Neurophysiologie

Klinische Neurophysiologie

  • Hirnparenchymsonographie
  • Riechtest
  • EEG - Elektroencephalogramm
  • ENG - Elektroneurographie
  • EMG - Elektromyographie
  • L-Dopa Test

Hirnparenchymsonographie

Die Hirnparenchymsonographie ist ein spezielles Ultraschallverfahren, das seit einiger Zeit in unserer neurophysiologischen Abteilung zur Diagnostik von Parkinson-Syndromen eingesetzt wird. Dabei werden mittels Ultraschall durch den Schädelknochen im Gehirn Kerngebiete (z. B. Substantia nigra) dargestellt, die bei der Parkinson-Erkrankung eine entscheidende Rolle spielen. Mithilfe der Hirnparenchymsonographie kann man bereits in frühen Krankheitsstadien eine Parkinson-Erkrankung identifizieren und sicherer die einzelnen Parkinson-Syndrome voneinander unterscheiden.

Riechtest

Der „Riechtest“ wird als Screeningverfahren zur Erfassung von Riechstörungen und somit zur Frühdiagnostik bei beginnendem Morbus Parkinson eingesetzt. Es ist bekannt, dass diese klassische Parkinson-Erkrankung in der Frühphase bereits mit Störungen des Geruchssinns einhergeht.
Das Testsystem beinhaltet 12 verschiedene beduftete Riechstifte Dem Patienten werden pro Duft vier Begriffe vorgelesen, von denen einer das Aroma am besten beschreibt. Nach Auswertung der Angaben des Patienten kann eine Riechstörung vermutet oder erkannt werden. 

EEG - Elektroencephalogramm

Die Elektroenzephalografie (EEG) ist eine Methode zur Messung der elektrischen Gehirnströme.

Wie funktioniert das Elektroenzephalogramm?
Auf die Kopfhaut werden Metallplättchen (Elektroden) aufgesetzt (meist 16 oder mehr). Zwischen jeweils zwei Elektroden werden in verschiedenen Kombinationen die elektrischen Spannungsunterschiede gemessen, mit einem speziellen Gerät verstärkt und schließlich als Hirnstromwellen aufgezeichnet. Dieses elektrische Potenzial bauen die Nervenzellen selbst auf. Es ist Zeichen ihrer Aktivität und Funktionstüchtigkeit.

ENG - Elektroneurographie

Die Elektroneurographie ist eine Methode zur Bestimmung des Funktions-
zustandes eines peripheren Nervensystems. Es werden u.a. die Nervenleit- geschwindigkeit und die Amplitude erfasst. Die Untersuchung erfolgt durch eine Stimulation des Nervens an zwei verschiedenen Orten und Messen der Reiz-antworten im Muskel. Durch die Untersuchung können Schädigungen einzelner Nerven oder allgemeine Nervenschädigungen (Polyneuropathie) nachgewiesen werden.

EMG - Elektromyographie

Die Elektromyographie ist eine neurophysiologische Untersuchungsmethode, bei der die elektrische Muskelaktivität gemessen wird. Dies geschieht mit Muskelelektroden, die Potentialschwankungen einzelner motorischer Einheiten ableiten. Die Elektromyographie dient dazu Myopathien und Neuropathien zu unterscheiden, d.h. ob eine Krankheit muskuläre und/oder nervliche Ursachen hat.

L-Dopa Test 

Nach 12-stündiger Pause dopaminerg wirkender Medikamente wird nach Applikation von Domperidon L-Dopa in einer Dosis von 250 mg in Form von Madopar LT nüchtern verabreicht. 
Nach 15 und 30 Minuten sowie falkutativ nach weiteren 60 und 120 Minuten wird die Motorik anhand einer Skala beurteilt.

Leitung

Dr. med. Jens Ebentheuer
Dr. med. Jens Ebentheuer
Oberarzt
+49 (0) 561 6009 - 0
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