Prostatazentrum

Das Prostatazentrum der Paracelsus-Klinik Golzheim bietet modernste Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei allen Erkrankungen der Prostata.

Sprechstunde:

Prostatazentrum
Matthias Puzik
Leitender Oberarzt
Montag und Mittwoch: 13.00 – 14.00 Uhr
Ambulanz-Sekretariat
Telefon: 0211 4386 170

Es gibt verschiedene Gründe, einen Facharzt für Urologie aufzusuchen: entweder im Rahmen der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchung (Untersuchung der äußeren Genitalien und der Prostata, für Männer ab 45 empfohlen) oder bei Beschwerden/Symptomen, die auf eine urologische Erkrankung hinweisen (Probleme oder Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Kontinenzprobleme, Blut im Urin /Ejakulat etc.). Wenn die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, überweist der niedergelassene Urologe seine Patienten in eine Fachklinik.

Das Prostatazentrum Düsseldorf ist ein Zusammenschluss unserer Paracelsus-Klinik Golzheim als Fachklinik für Urologie mit niedergelassenen Fachärzten für Urologie, Strahlentherapie und Pathologie. In Abgrenzung zu anderen Zentren beschränken wir uns nicht nur auf die Behandlung des Prostatakarzinoms, sondern bieten den Patienten professionelle Diagnostik, Therapie und Nachsorge für alle Erkrankungen der Prostata. Unter dem Leitsatz: „Alles aus einer Hand“ bündelt das Prostatazentrum Kompetenz und Erfahrung aller an der Behandlung Beteiligten und ermöglicht einen kontinuierlichen Austausch der notwendigen Informationen und nächsten Behandlungsschritte. Alle Mitglieder des Prostatazentrums sind spezialisierte Experten auf ihrem Gebiet und arbeiten nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie den Empfehlungen der internationalen Fachgesellschaften.

Klinische Diagnostik

Prostatabeschwerden können verschiedene Ursachen haben. Deshalb setzt die Paracelsus-Klinik Düsseldorf Golzheim eine Vielzahl von diagnostischen Maßnahmen ein.

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Dabei entnimmt der Arzt mit feinen Nadeln sehr kleine Gewebezylinder aus der Prostata.

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Hierbei werden zuvor vom Radiologen erstellte Magnetresonanztomografie-Bilder während der Untersuchung über das Ultraschallbild gelegt, so dass verändertes Gewebe genau erkannt und mit der Biopsie-Nadel exakt entnommen werden kann.

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  • transrektaler Ultraschall
  • ultraschall-gesteuerte Prostatabiopsie in örtlicher Betäubung
  • Urodynamik
  • Uroflowmetrie (Messung des Harnausflusses während der Blasenentleerung)
  • konventionelle Röntgendiagnostik
  • Computertomografie (CT)
  • Positronen-Emissionstomografie (PET-CT)
  • Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Laboruntersuchungen
  • Labor- und Urindiagnostik
  • PCA3 Test, DIA-PAT
  • Pathologie/Histologie
  • Immunhistochemie
  • Endoskopische Diagnostik und Punktionen

Wichtige Krankheitsbilder und Therapieangebote

Auch die Therapieangebote sind unterschiedlich und richten sich nach den Ergebnissen der Diagnose und der Vorgeschichte des Patienten.

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Die Prostata ist eine Drüse in der Größe einer Kastanie, in der Samenleiter und Harnröhre zusammenlaufen. Sie arbeitet wie ein Mischventil, in dem der Samenflüssigkeit bestimmte Sekrete zugeführt werden, die den größten Teil des Ejakulats ausmachen und die Fruchtbarkeit des Mannes gewährleisten. Dabei umschließt die Prostata die Harnröhre etwa so, als würde mitten durch eine geschälte Apfelsine ein Strohhalm führen. Mit zunehmendem Alter wird aus der “Kastanie” ein “Pfirsich”. Etwa ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Prostata bei vielen Männern zu wachsen, sowohl nach außen als auch nach innen. Aufgrund einer verengten Harnröhre verringert sich der Harnstrahl, die Blasenentleerung wird erschwert und verursacht häufigen Harndrang und wiederkehrende Entzündungen.

Jeder 2. Mann nach dem fünfzigsten Lebensjahr entwickelt eine gutartige Vergrößerung der Prostata: die benigne Prostatahyperplasie (BPH). Mit fortschreitendem Alter nimmt die Häufigkeit dieser Erkrankung immer weiter zu. Die BPH ist die häufigste urologische Erkrankung des Mannes, die zunächst wenige Beschwerden verursacht. Langsam aber kontinuierlich schreitet der Prozess voran, die Prostata vergrößert sich immer mehr. Es kommt zu einem Abflusswiderstand beim Wasserlassen. Die typischen Beschwerden treten zumeist erst dann auf, wenn die organischen Veränderungen schon weit vorangeschritten sind. Die Betroffenen leiden oft unter:

  • einem verzögerten Beginn der Blasenentleerung
  • einem abgeschwächten Harnstrahl
  • dem Gefühl einer unvollständig entleerten Blase
  • nächtlichem Harndrang

Unsere Therapieangebote

  • Medikamentöse (konservative) Therapie der BPH
  • TURP (transurethrale Prostataresektion):
    operatives Standardverfahren, bei dem die Prostata komplett oder teilweise über die Harnröhre entfernt wird
  • Adenomektomie / Adenomenukleation der Prostata:
    Entfernung des vergrößerten Prostatagewebes über einen kleinen Unterbauchschnitt

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Wie jede andere Erkrankung kann auch Prostatakrebs umso besser behandelt werden, je früher die Krankheit erkannt wird. Ist der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose noch auf die Prostata beschränkt, liegen die Heilungsaussichten heute bei 90 Prozent. Deshalb sollten Sie ab dem 45. Lebensjahr unbedingt die gesetzliche Früherkennung in Anspruch nehmen, auch wenn Sie keine Beschwerden haben. Unabhängig vom Alter sollten Sie bei folgenden Symptomen unbedingt einen Arzt aufsuchen:

  • Häufiger Harndrang, besonders nachts
  • schwacher oder unterbrochener Harnfluss, mit dem Gefühl der unvollständigen Entleerung
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Erektionsstörungen und verminderte Lust
  • Blut in Urin oder Samenflüssigkeit

Unsere Therapieangebote

  • Radikale Prostatektomie (offen):
    operativer Eingriff, bei dem die Prostata mit ihrer Hülle, den Samenblasen und einem Teil des Samenleiters entfernt wird
  • Prostatektomie (laparoskopisch mit Da Vinci®):
    robotisch unterstützte minimal-invasive Prostatektomie
  • Tookad:
    neues Laserverfahren, mit dem Tumore in der Prostata so behandelt werden, dass sie absterben, ohne dabei das Organ zu schädigen (fokale Therapie)
  • Active Surveillance:
    Regelmäßige Kontrollen, vorerst keine Therapie bei Patienten mit nicht signifikantem Prostatakarzinom, welches möglicherweise nicht lebenslimitierend ist.
  • Palliative transurethrale Resektion der Prostata (TURP) bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom:
    wird zur Steigerung der Lebensqualität und zur Minderung von Beschwerden und Komplikationen eingesetzt.
  • Plastische Orchiektomie:
    bei dieser Behandlung des Prostatakrebs wird das innere, hormonaktive Hodengewebe, nicht aber die Hodenkapsel oder der Nebenhoden entfernt. Daher wird diese Form des Eingriffs als bilaterale plastische Orchiektomie bezeichnet.
  • Hormon- und Chemotherapie:
    kombinierte Hormon-Chemotherapie bei fortgeschrittenem Prostatakrebs
  • Watchful Waiting / Best supportive Care:
    „Beobachtendes Abwarten“, eignet sich für leistungseingeschränkte Patienten bei denen keine gegenwärtigen Beschwerden vorliegen und eine (belastende) heilende Behandlung nicht empfohlen werden kann.

Unsere Nachsorgeangebote

Natürlich betreuen wir Sie, zusammen mit Ihrer niedergelassenen Facharztpraxis, auch nach Ihrem stationären Aufenthalt in unserer Klinik weiter.

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  • Onkologische Nachbetreuung in unserer Klinik durch ein auf die Behandlung von Tumorerkrankungen spezialisiertes Team
  • Vermittlung in onkologische Reha-Maßnahmen durch unseren Sozialdienst noch während des stationären Aufenthaltes
  • regelmäßige Kontrollen in unseren Sprechstunden

Ansprechpartner

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