Ein Tarifvertrag für alle Kliniken

22. Mai 2017 | Ort: Konzernzentrale Osnabrück

Paracelsus-Kliniken einigen sich mit ver.di

Von links: Peter Schnitzler, Geschäftsführer Finanzen und Controlling, Sven Bergelin, ver.di-Verhandlungsführer und Gero Skowronek, Geschäftsführer Personal und Recht. Foto: Huvermann

Von links: Peter Schnitzler, Geschäftsführer Finanzen und Controlling, Sven Bergelin, ver.di-Verhandlungsführer und Gero Skowronek, Geschäftsführer Personal und Recht. Foto: Huvermann

Die Paracelsus-Kliniken und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben in diesen Tagen einen einheitlichen Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten der Paracelsus-Kliniken unterschrieben. Der Vertrag gilt ab dem 1. Juni konzernweit für alle Einrichtungen, sowohl im Akut- als auch im Rehabereich.

„Nach mehr als zwei Jahren Verhandlungen freuen wir uns wirklich sehr über diesen Abschluss“, betont Gero Skowronek, Geschäftsführer Personal und Recht bei den Paracelsus-Kliniken. „Danken möchte ich hier außerdem meinem Vorgänger, der das Projekt seinerzeit erfolgreich geführt hat.“ Auch Finanzgeschäftsführer Peter Schnitzler meint: „Es war ein wahrer Kraftakt, aber es hat sich gelohnt.“ Die Ausgangslage war durchaus kompliziert, gab es für die gut 5.000 Beschäftigten bislang 38 verschiedene Entgeltregelungen.

Dank des einheitlichen Entgelttarifvertrages gibt es ab April eine Gehaltserhöhung um 2 Prozent, im September wird es eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent geben. Das Weihnachtsgeld beträgt in diesem Jahr 55 Prozent einer Monatsvergütung, zusätzlich gibt es für alle Beschäftigten 300 Euro Urlaubsgeld. „Kein tarifgebundener Mitarbeiter verdient weniger als vorher. Besonders für die zehn Rehakliniken ist der Tarifvertrag ein Gewinn. Als einer der wenigen großen Rehaträger hat Paracelsus einen einheitlichen Tarifvertrag und schafft damit Verbindlichkeit“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Sven Bergelin.

Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30.06.2018. „Wir haben mit dem einheitlichen Entgelttarifvertrag ein positives ordnungspolitisches Instrument geschaffen, das die Belange der Beschäftigten sowie des Unternehmens auf konstruktive und ausgewogene Weise berücksichtigt“, so Skowronek.