Ärztevortrag: Wirbelbruch bei Osteoporose

9. Juli 2018 | Ort: Klinik Hemer

Osteoporose oder Knochenschwund ist eine typische Erkrankung des Alters und betrifft überwiegend Frauen. Aber auch Männer sind überraschend häufig betroffen. Die nachlassende Stabilität der Knochen, Folge einer nachlassenden Knochendichte, führt dazu, dass Menschen mit Osteoporose ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche haben. Die Gefahr beispielsweise einen Wirbelbruch zu erleiden oder sich schon durch einen leichten Sturz den Oberschenkelhals, das Handgelenk oder einen Arm zu brechen, ist groß– davor warnt Dr. Arnd Peter Schmidt, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Paracelsus-Klinik Hemer. Am 11. Juli wird der erfahrene Wirbelsäulenchirurg im Rahmen der Veranstaltungsreihe PiD Paracelsus im Dialog »Ärzte direkt« während seines Vortrages „Wirbelbruch bei Osteoporose – welche Behandlungsmöglichkeiten gib es?“ über Vorsorge, Diagnostik und mögliche Behandlungsstrategien informieren.
Die Veranstaltung findet im Mehrzweckraum im 4. Obergeschoss der Klinik statt und beginnt um 18.00 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Dr. Schmidt behandelt nahezu jede Woche Patienten, die aufgrund eines osteoporotischen Bruchs operiert werden müssen. Und da die Osteoporose eine Erkrankung des Alters ist, behandeln die Ärzte der Paracelsus-Klinik die betroffenen Patienten in einem fachübergreifenden Team. Denn viele der Patienten leiden neben der akuten Verletzung an weiteren Erkrankungen oder Einschränkungen, die oft typischerweise das Altern begleiten. Dies sind zum Beispiel Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder dementielle Erkrankungen. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Rehabilitation, die am besten direkt nach dem operativen Eingriff mit einer gezielten Krankengymnastik beginnt.
Um den Erfolg der Operation auch langfristig zu sichern, ist eine Weiterbehandlung der Osteoporose ein existentieller Teil des Therapieplanes. Denn durch eine Operation wird zwar der beschädigte Knochen wieder in Ordnung gebracht, aber an der Ursache, der mangelhaften Knochendichte, ändert sich durch eine Operation gar nichts. Um einen weiteren Bruch zu vermeiden, ist eine dauerhafte medikamentöse Behandlung unbedingt erforderlich. Deshalb legt Dr. Schmidt allergrößten Wert auf die enge Zusammenarbeit mit den weiterbehandelnden Kollegen aus dem niedergelassenen Bereich. Moderne Medikamente sorgen nämlich dafür, dass die Knochendichte wieder zunimmt und so ein erneuter Wirbelkörperbruch vermieden werden kann.