Venenchirurgie

Krampfadern schonend entfernen

In der Venenchirurgie geht es um die Behandlung von Krampfadern. Der Begriff hat nichts mit "Krampf" zu tun, sondern leitet sich von dem Wort „krumme Ader“ ab. Mediziner sprechen von Varizen, was auf das lateinische Wort "varix" für Knoten zurück geht. 

Krampfadern sind knotig erweiterte Venen, die dicht unter der Haut schlängelnd verlaufen. Sie sind überwiegend an den Beinen vorhanden.

Die häufigsten Beschwerden sind Schweregefühl, Schwellneigung (dicke Beine), Juckreiz und Ekzem. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Pigment-Störungen (braunen Flecken) bis hin zum offenen Bein kommen. Als weitere Komplikation sind Venenentzündungen möglich, da die Venen erweitert sind und das Blut dadurch langsamer zurückfließt (oberflächige Thrombophlebitis).

Indikation: Die Krampfader-Operation ist eine rein medizinische Indikation, um mögliche Komplikationen zu vermeiden oder bereits bestehende gesundheitliche Probleme zu lösen. Die ästhetische Verbesserung ist ein erfreulicher Nebeneffekt, aber – aus Sicht der Ärzte – nicht das ausschlaggebende Argument.

Operations-Methode: Bei der klassischen Stripping-Methode legt der Chirurg die vordere oder hintere Stammvene am Innen- oder Außenknöchel frei, bindet sie in der Leiste oder Kniekehle ab und entfernt sie durch Herausziehen („Strippen“). Anschließend werden die von der Stammvene abgehenden weiteren Krampfadern ebenfalls entfernt.

>>> Drei Fragen an den Chirurgen Dr. Stefan Schulze-Minde