten Nikotin, starkes Übergewicht und übermäßiger Schmerzmittelkonsum. 

Im Frühstadium ist die Erkrankung zumeist unauffällig und verursacht keine Symptome. Oft wird sie zufällig im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes entdeckt. In einem weiter fortgeschrittenen Stadium kann der Tumor Blut im Urin und Schmerzen in der Leiste verursachen. Wie bei allen onkologischen Erkrankungen sind die Heilungschancen am größten, je früher der Tumor erkannt wird. Klarheit über die Diagnose schaffen eine Computertomografie CT) und/oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) und in Ausnahmefällen eine feingewebliche Untersuchung.

Unsere Therapieangebote:

Radikale Tumornephrektomie
Die Behandlung erfolgt bei großen fortgeschrittenen Tumoren durch die operative Entfernung der tumortragenden Niere (radikale Tumornephrektomie).

Nierenteilresektion / Tumorenukleation
Bei kleineren Tumoren ist es auch möglich, nur den Tumor zu entfernen und die Niere zu erhalten (Nierenteilresektion). Aufgrund des schonenderen Operierens, der schnelleren Heilung und des geringeren Blutverlustes bei gleichzeitig besserem kosmetischem Ergebnis hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten neben „offenen Operationen“ auch die minimal invasive laparoskopische Nephrektomie durchgesetzt.

Roboter-assistierte Da Vinci®-Nierenteilresektion
Als jüngste Variante dieses Verfahrens kann die Roboter-assistierte Da Vinci®-Nierenteilresektion angeboten werden. Diese hat gegenüber der konventionellen Laparoskopie aufgrund der besseren Instrumente, der Vergrößerung sowie des dreidimensionalen Sehens Vorteile.

Immuntherapie
Der Ansatzpunkt der Immuntherapie mit den so genannten Checkpoint-Inhibitoren ist nicht die Tumorzelle selbst, sondern das Immunsystem. Um der körpereigenen Abwehr kranker oder veränderter Zellen zu entgehen, können Krebszellen sich „tarnen“ und in der Folge ungestört wachsen. Mit der so genannten „Checkpoint-Blockade“ soll die Tumorabwehrreaktion des Immunsystems wiederhergestellt werden, so dass die Tumorzellen durch körpereigene T-Zellen zerstört werden.

Nierenchirurgie

Neben der operativen Behandlung von Nierentumoren umfasst die Nierenchirurgie in der Paracelsus-Klinik Düsseldorf Golzheim eine Vielzahl weiterer Erkrankungen der Nieren.

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Bei Nierenbeckenabgangsengen (der Übergang zwischen Nierenbecken und Harnleiter ist verengt), meist durch aberrierende Gefäße, kommt es zum Harnaufstau. Dies kann ein Zufallsbefund sein oder auch aufgrund von Schmerzen, Infektionen oder Steinleiden auffallen. Eine Nierenbeckenabgangsenge kann offen oder auch mit dem Da Vinci®-OP-Roboter operiert werden, dabei wird die Engstelle entfernt und der Harnleiter sowie das Nierenbecken werden wieder neu vernäht.

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Bei sehr großen Steinen oder auch kombiniert mit einer Nierenbeckenabgangsenge erfolgt die Operation „offen“, dabei kann auch die Nierenbeckenabgangsenge korrigiert werden.

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Bei einer Harnleiter-Stenose (Engstelle) wird eine sog. End zu- End-Anastomose hergestellt, d.h. die Engstelle wird herausgeschnitten, die Enden werden wieder zusammengenäht. Eine weitere Harnleiter-OP ist die offene Harnleiter-Steinentfernung, die durchgeführt wird, wenn keine Möglichkeit einer endo-urologischen OP besteht, der Eingriff also nicht minimal-invasiv erfolgen kann.

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Auch die Neu-Implantation des Harnleiters gehört zum Leistungsspektrum der modernen Nierenchirurgie.

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Viele der genannten Operationen rund um die Nieren können auch mit dem Da Vinci®-OP-Roboter durchgeführt werden, so u.a. die Entfernung der gesamten Niere (Nephrektomie), die Nierenteilresektionen, Nierenbeckenplastik, ggf. auch die Pyelolithotomie (Steinentfernung), Harnleiter-End zu End Anastomosen, Harnleiterneuimplantation, Nephroureterektomie (Entfernung von Niere und gesamten Harnleitern zusammen). Die Paracelsus-Klinik Düsseldorf Golzheim als größte urologische Fachklinik in Deutschland ist derzeit auf dem Weg zum Da Vinci®-Exzellenzzentrum und plant, bei diesen Eingriffen neben etablierten und bewährten Operationsmethoden auch roboter-unterstützte OPs anzubieten, sofern dies möglich und sinnvoll ist.

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