Schmerztherapie

Weniger Schmerzen – schneller gesund!

Weniger Schmerzen - schneller gesund!
Weniger Schmerzen - schneller gesund!


Wie helfen wir Ihnen bei akuten Schmerzen, z.B. nach Operationen?

In der Paracelsus-Klinik Hemer liegt uns Ihre Zufriedenheit ganz besonders am Herzen.

Wir wissen, dass Sie nicht nur eine erfolgreiche chirurgische Behandlung erfahren möchten, sondern darüber hinaus so wenig Schmerzen wie möglich haben wollen.

Wozu dienen Schmerzen?

Die Schmerzempfindung ist eine normale Reaktion des Körpers auf einen schädigenden Einfluss. Schmerzen haben eine Warnfunktion, die Ihre Gesundheit schützen soll. So sind auch die Schmerzen nach Ihrer Operation zu erklären. Sie sollen aber auf keinen Fall so stark sein, dass sie Ihren Genesungsprozess behindern oder verzögern.

Viele Menschen klagen neben der begleitend zu operierenden Grunderkrankung über wiederkehrende oder chronische Schmerzen, die oftmals Folge von Erkrankungen oder vorausgegangenen Operationen sind. Diese Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit der Betroffenen und beeinträchtigen natürlich auch den Genesungsverlauf des aktuellen stationären Aufenthaltes. Auch diese Schmerzen werden durch unser Team berücksichtigt.

Können Schmerzen schaden?

Unbehandelte, stärkere Schmerzen verursachen Stress, erhöhen das Risiko von Herz/Kreislaufproblemen, Schwächen die körpereigene Krankheitsabwehr, begünstigen das Auftreten von Lungenentzündungen und verursachen Störungen der Magen- und Darmfunktion.

Bleiben diese Schmerzen über längere Zeit unerträglich und unbehandelt, kommt es im Nervensystem, insbesondere im Gehirn zu einem Lernprozess. Der Schmerz bleibt, auch wenn die Ursache längst behoben ist. Der Schmerz selbst wird zur Krankheit.

Kann man Schmerzen messen?

Weil jeder Mensch Schmerzen ganz individuell wahrnimmt, ist eine Messung der Schmerzen schwierig. Es ist nicht so einfach wie die Messung von Puls und Blutdruck. „Schmerzlineal“ mit einer Skala von 0 – 10. Es hat sich gezeigt, dass jeder seinem Schmerz eine Zahl geben kann. Bei einem Wert < 4 sind Schmerzen erträglich und behalten ihre Warnfunktion.

Wann werden Sie nach Ihren Schmerzen gefragt?

Die Erfassung beginnt bereits beim Aufnahmegespräch beim Anästhesisten im Rahmen der Vorbereitung auf die Narkose für die jeweilige Operation.

Des Weiteren fragen wir im Aufwachraum oder auf der Intensivstation postoperativ nach Ihren Schmerzen und selbstverständlich auch im weiteren Verlauf der postoperativen Behandlung auf der Station. Im Idealfall vor und nach der Gabe eines Schmerzmittels.

Was tun wir alles gegen Ihre Schmerzen?

Die Schmerzbehandlung erfolgt kontinuierlich perioperativ, d.h. im gesamten Verlauf Ihrer operativen Behandlung.

Wenn Sie zum Narkosevorgespräch zu uns kommen, überprüfen wir die Wirksamkeit einer eventuell vorbestehenden Schmerzmedikation und berücksichtigen dies bei der Schmerzmittelgabe während und nach der Operation. Im Rahmen Ihres perioperativen stationären Aufenthaltes setzen wir folgende schmerztherapeutische Verfahren ein:

  • Infusionstherapien
  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Patientenkontrollierte pumpengestützte Schmerztherapie (PCA)
  • Therapeutische Lokalanästhesie
  • Spinal- oder Periduralanästhesie (rückenmarksnah)
  • Periphere Nervenblockaden, z.B. in der Gelenkchirurgie
  • Physiotherapie
  • Alternative Verfahren, z.B. Akupunktur, kommen gelegentlich zum Einsatz

Auf der Station verwenden wir die üblichen Schmerzmedikamente, die als Tabletten oder Tropfen eingenommen werden. Oft werden wir Ihnen Schmerzmedikamente anbieten, obwohl Sie noch gar nicht danach gefragt haben. Dies soll dazu dienen, Schmerzen erst gar nicht stark werden zu lassen (Basismedikation).

Darüber hinaus können Sie sich jederzeit melden, wenn die Schmerzen eine Stärke von mehr als 3 auf der Schmerzskala entwickeln. Sie erhalten dann rasch noch eine stärker wirksame Schmerzmedikation (Bedarfsmedikation).

Bei besonders schmerzhaften Eingriffen verwenden wir auch Schmerzkatheter, z.B. den sogenannten Periduralkatheter der vor allen Dingen bei großen Baucheingriffen die Schmerzen über mehrere Tage nahezu ausschalten kann. Wir legen in der Gelenkchirurgie periphere Schmerzkatheter mit denen wir auch über mehrere Tage Lokalanästhetika an die das Wundgebiet versorgenden Nerven spülen können, wie beim Zahnarzt. So ergibt sich dadurch schon eine höhergradige Schmerzlinderung. Des Weiteren bieten wir ebenfalls in der orthopädischen Chirurgie, aber auch bei anderen Eingriffen zur Basismedikation, die patientenkontrollierte Schmerztherapie an (PCA). Das sind technisch hochwertige, per Computerchip gesteuerte Pumpen, mit denen man kleinste Mengen eines Schmerzmittels auf Knopfdruck in das eigene Gefäßsystem einspritzen kann. So wirkt das Schmerzmittel schneller als die Gabe von Tropfen oder einer Tablette.

Die Verfahren werden von den Patienten sehr gut angenommen.

Schmerzdienst - Jederzeit gut aufgehoben!

Unser engagiertes und gut ausgebildetes Pflegepersonal ist rund um die Uhr Ihr Ansprechpartner. Unser speziell ausgebildetes Pflegepersonal, auch Pain Nurse genannt, kümmert sich täglich bei Visiten um Sie.

Sie sorgen für: 

  • Rat und Information
  • Schmerzarme Lagerung und Mobilisation
  • Eingehen auf Ihre ganz individuellen Bedürfnisse
  • Schmerzbefragung und Dokumentation
  • Information der Ärzte, der Anästhesie wenn die geplante Schmerzmedikation nicht ausreicht

Physiotherapie

Das Reha-Zentrum Hemer unterstützt die Patienten und Betroffenen mit physiotherapeutischen Anwendungen

Die Paracelsus-Klinik Hemer hat eine Physiotherapie im Haus. Die Physiotherapeutinnen und -therapeuten sind in den Schmerzlinderungsprozessen mit einbezogen. Sie erklären Ihnen nichtmedikamentöse Techniken zur Schmerzreduktion und sind damit aktiv an Ihrem Genesungsprozess beteiligt.

Ihre Mitarbeit ist wichtig

Auch Sie können aktiv zu Ihrem Genesungsprozess beitragen. Dazu sind Sie derjenige, der uns die wichtigsten Informationen zu Ihren Schmerzen geben kann.

Bitte teilen Sie uns mit:

  • Wenn Sie irgendwann einmal gegen ein Schmerzmedikament allergisch reagiert haben oder es wegen Nebenwirkungen absetzen mussten.
  • Wenn Sie bereits regelmäßig Schmerzmittel einnehmen, nennen Sie uns bitte Art und Dosierung. Dies gilt auch für Schmerzen die mit Ihrem aktuellen Klinikaufenthalt nichts zu tun haben.
  • Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen im Umgang mit Schmerzen.Wir beziehen diese gerne in die Behandlung mit ein.

Bitte melden Sie sich sofort:

  • Wenn Lokalisation oder Charakter des Schmerzes sich ändern
    Wenn die gegebenen Schmerzmittel nicht ausreichen
  • Damit wir schnellstens darauf reagieren können
  • Halten Sie sich bitte unbedingt an unsere Absprachen und nehmen Sie bitte keine Schmerzmittel aus eigenem Bestand ein, es sei denn, wir haben dies mit Ihnen ausdrücklich so besprochen.   

Was können Sie für sich selbst tun? 

1.     Nutzen Sie die Hilfestellung und Tipps, die Sie vom Pflegepersonal und den
        Physiotherapeuten erhalten.

2.     Finden Sie für sich persönlich die bequemste Sitz- oder Liegeposition heraus.

3.     Soweit dies die Operation zulässt, tun Sie sich etwas Gutes:

  • Freuen Sie sich über Ihre Besucher
  • Umgeben Sie sich mit Utensilien aus Ihrer heimischen Umgebung
  • Tragen Sie Ihre bequeme Lieblingskleidung
  • Genießen Sie die Musik die Sie mögen
  • Lesen Sie ein spannendes Buch
  • Radio und Fernsehen stehen Ihnen zur Verfügung
  • Wenn es möglich ist, machen Sie kleine Spaziergänge an der frischen Luft
  • Besuchen sie unsere Cafeteria

  

GANZ WICHTIG: bei zunehmenden Schmerzen - bitte melden!