Blinddarmentzündung

Eine Entzündung des Blinddarms (Appendizitis) muss in jedem Fall operativ versorgt werden. Dabei wird der Blinddarm mittels Bauchspiegelung entfernt.

Eine Blinddarmentzündung beginnt zumeist mit Schmerzen in der oberen Bauchhälfte, die dann in die untere rechte Bauchhälfte wandern. Auch Übelkeit, Erbrechen oder Fieber können bei einer Blinddarmentzündung auftreten.

Zu einer Entzündung des Blinddarmes (Appendix oder Wurmfortsatz) kommt es, wenn der Ausgang des Blinddarms verstopft oder verengt ist. Aber auch Entzündungen des gesamten Darms können eine Blinddarmentzündung verursachen. Eher selten sind Tumore oder Wurmbefall die Ursache.

Diagnostik bei Blinddarmentzündung

  • Befragung des Patienten zu seinen Beschwerden (Anamnese)
  • Tastbefund, bei dem sich oft charakteristische Druck- und Schmerzpunkte ergeben
  • Sonografie-Untersuchung durch den Chirurgen zum Nachweis einer pathologischen Kokarde (im Ultraschall ähnelt der entzündete Darmfortsatz im Querschnitt einer Zielscheibe)
  • Erhebung des Blutbildes: Eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen und erhöhte Entzündunsgwerte deuten auf eine Bliddarmentzündung hin
  • Bauchspiegelung

Therapie bei Bilddarmentzündung

In den meisten Fällen ist bei einer Blinddarmentzündung Eile geboten. Die operative Entfernung des Blinddarms (Appendektomie) ist die Therapie der Wahl, die an unserer Klinik minimal-invasiv durch die Bauchspiegelung erfolgt. Vorteil dieser Methode ist neben der allgemein geringeren Belastung durch den Eingriff, dass die Bauchspiegelung auch zur Diagnostik eingesetzt wird. Erhärtet sich also der Verdacht auf eine Blinddarmentzündung, kann der Operateur den entzündeten Wurmfortsatz direkt entfernen und die Erkrankung anderer Organe (z. B. Eierstock bei der Frau) kann sicher ausgeschlossen werden.