Exzellenz in der Endoprothetik

6. März 2019 | Ort: Klinik Zwickau

EndoProthetikZentrum (EPZ) an der Zwickauer Paracelsus-Klinik: Rezertifizierung im erfolgreich bestanden. Team um Chefarzt Dr. med. Uwe Butzke (großes Bild) und Oberarzt Ingo Ehrenberg (rundes Bild) verbaut jedes Jahr rund 200 Endoprothesen in Hüften, Knie und Schultern.

Mit der erfolgreichen Wiederholung der Zertifizierung (Rezertifizierung) zum EndoProthetikZentrum hat die Paracelsus-Klinik Zwickau mit Stolz den Nachweis exzellenter Arbeit im Bereich des Implantierens von Prothesen in der Orthopädie erbracht. Dem Team der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie um Chefarzt Dr. med. Uwe Butzke wurde dabei eine durchgängig herausragende Ergebnisqualität - und das ohne eine Mängelliste - bestätigt.

Herr Chefarzt, worauf gründet sich die erfolgreiche Rezertifizierung?

Dr. med. Uwe Butzke: Wir haben neben Standardverfahren in der Endoprothetik (Knie, Hüft- und Schultergelenk) auch minimalinvasive Verfahren und auch minimale Endoprothesen in der Zwickauer Klinik eingesetzt  und konnten den OP-Erfolg sehr detalliert nachweisen. Somit können wir auf alle Bedürfnisse der verschiedensten Altersklassen hochdifferenziert eingehen. 

Ein Wort zur Standardisierung von OPs...

Dr. med. Uwe Butzke: Die Standardisierung hat einen großen Vorteil in der Qualitätssicherung. Wir planen die Prothesen am Computer. Nach der OP wird das Einbringen durch uns nochmals geprüft und die Stellung der Prothese vermessen. Das sichert dem Patienten die höchstmögliche Sicherheit hinsichtlich des korrekten Einbaues des neuen Gelenkteiles.

Über welchen Zeitraum wurden Sie geprüft?

Dr. med. Uwe Butzke: Wir haben daran ein ganzes Jahr gearbeitet, weil es ja darum geht, kontinuierlich hochqualitativ zu arbeiten und eine nachhaltige Konstanz unter Beweis zu stellen. Wir haben dafür mittels verschiedenster Protokolle die hochkomplexen Arbeiten an allen Patienten dokumentieren müssen. Auch hier ein kleines Beispiel: In einer vor der OP anberaumten Sitzung besprechen die Operateure interdisziplinär mit den Radiologen oder Anästhesisten den anstehenden Verlauf der Operation. Hinzu kommt die Prüfung auf Allergien, beispielsweise einer Nickelunverträglichkeit. Dann wird eine Prothese für Allergiker eingesetzt. Es kann also durchaus vorkommen, dass in der vorbereitenden Sitzung bis zu einem halben Dutzend Mediziner zusammenarbeiten. Das alles wird natürlich dokumentiert und von den Prüfern unter die Lupe genommen.


Ihre Komplikationen tendieren gegen Null. Ein Wort dazu…

Dr. med. Uwe Butzke: Mit der nachgewiesenermaßen extrem niedrigen Rate an Komplikationen nach dem Einbau der Gelenke haben wir in diesem Bereich sicher Maßstäbe gesetzt. Das gelingt eben nur, wenn man mittels zertifizierter Abläufe agiert. Das hat unser hochversiertes Team im Jahr 2018 bei etwa 200 Operationen, inklusive Schulter-Endoprothesen, sowohl bei modernsten Prothesensytemen wie auch bei kleinen Prothesen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und darauf sind wir heute sehr stolz.