Autoimmunerkrankungen


Bei der Multiplen Sklerose (MS) besteht eine chronische Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks, die nicht durch Erreger bedingt ist, sondern die Folge eines Fehlers des eigenen Immunsystems. Anfangs zeigt sich die Multiple Sklerose häufig durch akute Krankheitsschübe, die sich dann wieder mit Phasen nahezu vollständigen Wohlbefindens abwechseln können. Typische Symptome solcher Krankheitsschübe können Sehstörungen, Lähmungen und Sensibilitätsstörungen sein (schubförmige Multiple Sklerose). Über einen längeren Krankheitsverlauf ist dann häufig der Übergang in ein chronisches Stadium zu beobachten. Unbehandelt kann es zu bleibenden Schäden und schleichend zunehmender Behinderung kommen (sekundär chronisch-progrediente Multiple Sklerose).
 
Vor 20 bis 30 Jahren gab es nahezu keine oder nur sehr unbefriedigende Behandlungs-
möglichkeiten für MS-Erkrankte. Wir können die Multiple Sklerose zwar immer noch nicht vollständig heilen, wir haben aber eine große Auswahl an medikamentösen Behandlungsoptionen, die das Fortschreiten der Behinderung auf ein Minimum reduzieren kann.

Wie bei fast allen chronischen Erkrankungen sind auch bei der Multiplen Sklerose das Vertrauen und die Bindung zwischen Patient und behandelndem Arzt entscheidend. Unser Ziel ist es, Sie langfristig zu begleiten und Ihnen nicht nur "medikamentös" nahe zu sein.

Regelmäßige Untersuchungs- und MRT-Kontrollen sollen zu einer individuell optimierten Behandlung führen. Sollte es doch zu einem akuten Schub kommen, kümmern wir uns stationär nicht nur medikamentös um Sie, sondern unterstützen Ihre Genesung durch ein mutliprofessionelles Team. Dieses besteht aus speziell neurologisch fortgebildetem Gesundheitspflegepersonal, Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden und Mitarbeitern des Sozialdienstes.