Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM)

Handkraftmessung
Arbeitsspezifischer Zusatztest

§ 84 Abs. 2 des Sozialgesetzbuches IX verpflichtet heute den Arbeitgeber zur Durchführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements. Es ist immer dann durchzuführen, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig ist. Durch frühzeitiges Handeln bei der Erkennung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Mitarbeitern sowie durch Einleitung präventiver und rehabilitativer Maßnahmen sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Überwindung der Arbeitsunfähigkeit
  • Vorbeugung vor erneuter Arbeitsunfähigkeit
  • Erhalt des Arbeitsplatzes
  •  Vermeidung einer Ausgliederung aus dem Betrieb.

Das Institut für Arbeits- und Sozialmedizin (IfAS) der Paracelsus-Klinik an der Gande (PKadG) entwickelte 2005 mit den leitenden Ärzten der Klinik ein besonderes Programm für ein EFL-gestütztes Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement (BEM) für Unternehmen als externes Dienstleistungsunternehmen. Es ist als Win-Win-Konzept aller Beteiligten konzipiert.

Das Ziel des Projektes ist es, langzeiterkrankten, älteren Arbeitnehmern mit Erkrankungen aus dem orthopädischen oder traumatologischen Krankheitsbereich durch institutionelle Vernetzung, frühzeitig sämtliche sozialmedizinischen, medizinischen und beruflichen Rehabilitationsleistungen (Disability Management) zukommen zu lassen und somit Chronifizierungen und Ausgliederungen aus dem Betrieb zu verhindern. Der arbeitsmedizinische Abgleich der körperbezogenen Leistungsfähigkeit mit dem arbeitsplatzbezogenen Anforderungsprofil erfolgt über die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) nach S. Isernhagen. Zentrale Elemente sind dabei gutachterliche Erfassungen funktionaler Störungen aus den medizinischen Fachdisziplinen der Inneren Medizin, der Orthopädie, der Psychologie, der Sportmedizin und der Arbeits- und Sozialmedizin, mit Abgabe einer kompetenten Empfehlung zur Wiedereingliederung in Arbeit.

In einem dreitägigen stationären Aufenthalt führen wir eine standardisierte Diagnostik durch und legen den Firmen ein professionelles Disability Management zur langfristigen Wiedereingliederung ihrer Mitarbeiter vor. Eine sofortige abschließende Stellungnahme vermittelt allen ärztlich Beteiligten, insbesondere den Arbeitsmedizinern des Betriebes, umgehend das Bild der aktuellen und langfristigen Leistungsfähigkeit, zeigt ein klares Profil der weiteren Einsatzfähigkeit im Betrieb auf und unterstützt den Arbeitnehmer in der Einforderung seiner Rechte in unseren sozialen Sicherungssystemen.

Ist eine stationäre Rehabilitation oder eine berufliche Reha-Maßnahme erforderlich, ist die unmittelbare Umsetzung durch Anbindung des Instituts an das JobReha Modell der DRV-Braunschweig-Hannover gewährleistet.

Etliche international agierende Firmen nutzen derzeit unsere externe Dienstleistung zum Disability Management-BEM oder haben mit uns Kooperationsverträge darüber abgeschlossen:

  • Salzgitter AG, Salzgitter,
  • Alstom Transport Deutschland GmbH, Salzgitter,
  • Johnson Controls Power Solution Inc, Hannover,
  • Voith Scharfenberg, Salzgitter
  • Schott AG, Deutschland.


Anmeldungen zur Begutachtung über Tel: 0 53 82 / 74 479