In Deutschland einzigartig!

19. September 2017 | Ort: Elena-Klinik Kassel

Toller Erfolg für das Kasseler Studienteam der Paracelsus-Elena-Klinik. Die Stiftung von Michael J. Fox zeichnete das Team jetzt für seine großartige Forschungsarbeit in der internationalen Biomarkerstudie aus.

Anerkannte Arbeit: Oberärztin Prof. Dr. Brit Mollenhauer, Oberarzt Dr. Jens Ebentheuer, Chefärztin Prof. Dr. Claudia Trenkwalder und Studienkoordinatorin Diana Willeke widmen sich der Parkinson-Forschung. Dafür wurden sie von der Michael-J. Fox-Foundation ausgezeichnet (v.l.n.r.)

„Die Auszeichnung unterstreicht den hohen international anerkannten Standard der klinischen Forschungsarbeit in unserem Haus“, freut sich Chefärztin Prof. Dr. Claudia Trenkwalder. „Neben der Paracelsus-Elena-Klinik schmückt sich europaweit nur eine weitere Klinik mit dieser besonderen Auszeichnung als langjähriger  Studien-Kooperationspartner. In Deutschland sind wir damit einzigartig“. Für die Realisierung der PPMI-Studie wurden zunächst neu diagnostizierte und bislang unbehandelte Parkinson-Patienten und gesunde Menschen in die Studie aufgenommen. Hinzu kamen Teilnehmer, die ein erhöhtes Risiko haben, an Parkinson zu erkranken. Sie waren durch Riechstörungen, Genmutationen oder REM-Schlafstörungen aufgefallen. Die Beobachtungsstudie zur Identifikation von Biomarkern ist die erste weltweite klinische Studie, um genauere Informationen über die Entwicklung von Morbus Parkinson zu bekommen.

Die Paracelsus-Elena-Klinik startete vor fünf Jahren als offizieller Studienstandort ihre intensive Zusammenarbeit mit der amerikanischen Michael J.Fox Foundation. Der US Schauspieler ist selbst seit vielen Jahren an Parkinson erkrankt. Bereits seit  2011 nimmt die Kasseler Klinik an der großen und weltweit angelegten PPMI-Studie (Parkinson´s Progression Markers Initiative) teil. Dabei werden durch eine Langzeitbegleitung der Patienten Folgeerscheinungen der Erkrankung aufgezeichnet. Die Krankheit  früh zu erkennen, die Symptome und die Lebensqualität zu verbessern, sind die wichtigsten Ziele von Diagnose und Therapie.

Denn obwohl Parkinson zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen zählt, lässt sie sich bis heute ursächlich nicht behandeln. Die Suche nach Biomarkern für die langsam voranschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems gilt als wichtigster Baustein zur Entwicklung von besseren Therapieformen für die Zukunft. Die Langzeitbegleitung im Rahmen der PPMI-Studie der Michael J.Fox Stiftung hat das Potenzial neuartigen Behandlungsmöglichkeiten den Weg zu ebnen und verbessert zugleich Diagnostik und Behandlung heutiger Parkinsonpatienten -  derzeit etwa fünf Millionen weltweit. Studienleiterin Prof. Dr. Brit Mollenhauer: „Wir können stolz sein – auf unsere weltweite vernetzte Forschungsarbeit, auf unser engagiertes Studienteam, auf die langjährigen Studienteilnehmer und auf diese besondere Auszeichnung durch Michael J. Fox!“