„Aktion Saubere Hände“: Zertifikat für die Paracelsus-Klinik Langenhagen

29. Juni 2018 | Ort: Klinik am Silbersee Langenhagen

Langenhagen - Auszeichnung für die Hygiene in der Paracelsus-Klinik Langenhagen: Bei der bundesweiten Kampagne „Aktion Saubere Hände“ ist das Krankenhaus mit dem Bronze-Zertifikat ausgezeichnet worden. „Darüber freuen wir uns sehr. Unser Ziel ist es nun, das hohe Niveau in der Händehygiene noch weiter zu verbessern “, erklärt PD Dr. Karolin Graf, hauptamtliche Krankenhaushygienikerin in der Paracelsus-Klinik Langenhagen.

Die „Aktion Saubere Hände“ ist eine gemeinsame Kampagne des Nationalen Referenzzentrums für die Surveillance nosokomialer Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen und wird vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt. Um das Bronze-Zertifikat zu erhalten, müssen die Krankenhäuser nachweisen, wie gut sie im Bereich Händedesinfektion aufgestellt sind. Jährlich erkranken in Deutschland 400.000- 600.000 Patienten an einer Krankenhausinfektion. Die Händedesinfektion ist die entscheidende Präventionsmaßnahme zur Verhinderung von Übertragungen." In den letzten zwei Jahren hat sich in unserem Haus kein Patient mit einem multiresistenten Erreger infiziert", betont PD Dr. Graf stolz - ein Ergebnis der konsequenten Händehygiene.

„Allein im direkten Patientenumfeld ist unser Haus mit mehr als 200 Desinfektionsspendern ausgestattet“, informiert Helene Vespermann, Hygienefachkraft in der Paracelsus-Klinik Langenhagen. „Im gesamten Haus stehen unseren Mitarbeitern,  Patienten und Besuchern alle Möglichkeiten zur Händedesinfektion zur Verfügung. Vom Eingang bis in den Operationssaal - die Klinik wurde mit fest installierten Spendern und Spendern direkt am Patientenbett ausgestattet, damit das Händedesinfektionsmittel immer griffbereit ist. zusätzlich können die Mitarbeiter sogenannte Kitteltaschen verwenden." Gemeinsam mit Frau PD Dr. Graf, vier hygienebeauftragten Ärzten sowie fünf hygienebeauftragten Pflegekräften sorgt Frau Vespermann für die strenge Einhaltung der Hygienevorschriften. „Mit der Teilnahme am sogenannten Hand-KISS stellen wir uns außerdem regelmäßig einer freiwilligen Selbstkontrolle“, ergänzt Vespermann. Das Überwachungsmodul Hand-KISS wird vom NRZ in Kooperation mit dem Robert-Koch-Institut, dem Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité-Universitätsmedizin Berlin und dem Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg bereitgestellt. Mit Hilfe des Moduls können die Krankenhäuser den Verbrauch von Händedesinfektionsmitteln ermitteln. Zusätzlich werden jährlich mindestens 400 Beobachtungen durchgeführt, die zeigen, ob das Personal die Händedesinfektion an der richtigen Stelle durchführt. „Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Mitarbeiter sich überdurchschnittlich häufig die Hände desinfizieren. Somit liegt auch der Desinfektionsmittelverbrauch deutlich über bundesdeutschem Durchschnitt“, stellt Frau Vespermann fest.

Um die nächsten Stufe „Silber“ der „Aktion Saubere Hände“ zu erreichen, haben Frau PD Dr. Graf und Frau Vespermann bereits einiges in die Wege geleitet. Geplant seien noch mehr Schulungen, Arbeitsbeobachtungen und systematische Analysen als bisher, ein jährlicher Aktionstag unterstreicht die Wichtigkeit des Themas. Krankenhaushygiene und die damit verbundenen Richtlinien und Maßnahmen müssten nachhaltig in den Köpfen der Mitarbeiter verankert sein, betont Frau PD Dr. Graf. „Nur so können wir die hohen Ansprüche, die die Gesellschaft, unsere Patienten und auch wir selbst an uns stellen, erfüllen.“