Behandlungsablauf

Die Anschlussrehabilitationsmaßnahme bzw. Rehabilitation von Patienten mit onkologischen Erkrankungen ist ein wichtiger Baustein der ganzheitlichen Therapie.

Zu Beginn verschafft sich der Arzt, unter Einbeziehung der mitgebrachten Befunde, einen Überblick über Ihre Krankheitsvorgeschichte und untersucht Sie eingehend. Anschließend legt er gemeinsam mit Ihnen ihre persönlichen Rehabilitationsziele und den Therapieplan fest, welcher während der gesamten Rehabilitationsdauer stetig optimiert werden kann.

Leitmotiv der Rehabilitation ist es, während und nach einer Tumor-, Lymphom- oder Leukämieerkrankung die Folgen der Krankheit zu überwinden und zugleich die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen.

Bestehende Funktionseinschränkungen (Bewegungseinschränkungen, Dysphagie, Lymphödem, Inkontinenz ...) sowie auch Nebenwirkungen onkologischer Therapien (Polyneuropathiebeschwerden/Sensibilitätsstörungen, Stuhlunregelmäßigkeiten …) werden gezielt behandelt um kurzfristig Beschwerdelinderung zu erreichen.

Im Rahmen des interdisziplinären Teams stehen Ihnen erfahrene Fachärzte, Diplom-Psychologen, spezialisierte Mitarbeiter im Pflegedienst, spezialisierte Physio-, Sport- und Ergotherapeuten, Diätassistenten, Logopägen, Sozialpädagogen sowie weitere hochengagierte Mitarbeiter zur Verfügung.

Bedarfsgerecht können Chemotherapien sowie enterale oder parenterale Ernährung fortgesetzt werden.

Die Optimierung einer Schmerztherapie ist für die Verbesserung der Lebensqualität vieler Tumorpatienten wichtig.

Patienten mit Darm- oder Rektumkarzinom erlernen nach Stomaanlage die völlig eigenständige Versorgung, um im Alltag unabhängig zu sein.

Bei unzureichender Krankheitsbewältigung, auftretenden Ängsten oder Depressionen können die Patienten indikationsübergreifend die zusätzlichen Angebote der „Speziellen PsychoOnkologischen Rehabilitation“ (SPOR) - im Rahmen einer geschlossenen Gruppe - nutzen.

Für „Junge Erwachsene“ (bis 39 Jahren) stehen indikationsübergreifende Angebote (z. B. Yoga, Gymnastik, Zirkeltraining, Ernährungsberatung/Lehrküche/Einkaufstraining) sowie auch zusätzliche aktive Freizeitangebote zur Verfügung.

Im Verlauf der Rehabilitation erhalten Sie viele krankheitsspezifische und sozialrechtliche Informationen. Sie haben die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit Ihren Mitpatienten.