Immer in Verbindung bleiben

4. Mai 2018 | Ort: Klinik Bremen

Telefon-Flat, kostenloses W-LAN und Smartphone-Nutzung in der Paracelsus-Klinik Bremen längst Standard

Auf den rücksichtsvollen Umgang kommt es an. Die Paracelsus-Klinik Bremen hat eine Netiquette für die Nutzung digitaler Medien eingeführt.

Bremen. Sie sind kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken: Handys, Tablets, Smartphones und die uneingeschränkte Nutzung des Internets. Schätzungsweise nutzen rund 57 Millionen Personen in Deutschland ein Smartphone – besonders stark entwickle sich der Markt bei älteren Menschen.

„Ein Handyverbot in Kliniken ist im Jahre 2018 nicht mehr zeitgemäß. Früher wurde oft befürchtet, dass medizinische Geräte durch die Strahlen des Handys beeinträchtigt werden könnten – mittlerweile haben sich Technik und Wissen allerdings verbessert", sagt Rouven Menzel, Technischer Leiter der Paracelsus-Klinik Bremen.

Viele Patienten nutzen ihr Smartphone um Fotos oder Videos anzusehen, in sozialen Netzwerken aktiv zu sein oder um ihre Liebsten Zuhause über den Heilungsverlauf zu informieren. „Man will in Kontakt bleiben – gerade wenn es einem nicht gut geht", weiß Brigitte Pisetta, Pflegedienstleiterin der Paracelsus-Klinik Bremen. Dafür bietet die Klinik in der Vahr ihren Patientinnen und Patienten einen kostenlosen W-LAN Zugang.

Was für viele ein Segen ist, stößt anderen dagegen bitter auf. Hannelore M. ist derzeit stationär in der Fachklinik für Neurologie und Orthopädie und macht die ersten Schritte mit ihrem neuen Hüftgelenk. Ihr Smartphone möchte sie während der Zeit im Krankenhaus nicht missen: „Da ich chronisch krank und auf Tabletten angewiesen bin, habe ich mein Smartphone immer als digitalen Helfer dabei", erzählt die 61-Jährige. Sie nutzt eine Gesundheits-App, die sie an ihre Medikamenteneinnahme erinnert, schreibt ihren Freundinnen Nachrichten und telefoniert hin und wieder. „Es gibt allerdings auch Leute, die wenig Rücksicht auf andere nehmen. Die hören Musik oder schauen in voller Lautstärke Videos – das kann dann schon nerven."

Um die persönliche Intimsphäre jedes Einzelnen zu schützen, setzt die Paracelsus-Klinik Bremen auf vorbeugende Aufklärung. „Wir möchten, dass sich bei uns alle Patienten wohlfühlen und ihren persönlichen Heilungsprozess angehen können. Für den einen gehört dazu unbedingt gute Musik, für den anderen ist die Stille notwendig. Wir klären unsere Patientinnen und Patienten daher schon im Vorfeld über die Nutzung digitaler Medien auf", sagt Karin Feldmann von der Aufnahme. So führt die Klinik eine Netiquette, also Verhaltenshinweise, wie zum Beispiel die Nutzung von Kopfhörern.

Wer komplett auf sein Smartphone verzichten möchte oder schlicht keines besitzt, darf gerne den hauseigenen Telefonservice in Anspruch nehmen. Für einen Pauschalbetrag von einmalig zwei Euro stehen über den gesamten Klinikaufenthalt eine Flatrate sowie ein Telefon am Bett bereit.