Entspannung

Reduzierung von Schmerz und Stressfaktoren mittels Entspannung

Patienten mit chronischem Schmerz zeigen häufig ein hohes Maß an Stress, das den Schmerz wiederum verstärkt. Entspannung hilft, diesen Kreislauf zu unterbinden und Schmerz und Stressfaktoren zu reduzieren. Sie weitet die Gefäße, entlastet das Herz-Kreislauf-System, beruhigt die Atmung, schafft Verschnaufpausen, beruhigt und öffnet das Herz, aktiviert den Stoffwechsel auf gesunde Weise, löst Verspannungen, lockert die Muskulatur, erhöht die Konzentration und sorgt für einen klaren Kopf. Sie aktiviert die Selbstheilungskräfte, begeistert, weckt Lebensfreude und vermag so vom Schmerz abzulenken.

Mit der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson (PMR) erlernen Sie, sechzehn Muskelgruppen nach einer kurzen Anspannungsphase in einer längeren Entspannungsphase fortschreitend zu lockern, so dass die eintretende Entspannung körperlich spürbar wird.

Das Autogene Training nach J. H. Schultz (AT) führt über selbstsuggestive Sätze, die öfter wiederholt werden, zu einer leichten Trance. Die Gedanken sind dabei innerlich auf sich und eine begrenzte Anzahl von Vorstellungen und Gefühlen konzentriert. Es kommt zu einer Entspannung und vegetativen Umstimmung des Körpers, weg vom stressorientierten Befinden, hin zu einem auf Ruhe und Erholung ausgerichteten Körpererleben.

Selbsthypnose, Imagination (sich etwas vorstellen) und Visualisierung (sich etwas bildhaft vorstellen) sind ähnlich wie das Autogene Training sich selbst positiv beeinflussende Verfahren, die über fantasievolle Vorstellungen auf allen Wahrnehmungskanälen (Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten / Spüren) zu leichter oder tiefer Entspannung und Trance führen und über heilsame innere Vorstellungen wirken.

In Achtsamkeitsübungen gehen wir in unserer Wahrnehmung in den gegenwärtigen Moment und sind mit dem, was gerade ist. Wir betrachten bestimmte Körperbereiche ohne Bewertung wie z. B. in der Atementspannung mit Konzentration auf eine lange Ausatmung oder richten unsere neutrale Wahrnehmung auf ein äußeres Objekt, zum Beispiel eine Blume. So gelingt es, Abstand von uns selbst und schmerzenden, unangenehmen Empfindungen zu gewinnen.

Annemarie Denk
Diplom Sozialpädagogin (FH), Diplom Gesundheitspädagogin (SKA),
Entspannungstherapeutin, Singleiterin für Singende Krankenhäuser,
Einzel,- Paar- und Familientherapeutin, Traumatherapeutin.
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