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14. Mai 2020

Mit Weitblick in den Re-Start nach der Krise

Paracelsus Klinik Hemer geht erste Schritte zurück zum Regelbetrieb / Aufgeschobene Operationen werden ab sofort nachgeholt/ Corona-Einschränkungen im Klinikbetrieb sind noch nicht vollständig aufgehoben aufgehoben

Die Paracelsus-Klinik Hemer hat damit begonnen, ihren Regelbetrieb schrittweise wieder aufzunehmen. Wichtige Operationen, die aufgrund der Covid-19-Pandemie verschoben worden waren, sollen jetzt mit Priorität nachgeholt werden. „Wir haben in den vergangenen Tagen damit begonnen, erste ausgewählte Patienten mit dringend notwendigen Eingriffen anzurufen und OP-Termine zu vereinbaren“, erklärt Klinikmanagerin Barbara Bieding die Situation. „Wir wollen damit ein Stück weit zur Normalität des Krankenhausbetriebes zurück, sind aber vorsichtig und halten weiterhin einen Teil unserer Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten frei.“ Noch sind weder die Ausnahmesituation für die Klinik noch die Einschränkungen durch die Pandemie beendet. Auch das grüne Licht für Besucher lässt noch auf sich warten, es gilt weiter ein strenges Besuchsverbot. Alle neuen Patienten werden auch weiterhin bei Aufnahme ausnahmslos anhand eines Fragebogens genau auf eine mögliche Infektion hin überprüft.

Strategie führt schrittweise zum Regelbetrieb 

Ein Vorgehen mit Weitblick, das für alle Kliniken in ganz Deutschland jetzt gefragt ist. „Wir beginnen nicht bei null“, erklärt Dr. med. Christian Utler, Geschäftsführer Medizin (CMO) der Paracelsus Kliniken. „Auch während der Corona-Krise haben wir Notfälle und medizinisch nicht aufschiebbare Behandlungen wie zum Beispiel onkologische Eingriffe immer durchgeführt. Wir können allerdings noch nicht voll in den Regelbetrieb einsteigen, weil wir nicht wissen, wohin uns die Pandemie noch führen wird.“ Komplexe, aber aufschiebbare Operationen, bei denen eine intensivmedizinische Behandlung absehbar ist, werden nur sehr vereinzelt angeboten, da nach wie vor Kapazitäten für Covid-19-Patienten freigehalten werden müssen. Die multimodale Schmerztherapie, ein Schwerpunkt innerhalb der gesamten Klinikgruppe, kann derzeit nicht angeboten werden. Allerdings arbeiten hier die IT-Experten der Klinikgruppe an digitalen Lösungen. So bieten beispielsweise am Standort Zwickau die Schmerzmediziner eine Videosprechstunde für Patienten an.

Nicht alles, aber vieles geht 

Der Wiedereinstieg in den Normalbetrieb neben Corona wird in der Paracelsus-Klinik Hemer bereits seit vergangener Woche vorbereitet. Das heißt, dass die Sprechstunden zur Indikationsfeststellung und Operationsvorbereitungen wieder aufgenommen und Termine vergeben werden. Es betrifft das gesamte Spektrum Schilddrüsen- und Bauchchirurgie, die Orthopädie mit den Operationen an der Wirbelsäule und die Endoprothetik. Die Unfallchirurgie stand bereits während den vergangenen Wochen durchgehend bereit. Wieder in den Normalbetrieb geht auch die Innere Abteilung mit den ambulanten Leistungen wie Magen- und Darmspiegelung und auch die Neurologie. 

Sicherheit zählt

Obwohl die Klinik momentan nur noch wenige Corona-Patienten behandelt, sind die Bereiche strikt getrennt, um Patienten aus dem Regelbetrieb nicht zu gefährden. Im Zweifelsfall steht auch ein Schnelltest zur Verfügung, um Verdachtsfälle bei neuen Patienten abzuklären, bevor sie auf die Normalstation gelangen. Dr. Joachim Dehnst, der ärztliche Direktor, legt großen Wert auf die Sicherheit der Patienten und betont, dass die Teams auf den Stationen inzwischen sehr trainiert im Umgang mit den neuen Hygienemaßnahmen sind. Die Prozesse sind natürlich etwas komplizierter geworden und die Bewegungsfreiräume für die Patienten sind aufgrund der Schutzmaßnahmen im Vergleich zu früher etwas eingeschränkt. Ein Vorteil der Paracelsus-Klinik Hemer liegt auch in den überschaubaren Patientenzahlen, was das Infektionsrisiko im Vergleich zu großen Abteilungsstrukturen mit viel Patientendurchlauf deutlich vermindert. 

 „Glücklicherweise haben wir bei Paracelsus eine überschaubare, ja familiäre Struktur in unseren Kliniken, die kurze Wege und eine schnelle Kommunikation in gut geschulten, eng zusammenarbeitenden kleinen Teams möglich macht. Das bringt in dieser Situation ein erhebliches Plus an Sicherheit für alle und insbesondere für den Patienten das gute Gefühl, bei uns bestens aufgehoben zu sein.”