OP-Methoden

Bandscheiben-Operation: Vorteile der Mikrochirurgie

Bei einer Bandscheiben-Operation bleiben die Patienten im Bundesdurchschnitt 8,3 Tage in stationärer Behandlung. Mit der modernen Mikrochirurgie lässt sich die Verweildauer im Krankenhaus auf zwei bis drei Tage reduzieren. 

Für eine minimal-invasive OP ist nur ein kleiner Schnitt erforderlich, um die Instrumente einzuführen. Das erkrankte Bandscheibengewebe kann dann mit einem Skalpell entfernt werden. 

Vorteile: Die Muskeln werden nicht beschädigt, der Patient erholt sich schneller und kann meist schon nach wenigen Tagen die Klinik verlassen. Wichtig für den Erfolg ist aber eine gute Nachsorge.

Wirbelbruch

Vertebroplastie

Ziel der Vertebroplastie ist es, die Wirbelsäule nach einem Knochenbruch wieder aufzurichten. Dazu wird unter Narkose mit Hilfe einer Nadel vom Rücken her der Wirbelkörper punktiert. Dies geschieht unter ständiger Bildkontrolle durch den Operateur. Wenn die Nadel richtig platziert ist, wird - ebenfalls unter ständiger Bildkontrolle - der zunächst flüssige Knochenzement in den Knochen gespritzt.

Innerhalb weniger Minuten härtet der Zement aus. Dadurch stabilisiert sich der Knochen, was die Rückenschmerzen lindert. Die meisten unserer Patienten berichten, dass sie innerhalb von 48 Stunden nach der OP weniger oder keine Schmerzen mehr haben. Einige sind sogar unmittelbar nach dem Eingriff schmerzfrei.

Ballonkyphoplastie

Damit sich die Wirbelsäule wieder aufrichten kann, bietet sich auch die minimal-invasive Ballon-Kyphoplastie an: Mit Hilfe von zwei kleinen Ballons schafft der Chirurg in dem weichen Konstrukts des Wirbelkörpers einen Hohlraum und füllt ihn mit einem speziellen Zement.

Die Folgen: Zum einen richtet sich der Wirbelkörper an der zusammengesunkenen Stelle wieder auf, sodass die mit der Fehlhaltung verbundenen Schmerzen langsam zurückgehen. Zum anderen scheint sich innerhalb des Knochens etwas zu verändern. Da der Zement beim Abbinden Wärme entwickelt, nimmt man an, dass sich dadurch die Schmerzrezeptoren der Nerven veröden.

Über die Ballon-Kyphoplastie berichteten die Paracelsus PartnerNews in der Ausgabe München 4/2007 auf Seite 4.

Kleines Implantat entlastet bei eingeengten Nerven

Chronische Rückenschmerzen, die bis in die Beine ausstrahlen, können damit zusammenhängen, dass die Nerven im Wirbelkanal eingeengt sind - was häufig auf einen Knochenverschleiß zurückzuführen ist.

Um die Schmerzen zu lindern, bietet sich die konservative Therapie an. Möglich ist auch eine Operation, bei der aufwändige, größere Implantate die Wirbelsäule versteifen und damit stabilisieren (Fusion).

Nicht fusionierende Verfahren ermöglichen es der Wirbelsäule, sich ihrem natürlichen biomechanischen Zustand gemäß wieder aufzurichten. Dadurch lässt sich im betroffenen Segment sowohl dessen Balance als auch die Funktion erhalten bzw. wieder herstellen.

Interspinöser Spreizer: Bei diesem minimal-invasiven Eingriff setzt der Chirurg ein flexibles U-förmiges Implantat zwischen die knöchernen Dornfortsätze ein. Dafür ist ein zwei Zentimeter langer Hautschnitt notwendig, der nur minimal erweitert werden muss. Die Operation ist also sehr gewebeschonend. Die Schmerzen werden gelindert, weil das Implantat den Druck auf die im Wirbelkanal eingeklemmten Nerven nimmt.

Foto: Paradigm Spine GmbH