VTP-Therapie mit TOOKAD®

Neue minimalinvasive Behandlung eines lokalisierten Prostatakarzinoms

Was ist Tookad?

„Tookad“ kommt aus dem Hebräischen und heißt „Licht“. Es handelt sich dabei um eine neue minimal-invasive Behandlungsmethode für Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom. Die neue Therapie wurde 2016 in Israel entwickelt und wird seit 2018 auch in der Paracelsus-Klinik Düsseldorf Golzheim eingesetzt. Tookad ist ein Laserverfahren und damit eine photodynamische Therapie, die Tumoren in der Prostata zerstört, ohne dabei das Organ zu schädigen. Damit ist auch das Risiko von Inkontinenz und erektiler Dysfunktion bei dieser Behandlungsmethode erheblich reduziert, wenn nicht ausgeschlossen.

Wie funktioniert Tookad?

Bei der photodynamischen Therapie „spickt“ der Arzt zunächst das Krebsgewebe der Prostata über den Damm mit winzigen Laserfasern. Über die Venen wird dem Patienten dann das lichtempfindliche Medikament Padeliporfin injiziert. An den Fasern entlang schickt der Operateur Laserlicht, das den Wirkstoff aktiviert. Das Medikament zerstört die Gefäße, schneidet die Blutzufuhr ab und lässt das Krebsgewebe absterben.

Zunächst werden in die Prostata des Patienten über den Damm winzige Laserfasern eingebracht, während der Patient in Vollnarkose ist. Anschließend wird über die Vene das Medikament TOOKAD® injiziert. Dies enthält eine Substanz mit dem Namen Padeliporfin, die Körpergewebe und Organe lichtempfindlich macht. Nun wird das Laserlicht entlang der Fasern geführt und aktiviert so den Wirkstoff. Mithilfe einer Behandlungs-Software lässt sich die Lage der Fasern bestimmen, die wiederum die Größe und Lage des Tumors anzeigen. Das Medikament zerstört die betreffenden Blutgefäße, unterbindet die Blutzufuhr und lässt das Krebsgewebe absterben.

Behandlungsdauer und Risiken

Die Operation dauert etwa 90 Minuten, die Laserbehandlung selbst rund 20 Minuten. Da die Substanz nicht nur in der Prostata, sondern überall im Körper wirkt, müssen die Patienten 24 Stunden lang Licht strikt meiden, sollten nicht fernsehen oder das Handy benutzen. Unsere Patienten erhalten Sonnenbrillen und werden in speziell abgedunkelten Zimmern untergebracht. Nach zwei Tagen kann der Patient in der Regel entlassen werden. Die Behandlung hat wenige Nebenwirkungen, neun bis zwölf Monate nach der minimalinvasiven OP wird mittels einer Biopsie das Behandlungsergebnis überprüft.

Hohe Heilungschancen auf sanftem Weg

Prostatakrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Jährlich erkranken fast 60.000 Männer daran. Patienten mit der Diagnose „Prostatakrebs mit geringem Risiko“ konnten sich bisher für das „Aktive Abwarten“ entscheiden. Das heißt, sie werden engmaschig kontrolliert und nach sechs bis neun Monaten wird eine erneute Biopsie durchgeführt. Daneben bestand bisher auch die Möglichkeit einer radikalen Behandlung, also einer Entfernung der gesamten Prostata oder einer Strahlentherapie. Beide Wege können sehr belastend für den Betroffenen sein und bergen das Risiko von Inkontinenz und erektiler Dysfunktion.

Mit der neuen Tookad-Methode steht den Patienten ein dritter, schonender Weg zur Verfügung: Die Heilungschancen bei einem lokal begrenzten Prostatakarzinom sind groß. Mit Tookad lässt sich der Tumor sehr gezielt zerstören, das Organ selbst bleibt aber erhalten. Das für viele Patienten zermürbende Warten auf die nächste Biopsie entfällt ebenso wie die Sorge vor Inkontinenz und Impotenz bei einer radikalen Prostatektomie oder einer Strahlentherapie. Patienten mit einem Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom haben damit eine echte Alternative zu den bisherigen Behandlungsmöglichkeiten.

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