Medizinisches Versorgungszentrum für Schmerztherapie
19. Mai 2022

Migräne, Hexenschuss, Verspannungen – Schröpfen hilft!

Kopfschmerzen, Rheuma und Schmerzen des Bewegungssystems sind nur einige Beispiele für Beschwerden, die das tägliche Leben beeinflussen. Durch Schröpfen können diese Beschwerden gelindert werden. Das traditionsreiche Heilverfahren wirkt gegen Verspannungen und Schmerzen. Weiterhin dient es als ausleitendes Verfahren zur Entfernung von Giftstoffen aus dem Körper. Schröpfen ist ein wichtiges Verfahren in den unterschiedlichsten Kulturen. Schon im Altertum, im alten Ägypten, im antiken Griechenland und in verschiedenen Medizinsystemen Afrikas und Südamerikas wurde es angewendet. In unserem Medizinischen Versorgungszentrum für Schmerztherapie in Plauen bieten wir die verschiedenen Methoden des Schröpfens an. Dazu gehören unblutiges Schröpfen, blutiges Schröpfen und die Schröpfkopfmassage.

Wirkungsweise

Beim Schröpfen setzt man spezielle Rundgläsern auf die Haut. Die mit Hilfe eines Unterdrucks das Gewebe lockern. Das Vakuum saugt die Haut an, dehnt das Bindegewebe und regt die lokale Durchblutung an. Schröpfen stimuliert das körpereigene Abwehrsystem. Die Mikrozirkulation von Blut und Lymphe verbessert sich und der Muskeltonus wird reduziert. Nach den Kriterien der traditionellen chinesischen Medizin entlastet es Blut- und Qi-Stagnationen. Auch befreit es von schädigenden Emotionen (pathogene Faktoren) wie zum Beispiel das hemmende Gefühl der Sorge, das fesselnde Gefühl der Furcht oder das erschütternde Gefühl des Schrecks.

Unblutiges Schröpfen

In unserem Medizinischen Versorgungszentrum für Schmerztherapie in Plauen verwenden wir Gläser mit Gummiball für das Schröpfen. Diese erzeugen im inneren des Schröpfkopfes mit Hilfe eines Blasebalgs blitzschnell ein Vakuum. Dieses saugt die Haut nach innen. Die Durchblutung der Hautpartien wird aktiviert, folglich können blaue Flecken, Rötungen und Schwellungen entstehen. Die Schröpfköpfe verbleiben maximal 15 Minuten an der behandelten Stelle.

Blutiges Schröpfen

Beim blutigen Schröpfen verwendet man Gläser, die sich gut sterilisieren lassen. Zunächst desinfiziert man die entsprechenden Hautpartien. Mit einer Lanzette, gelber Kanüle oder Pflaumenblütenhämmerchen ritzen unsere Mediziner die Haut leicht an. Anschließend setzt man die Schröpfköpfe auf die entsprechenden Stellen und das Vakuum zieht das Blut in den Schröpfkopf. Auch bei dieser Methode verbleiben die Schröpfköpfe maximal 15 Minuten an der behandelten Stelle.

Schröpfkopfmassage

Die Schröpfkopfmassage stellt eine Variante des unblutigen Schröpfens dar. Der festgesaugte Schröpfkopf wird über eine zuvor eingeölte Hautpartie hin und her bewegt. Durch diese Bindegewebsmassage lösen sich Verspannungen und Verkrampfungen.

Anwendungsgebiete

Schröpfen ist bei verschiedenen Krankheitsbildern empfehlenswert. Dazu gehören Migräne, Spannungskopfschmerzen, Arthrose-Beschwerden aller Gelenke, Rheuma, Sehnenscheidenentzündung, Abdominelle Beschwerden, Lokale Lymphschwellungen, Verhärtungen, Schmerzen des Bewegungssystems, insbesondere myofasziale Triggerpunkte und Muskelhartspann im HWS-, Schulter- und Lenden-Becken-Hüftbereich. Weiterhin wenden wir Schröpfen auch zur Narbenlockerung an.

Eine klassische Schröpfbehandlung dauert in unserem Medizinischen Versorgungszentrum für Schmerzmedizin in Plauen fünfzehn bis dreißig Minuten. Für die Linderung einfacher Beschwerden sind zwei bis drei Behandlungen ausreichend.