Fachkompetenz Atemwegserkrankungen

Lungenfunktionstest - COPD
Lungenfunktionstest

Unsere Klinik bietet ein großes Spektrum in der Behandlung von Atemwegserkrankungen.
Insbesondere werden infektiöse Lungenerkrankungen behandelt, wie zum Beispiel die Pneumonie (Lungenentzündungen), ebenso Erkrankungen mit Verengung der Atemwege wie die COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung – eine Erkrankung, die einhergeht mit einer irreversiblen Einengung der Atemwege, meist auf dem Boden von Zigarettenrauchen) und das Asthma bronchiale (eine Erkrankung, die einhergeht mit einer reversiblen Einengung der Atemwege).

Für die Behandlung der Pneumonie unterzieht sich die Abteilung fortlaufend externen Qualitätssicherungsmaßnahmen.
Auch die Lungenarterienembolie wird häufig, ebenso wie die seltene Sarkoidose, in unserer
Klinik behandelt.
Gutartige wie bösartige Erkrankungen des Rippenfells (Pleura) werden von Fachärzten sorgfältig diagnostiziert und therapiert.

Unter den gutartigen Erkrankungen wird häufig die Pleuritis (Rippenfellentzündung) wie auch der Pleuraerguss (Ansammlung von Flüssigkeit im Pleuraspalt zwischen Rippenfell und Lunge) im Rahmen einer chronischen Herzschwäche oder bei Tumorerkrankungen behandelt.
Für akute Notfälle, wie etwa akute Blutungen oder Verlegungen der Atemwege steht eine 24h-Bronchoskopie-Bereitschaft zur Verfügung.

Unser Endoskopie-Personal ist S-3-Leitlinien-konform zertifiziert, wir arbeiten streng nach dieser Leitlinie.

Für die Behandlung schwerer chronischer Erkrankungen der Bronchien und der Lunge kann eine maschinelle Atemunterstützung erforderlich werden. Dafür werden auf der Intensivstation moderne Beatmungsgeräte zur nicht-invasiven-Masken-Beatmung (CPAP/BIPAP-Therapie) genutzt. So wird häufig eine „künstliche Beatmung“ vermieden und ein günstiger Krankheitsverlauf und eine kürzere Therapiedauer erzielt.

Die Entwöhnung von längerdauernden Beatmungstherapien erfolgt durch das Weaning, einem Trainingsprogramm zur Rückerlangung der vollen Atemkontrolle.

Regelmäßige Fortbildungen für Ärzte und Pflegende sichern ein hohes Maß an Fachkunde und Professionalität und sind die Basis für eine erfolgreiche Genesung.

Tumoren der Lunge, des Bronchialsystems und des Brustraumes werden in enger Zusammenarbeit mit der Thoraxchirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Psychoonkologie und der Palliativmedizin behandelt. In der wöchentlichen Tumorkonferenz werden alle Patienten mit bösartigen (malignen) Erkrankungen vorgestellt. Fachübergreifend erfolgen die Bewertung vorliegender Befunde, die Diagnosestellung und die Festlegung einer abgestimmten Behandlungsplanung.

Pneumologische Funktionsdiagnostik

Schonende (nicht-invasive) Untersuchungsverfahren der Atemwege und des Blutes sind die Grundlage für eine rasche Diagnosestellung und Behandlungsplanung:

  • Lungenfunktionsprüfung mit Spirometrie und Bodyplethysmographie
  • Blutgasanalyse in Ruhe und unter Belastung einschließlich Sauerstofftitration
  • Unspezifische bronchiale Provokation zur Diagnostik der bronchialen Hyperreagibilität (Überempfindlichkeit der Atemwege)
  • Umfassende Labordiagnostik

Pneumologische Endoskopie

Darüber hinaus werden alle gängigen invasiven und
endoskopischen Techniken angewendet:

  • Diagnostische Bronchoskopie (Bronchoalveoläre Lavage, endobronchiale und transbronchiale Biopsieentnahme)
  • Therapeutische flexible Bronchoskopie
  • Endobronchiale APC-Therapie, endobronchiale Stenteinlage
  • Diagnostische und therapeutische Thorakoskopie
  • Diagnostische und therapeutische Pleurapunktion, Pleurodesetherapie
  • Einlage von dauerhaften Pleuradrainagen
  • Endosonographie