Dem menschlichen Erbgut auf der Spur

14. Juni 2019 | Ort: Elena-Klinik Kassel

Kooperation der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel mit Münchner Humangenetikern auf der Suche nach genetischer Disposition von Parkinson

Untersuchen die menschliche DNA nach Auslösern für Parkinson: Prof. Dr. med. Brit Mollenhauer (Leitung Forschung PEK), Sandrina Weber (TU München, Institut für Humangenetik), die stellvertre-tende Institutsleiterin Dr. rer. nat. Barbara Schormair (Helmholtz Zentrum München, Institut für Neuro-genomik) und die Chefärztin der Paracelsus-Elena-Klinik, UnivProf. Dr. med. Claudia Trenkwalder (von links).

Viele Parkinson-Patienten wissen, dass in ihren Familien ein oder mehrere weitere Familienmitglieder an Parkinson erkrankt sind oder waren. Die Frage nach einer Vererblichkeit der Erkrankung wird dann schnell gestellt. Die Kooperation der Paracelsus-Elena-Klinik (PEK) in Kassel mit dem Institut für Neurogenomik am Helmholtz Zentrum München (Direktorin Frau UnivProf. Dr. med. Juliane Winkelmann) und dem Institut für Humangenetik der TU München, zur Erforschung der genetischen Ursachen von Parkinson Erkrankungen besteht seit über zehn Jahren.
Aufgrund neuester Technologien und neuem Wissen über das menschliche Erbgut wird diese jetzt jedoch noch intensiviert und erweitert. Gemeinsam ist man auf der Suche nach neuen Informationen zur genetischen Disposition von Parkinson. Untersucht werden Menschen, bei denen Parkinson bereits in jungen Jahren, d.h. vor dem 50. Lebensjahr aufgetreten ist, oder bei Personen, in deren Familien mehrfach Parkinson aufgetreten ist.
Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren bereits über 1.000 Studienteilnehmer rekrutiert, um noch mehr über die Ursachen und den Verlauf der Parkinson-Krankheit zu erfahren. „Ziel ist es, Gene und genetische Risikofaktoren zu erkennen, die uns helfen, den Krankheitsverlauf besser einzuschätzen und in Zukunft auch vielleicht ganz spezifisch zu behandeln“, sagt UnivProf. Dr. med. Claudia Trenkwalder, Chefärztin der Paracelsus-Elena-Klinik. Für einige wenige erbliche Parkinson-Formen sind jetzt erste spezifische Behandlungsstudien verfügbar.
Wer zur Testgruppe gehört, beraten werden möchte und/oder Interesse an der Teilnahme an einer genetischen Testung im Rahmen dieses Forschungsprojektes hat, kann sich gerne melden unter: T 0561 6009-107