Innere Medizin / Gastroenterologie

Die Abteilung für Innere Medizin mit 48 Planbetten behandelt Patienten mit internistischem Krankheitsbild. Dazu zählen die Erkrankungen von Herz, Kreislauf, Gefäßen, Magen, Leber, Darm, Nieren, Lunge, Blut, Drüsen, Diabetes sowie rheumatische Erkrankungen und Tumorleiden.

Seit 2004 unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Michael Neubauer, ist die Innere Abteilung mit ihrem Leistungsangebot auf die Häufigkeit der internistischen Krankheiten abgestimmt.

Die Abteilung für Innere Medizin gliedert sich in folgende Schwerpunkte:

Gastroenterologie

Gastroenterologische Erkrankungen gehören heutzutage zu den häufigsten Gesundheitsproblemen mit oft erheblichen und auch lebensbedrohlichen Folgen für die Betroffenen. Demzufolge ist die Behandlung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen des Verdauungssystems ein Versorgungsschwerpunkt der Klinik. Chefarzt Dr. med. Michael Neubauer ist ein erfahrener Experte für die Diagnostik und Behandlung gastroenterologischer Erkrankungen.

Gastroenterologische Erkrankungen

  • Gutartige und bösartige Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens und des Dünndarms
  • Über- bzw. Unterfunktion der Schilddrüse
  • Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse
  • Erkrankungen des Dickdarms und des Mastdarms
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Darmkrebs
  • Erkrankungen der Leber

Diagnostik in der Gastroenterologie

Grundlage der internistischen Diagnostik ist die Untersuchung mit Ultraschall (Sonografie). Dazu steht modernes, medizintechnisches Gerät mit umfassenden Funktionen zur Verfügung. Verschiedene Ultraschallsender liefern ein lückenloses Bild der inneren Organe, der Weichteilstrukturen sowie sämtlicher Gefäßregionen mittels Gefäßduplexsonografie ohne Belastung für den Patienten.

Darüber hinaus steht eine hochmoderne Endoskopieanlage zur Verfügung. Die Endoskopie ermöglicht neben »tiefen Einblicken« in das Verdauungssystem zahlreiche Therapieverfahren in diesem Bereich.

Das endoskopische Leistungsspektrum

  • Spiegelung von Magen und Dickdarm (Gastroskopie und Koloskopie)
  • Spiegelung von Bauchspeicheldrüse und Gallenwegen (ERCP) 
  • Entfernung von verdächtigen Schleimhautwucherungen mittels Schlinge
  • Endoskopische Mukosaresektion
  • Blutstillung durch Clip-Verschluss oder Unterspritzung mit z.B. Fibrin-Kleber
  • Verödung von Krampfadern in Speiseröhre und Magen
  • Weitung von Engstellen im Magen- und Darmtrakt sowie im Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang, inkl. Einbau von Stents zur Überbrückung
  • Endoskopisch geführte Gallensteinentfernung unter Röntgenkontrolle 
  • Einführung einer PEG-Ernährungssonde durch die Bauchdecke zur Ernährung auf natürlichem Wege

Die Endoskopie als therapeutisches Werkzeug

Entzündungen, Geschwüre, Blutungsquellen, Eiterungen, gut- und bösartige Tumoren lassen sich endoskopisch in wenigen Minuten lokalisieren und zum Teil entfernen. Eine Probeentnahme zur feingeweblichen Untersuchung gehört dabei zum Routineprogramm. Verdächtige Schleimhautwucherungen (Polypen) werden sofort mit einer Schlinge entfernt (Polypektomie).

Mit der endoskopischen retrograden Cholangio-Pankreatikografie (ERCP) werden unter Röntgenkontrolle Gallensteine lokalisiert und nach einem Miniaturschnitt ohne Operation entfernt (Sphinkterotomie, Steinzertrümmerung, Steinextraktion). Auch ein tumorbedingter Rückstau von Gallenflüssigkeit lässt sich mit dieser Technik beheben, indem ein Röhrchen eingesetzt wird, das den freien Gallenabfluss gewährleistet.

Zur Erleichterung pflegerischer Maßnahmen und bei bestimmten medizinischen Notwendigkeiten kann in örtlicher Betäubung eine Plastikernährungssonde durch die Bauchdecke in den Magen eingebracht werden, um eine Ernährung auf natürlichem Wege über den Darm zu ermöglichen und eine intravenöse Infusionstherapie zu vermeiden (perkutane endoskopisch geführte Gastroenterostomie = PEG).

Neben der umfassenden apparativen Ausstattung bietet die Abteilung, bei hoher Einsatzbereitschaft aller Mitarbeiter, beste Voraussetzungen für eine unbürokratische und wirkungsvolle Zusammenarbeit auf ärztlicher, pflegerischer und verwaltungstechnischer Ebene zum Wohl unserer Patienten.